Kommunalwahl 2020

UWG für Kreistag Mühldorf nominiert:„Wir wollen 20% plus X!“

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Angeführt wird die Kreisliste der UWG von Spitzenkräften, wie (vlnr) Bürgermeister Erwin Baumgartner aus Neumarkt, Geschäftsführer Markus Saller von der Kreishandwerkerschaft, Anwältin Karin Zieglgänsberger(beide Mühldorfer Stadträte) und Landrats-Kandidat Ulli Maier sowie Bürgermeister Robert Pötzsch (beide Waldkraiburg)
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Landkreis Mühldorf - Am Donnerstag hat die Kreis-UWG im Gasthof Spirkl in Mößling ihre Kreistagsliste für die Kommunalwahl 2020 gewählt.

Einen schwierigen Wahlkampf kündigte dabei der bereits vor zwei Wochen nominierte Landrats-Kandidat Ulli Maier an: „Weihnachten gibt’s nächstes Jahr auch wieder – jetzt ist Wahlkampf!“. Von Spitzenkräften wird die vorab bereits mit den zahlreichen unabhängigen Wählergemeinschaften aus dem Landkreis abgeklärte Liste angeführt: darunter die Bürgermeister Erwin Baumgartner aus Neumarkt, Robert Pötzsch aus Waldkraiburg und Alois Salzeder aus Aschau sowie die Kreis- und Stadt-/Gemeinderäte Markus Saller und Andreas Seifinger aus Mühldorf, Peter Huber aus Schwindegg und Peter Hobmeier aus Neumarkt St. Veit.

Unter den ersten zehn Kandidaten befinden sich auch Stadträtin Karin Zieglgänsberger aus Mühldorf und Anette Lehmann aus Kraiburg. „Was brauchen wir eine Quote? Hier geht’s doch um Qualifikation!“, erklärt Karin Zieglgänsberger die Frage, warum nur 13 von 60 Kandidaten weiblich seien.

Qualifizierte Kandidaten

Qualifiziert sind die Kandidaten allesamt: zahlreiche Handwerker, Unternehmer, Angestellte, Beamte, Akademiker und Selbständige aus den verschiedensten Branchen sind vertreten. Sogar eine „Hausfrau“, die im Familienbetrieb die Verwaltung macht und nicht zu vergessen einige Rentner. Auch sie befinden sich auf der Liste und wollen mit ihren sozialen Kompetenzen oder ihrem reichen Erfahrungsschatz zum Wahlerfolg der UWG im Landkreis Mühldorf am 15. März 2020 beitragen.

*Die Landratskandidaten für die Landratswahl 2020 im Landkreis Mühldorf sind mittlerweile ebenfalls bekanntgegeben.*

Schon im Vorfeld hatte Spitzenkandidat Uli Maier aus Waldkraiburg einiges an Vorarbeit geleistet, um die Liste möglichst repräsentativ für die vielen unabhängigen Wählergruppen aus dem Landkreis zu gestalten. „Anfang Januar soll ich dann auch von der WGW als Landrats-Kandidat nominiert werden“, erklärte Maier den Anwesenden. Zwar befanden sich unter den 47 Stimmberechtigten Mitglieder auf der Wahlversammlung am Donnerstag keine Vertreter der Wählergemeinschaft aus dem Westen des Landkreises, die vor allem in den kleineren Gemeinden dort sehr stark ist und eine eigene Liste aufstellen will.

Allerdings fehlten auch 13 der insgesamt 60 Nominierten, da sie teils privat, teils durch zeitlich konkurrierende Nominierungsveranstaltungen verhindert waren.

Auch Newcomer vertreten

Über ihre Ziele sagten die Kandidaten Einiges, auch wenn das eigentliche Wahlprogramm erst in einer Sitzung in einigen Wochen gemeinsam verabschiedet werden soll. So bringen viele der Kandidaten bereits langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit und haben sich schon als Kultur- oder Sportreferenten engagiert.

Es sind aber auch Newcomer auf der Liste: von 27 bis 82 Jahren sind eine Vielzahl heterogener Lebensläufe vertreten. Alle stehen mit beiden Beinen im Leben und haben neben Familie oder Engagement in Vereinen vor allem ein Ziel: „Nicht nur reden, sondern auch etwas für den Kreis bewegen!“.

*Lesen Sie auch: Die  Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020 in Mühldorf sind mittlerweile bekanntgegeben worden.*

Hier gebe es diesmal eine besonders große Chance, weil der bisherige Landrat Georg Huber aus dem Amt scheidet. „Die Gelegenheit gilt es zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Robert Pötzsch aus Waldkraiburg. Mehr als die derzeitigen rund 20% der Sitze im Kreistag will die UWG daher bei den Wahlen im Frühjahr ergattern. Versprechungen will die UWG dagegen keine großen machen, vielmehr „steht die UWG für absolute Vernunft!“, wie Michael Pflug aus Neumarkt sagte.

Man wolle keineswegs am rechten Rand fischen, sondern Politik für die Zukunft gestalten. Bildung, Nachhaltigkeit und Kultur wollen sie sich besonders engagieren. Dass die UWG auch genügend Humor für die Kommunalpolitik mitbringt, stellte einer der jüngsten Kandidaten heraus: „Ich war ja seit Jahrzehnten erfolgreich stiller Berater“, erklärt der Informatiker Maximilian Baumgartner über seine Motivation, sich nun wie sein Vater in der Politik zu engagieren. Auch die 13 auf der Nominierungsveranstaltung fehlenden Kandidaten wurden von den ihnen am besten Vertrauten authentisch vorgestellt.

Dank an die Anwesenden

Abschließend bedankte sich Ulli Maier bei den Anwesenden für die Unterstützung und für ihren Einsatz für das gemeinsame Ziel. „Es wird lustig und interessant werden – vor allem für die Anderen!“, erklärte der Unternehmer kampfeslustig in Richtung der etablierten Parteien.

Das konkrete Wahlkampfprogramm der UWG solle Maier zufolge auf einer Sitzung in den kommenden Wochen stattfinden, zu welcher der Landrats-Kandidat schon herzlich alle Anwesenden einlud.

pbj

Quelle: innsalzach24.de

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