"Überaus hohe Quote" im Landkreis Mühldorf

Über 90 Prozent der Asylbewerber haben ein Konto

Landkreis Mühldorf - Wie laufen die finanziellen Abläufe für die Flüchtlinge ab? Können sie illegal ins Ausland überweisen? Und was sagt der Landrat dazu? So sieht's im Landkreis Mühldorf aus:

Im Landkreis Mühldorf a. Inn haben beinahe alle Flüchtlinge ein Konto: Insgesamt 91,83 % (bei rund 1.100 Asylbewerbern, also ohne Fehlbeleger und Erstaufnahmeeinrichtung Waldkraiburg) wird damit der monatliche Sozialleistungsbetrag direkt überwiesen und muss nicht bar ausbezahlt werden. Kooperationspartner ist die Sparkasse.

"Das ist eine überaus hohe Quote. Durch die Überweisungen ist der Verwaltungs- und Personalaufwand für das Landratsamt deutlich geringer", erklärt Landrat Georg Huber. "Ich danke der Sparkasse, dass sie den Asylbewerbern Konten zur Verfügung stellt. Wir halten das für eine faire und menschliche Behandlung."

Das sagt der Landrat zu möglichen Überweisungen ins Ausland

Wie steht der Landrat zu Vorwürfen, die Flüchtlinge könnten die Konten missbrauchen, indem Geld ins Ausland überwiesen wird? "Die monatlichen Sozialleistungen belaufen sich im Monat bei einem alleinstehenden Asylbewerber auf 325,61 Euro", so Landrat Georg Huber.

"Das ist nicht viel, um überhaupt in Deutschland über die Runden zu kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier viel zur Überweisung ins Ausland übrig bleiben würde." Derzeit leben im Landkreis Mühldorf insgesamt rund 1.500 Asylbewerber und rund 180 Fehlbeleger.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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