Wirtschaftsempfang 2017 zur vierten industriellen Revolution in Mühldorf

Wenn der Toaster die Polizei ruft

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Landkreis Mühldorf am Inn - Mit Momenten des Schmunzelns und der Spannung ist der diesjährige Wirtschaftsempfang der beiden Landkreise Mühldorf und Altötting in Kooperation mit der IHK und HWK über die Bühne gegangen.

Rund 600 Gäste aus der regionalen Wirtschaft und der Politik der beiden Landkreise Mühldorf und Altötting ließen sich am Donnerstagabend im Mühldorfer Stadtsaal in die Zukunft der Technik und der digitalen Welt entführen. Florian Loserth vertrat als Vorstandsmitglied des IHK-Regionalausschusses die persönlich verhinderte Ingrid Obermeier-Osl.

In seinem Eingangsgrußwort ging er auf Forderungen an die Politik ein, fünf wichtige Themen im Zuge des technischen Wandels im Koalitionsvertrag zu verankern, wie etwa die Schaffung einer Grundvoraussetzung für die Digitalisierung in Form eines funktionierendes Gigabit-Netzes. „Wir erwarten von der Politik – egal welcher Farbe sie zuzurechnen ist – dass sie Ideen präsentiert, wie die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gesichert werden kann“, so Loserth.

Polizeiinformierende Toaster und selbsteinkaufende Kühlschränke

Im Anschluss beeindruckte Magnus Kalkuhl, Experte für Sicherheits- und Zukunftstechnologien, mit seinem Vortrag „Wie das Internet der Dinge unser Leben verändert“. Als ehemaliger Leiter des europäischen Forschungs- und Analyseteams bei Kaspersky Lab zeichnete er Zukunftsvisionen über Polizei informierende Toaster, selbsteinkaufende Kühlschränke und künstliche Intelligenz, was bei den Besucherinnen und Besuchern einerseits ein Lächeln, andererseits Bedenken schürte.

Diskussion über "Risiken und Nebenwirkungen"

Nichtsdestotrotz lautete Kalkuhls Quintessenz: „Man darf sich den neuen Technologien nicht verschließen und keine Angst vor ihnen haben.“ Dieser Meinung schlossen sich im Kern alle Teilnehmer bei der anschließenden Dialogrunde „Cybersicherheit – alles unter Kontrolle?“ an: Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer als Innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Obermayer, Vorstand der complimant AG, Matthias Schmidt vom Bayerischen Landeskriminalamt und Zentraler Ansprechpartner für Cybercrime, sowie Magnus Kalkuhl diskutierten – moderiert von TV Moderatorin Anna Groß – über die „Risiken und Nebenwirkungen“ der vierten industriellen Revolution. Dabei waren sich alle einig, dass Technik und Fortschritt nicht aufzuhalten und hauptsächlich „Segen“ anstelle von „Fluch“ seien.

In seinem Schlusswort bedankte sich Landrat Georg Huber bei allen Sponsoren (Sparkasse Altötting-Mühldorf, Firma Unertl-Weissbräu und Haller-Wein) sowie den Organisatoren des Wirtschaftsempfangs und lobte insbesondere den Vortrag und die Wortbeiträge von Magnus Kalkuhl. Er sei einer Meinung mit ihm: „Auch ich denke, dass wir uns vor allem auch für unsere nachfolgenden Generationen nicht vor technischem Fortschritt verschließen dürfen.“ Beim anschließenden Treffen im Foyer konnten die Gäste einen äußerst interessanten und spannenden Abend ausklingen lassen – ganz ohne Digitalisierung.

Pressemitteilung Landkreis Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

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