Interesse an Barockmaler Balthasar Mang riesengroß

Über 100 Gäste bei Ausstellungseröffnung

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Museumsleiterin Dr. Susanne Abel und ihre Mitstreiter (v.l.n.r.) Marieberthe Hoffmann-Falk, Ernst Aicher, Kreisheimatpfleger, Hannes Roth, Diana Herrmann, Manfred Fischer, die alle im Arbeitskreis mitgewirkt haben.

Mühldorf a. Inn - Unerwartet großer Andrang herrschte vergangenen Donnerstag bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Wie kommt das Gemälde an die Wand? Balthasar Mang und seine Zeit – ein Barockmaler aus dem Landkreis Mühldorf a. Inn“.

Mehr als 100 Gäste nahmen teil. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Arbeit des Freskanten und Kirchenmalers Balthasar Mang, geboren 1720 und von 1754 bis zu seinem Tod im Jahr 1803 in Buchbach ansässig, der im Raum um Buchbach, Kraiburg und Mühldorf Decken- und Wandgemälde sowie Altarbilder in mehreren Kirchen für die Nachwelt hinterlassen hat.

Das Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn verfolgt das Wirken der Nachfahren Mangs – zwei Söhne und der Ehemann der Enkeltochter waren ebenfalls Freskanten und Kirchenmaler – bis zum Ende des 19. Jhd. weiter. Gezeigt werden neben etwa 70 kleinformatigen Skizzenblättern und Entwurfszeichnungen aus dem Nachlass Balthasar Mangs auch Werke der Söhne und Heinrich Dagns, wobei jede Malergeneration auch Porträtbilder gefertigt hat.

Zusammenarbeit ist noch ausbaufähig

Landrat Georg Huber begrüßte die Initiative von Museumsleiterin Dr. Susanne Abel zu dieser umfassenden Werkschau, die wesentliche Teile des Landkreises berücksichtige und bei deren Vorbereitung viele Mitwirkende und Leihgeber aus der Region und darüber hinaus einbezogen wurden. Bürgermeisterin Marianne Zollner und Bürgermeister Thomas Einwang teilten mit, dass Sie gerne Leihgaben beigesteuert hätten. 

Pfarrer Roland Haimerl begrüßte die Gäste im Pfarrsaal der Stadtgemeinde und verwies auf die bis heute erhaltenen Spuren, die von Balthasar Mangs d. Älteren Wirken in der benachbarten St. Nikolaus-Kirche zeugen. Heimatbund-Vorsitzender Dr. Norbert Stellner betonte, dass der Heimatbund gerne bereit sei, die Zusammenarbeit mit dem Museum deutlich wieder zu beleben

Unter welchen Lebensbedingungen entstanden die Werke?

Museumsleiterin Dr. Susanne Abel erläuterte den Ansatz der Ausstellung. Ihr sei es neben einer Zusammenführung der Werke der Mangs, Vater und Söhne, sowie Heinrich Dagns darum gegangen, das künstlerische Wirken in den historischen Kontext einzubinden. Wie sahen die Lebensverhältnisse im Zeitraum von 1720 bis 1890 aus? Welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen prägten diese Zeit? 

Balthasar Mang d. Ältere wurde als Untertan des Erzbischofs von Salzburg geboren, seine Söhne lebten – auch ohne Ortswechsel – im Kurfürstentum und Königreich Bayern, während die Enkelin Mangs und ihr Ehemann Heinrich Dagn Bürger des Deutschen Reiches waren.

Ein musikalischer Einblick in die Zeit

Einen akustischen Blick in die Zeit Mangs gaben Musiker des Symphonieorchesters Mühldorf, die mit Klarinette, Oboe, Geigen und Cello Werke von Mozart und Haydn zu Gehör brachten. Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellung konnten die Besucher sich einen ersten Eindruck von der Qualität der Entwürfe Mangs machen und unter anderem unter dem Deckengemälde der Buchbacher Kirche verweilen, dass stark verkleinert, eines der Höhepunkte der Ausstellung bildet.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Führungen und einer Exkursion zu ortsfesten Werken in Kooperation mit dem Mühldorfer Heimatbund. Führungen und Mitmach-Aktionen sind in Vorbereitung.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

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