Tempolimit gilt aktuell bis 31. Juli

Ministerium: Corona-Krise verzögert Lärmmessungen an A94

Tempo 120
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Landkreis Mühldorf - Seit 1. Februar soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der neuen A94 zwischen Heldenstein und Pastetten für weniger Lärm sorgen. Aktuell gilt diese bis zum 31. Juli. Doch wird sie coronabedingt verlängert?

Markus Söder verkündete das Tempolimit am 8. Januar bei einem Ortstermin in Hammersdorf (Gemeinde Buch am Buchrain): Ab 1. Februar sollte eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der neuen A94 zwischen Heldenstein und Pastetten für weniger Lärm sorgen. Für die temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung wurden knapp 90 Schilder auf der Autobahn aufgestellt.


Corona-Krise verzögern Lärmmessungen

Während dieser Tempolimit-Phase sollen unterschiedliche Lärmmessungen durchgeführt werden. Doch liegen die Messungen im Zeitplan? Wie das Bayerische Innenministerium auf Anfrage von innsalzach24.de nun mitteilt, "hat die Autobahndirektion Südbayern die geometrischen Untersuchungen weitestgehend durchgeführt. Die Lärmmessungen an der Fahrbahn wurden im Mai abgeschlossen. (...) In Verbindung mit der bereits erfolgten Nahmessung unmittelbar an der Fahrbahn kann dann der für die Lärmminderung relevante Abminderungswert für die Fahrbahnoberfläche ermittelt werden. Die Auswertung und Aufbereitung dieser Messungen wird noch einige Wochen benötigen."

Andere Messungen wurden jedoch aufgrund der Corona-Krise bisher noch zurückgestellt, wie das Ministerium weiter ausführt: "Die Lärmmessungen an Gebäuden haben wir derzeit noch zurückgestellt." Coronabedingt sei auf allen Autobahnen der Pkw- und Lkw-Verkehr vorübergehend zurückgegangen. Derzeit würde abgestimmt, wann die Messungen in der aktuellen Situation am besten stattfinden könnten, um alltagstaugliche und wirklichkeitsgetreue Messergebnisse zu erzielen. Das mit den Lärmmessungen an Gebäuden beauftragte Ingenieurbüro könne jedoch mit einem gewissen Vorlauf jederzeit starten.


Das bayerische Innenministerium kann zum jetzigen Zeitpunkt festhalten:

"Die verkehrsrechtliche Anordnung der Autobahndirektion Südbayern, die versuchsweise eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn A94 im Abschnitt von Pastetten bis Heldenstein auf 120 km/h umfasst, ist bis zum 31. Juli 2020 befristet. Daran schließt sich zur Auswertung und Bewertung ein Zeitraum von etwa drei Monaten an. 

Ziel sei es, in einer Gesamtschau mit den Messergebnissen der Straßenbauverwaltung festzustellen,

- ob und inwieweit die von den Anwohnern als übermäßig und als unzumutbar empfundenen Lärmbeeinträchtigungen auf die Spitzengeschwindigkeiten einzelner besonders schnell fahrender Fahrzeuge zurückgehen, 

- oder in der straßenbaulichen Ausführung der Fahrbahn und der Dimensionierung der straßenbaulichen Lärmschutzanlagen begründet liegen."

Coronabedingt unklar, ob Befristung ausreicht

Diese Gesichtspunkte würden von der Autobahndirektion Südbayern als Straßenbaubehörde und Straßenverkehrsbehörde geprüft. Auf Grundlage dieser Untersuchungen könnte dann in Abstimmung mit dem bayerischen Verkehrsministerium weitere Entscheidungen und erforderliche Maßnahmen entwickelt werden. 

Ob die bislang vorgesehene Befristung angesichts der coronabedingt zweitweise stark zurückgegangenen Verkehrsmengen ausreicht, lässt sich derzeit laut dem bayerischen Innenministerium noch nicht abschätzen.

mh/Bayerisches Innenministerium

Quelle: innsalzach24.de

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