Warten auf ein Wort Ramsauers

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Für manche das wichtigste Schild an der Autobahn, für andere nur ein Zwischenstopp: Die neue Ausfahrt Waldkraiburg/Ampfing ist Teil des Autobahnstücks, das Anfang Dezember eingeweiht wird. Nicht nur Autobahndirektionspräsident Lichtenwald hofft dabei auf ein klärendes Wort von Verkehrsminister Ramsauer. Denn derzeit ist völlig offen, wie es 2014 weiter geht.

Landkreis Mühldorf - Am 3. Dezember wird die Autobahn zwischen Heldenstein und Ampfing eröffnet. Wie es mit dem Autobahnbau weiter geht, weiß allerdings niemand

Wenn am 3. Dezember die Autobahn zwischen Heldenstein und Ampfing eröffnet wird, schauen alle erwartungsvoll auf Verkehrsminister Peter Ramsauer. Denn bislang weiß niemand, wie es mit dem Autobahnbau weiter geht.

Paul Lichtenwald, Präsident der Autobahndirektion, macht klar: "Ich hoffe, dass die Politiker klare Aussagen treffen. Denn wie es weiter geht, weiß ich noch nicht." Für dieses und das kommende Jahr steht der Autobahndirektion Geld für Vorwegmaßnahmen zur Verfügung, 53 Millionen Euro, die 2013 ausreichen, um Bodenuntersuchungen durchzuführen oder die Trasse zu roden. Mit der Summe ist aber weder die Ausschreibung noch der Bau des Abschnitts zwischen Pastetten und Heldenstein möglich.

Um den vorgesehenen Zeitplan bis 2018 einhalten zu können, muss die Autobahndirektion dringend weiter planen, macht Lichtenwald klar. Je länger der Abschnitt ist, desto umfangreicher sind die Vorarbeiten und die Ausschreibungsmodalitäten, "desto länger brauchen wir". Ziel ist es nach wie vor, den Abschnitt zwischen Pastetten und Heldenstein in einem Zug bis 2018 zu bauen und aus Verkehrsgründen auf Zwischenschritte zu verzichten.

335 Millionen Euro soll dieser Abschnitt laut Lichtenwald kosten, Geld, das der Bund in Raten zur Verfügung stellen muss. Lichtenwald setzt darauf, dass bei der Eröffnung, an der neben Ramsauer auch ein bayerischer Kabinettsvertreter teilnehmen wird, Licht ins Dunkel kommen wird.

Dieses Licht gibt es derzeit schon im Ampfinger Tunnel, der nachts hell erleuchtet ist. Probebetrieb nennen das die Autobahnplaner, bei dem die Funktionen des Tunnels getestet werden. Vor allem dafür, aber auch für restliche Arbeiten, hat die Autobahndirektion noch knapp sechs Wochen veranschlagt. Danach dürfen am Nachmittag des 3. Dezember die Teilnehmer der Eröffnungsfeier als Erste über das neue Autobahnstück fahren. Es ist 4,3 Kilometer lang und hat 70,2 Millionen Euro gekostet. Von August 2009 bis Dezember 2012 haben die Baufirmen an dem Stück gearbeitet, sie liegen laut Lichtenwald damit genau wie die Kosten im Rahmen der Planungen.

Am Dienstag, 4. Dezember, wird das Stück dann nach den letzten Arbeiten für den Verkehr freigegeben. Bis zur nächsten und Richtung München letzten Verkehrsfreigabe wird es dann mehr als fünf Jahre dauern. Fall der Bund genügend Geld zur Verfügung stellt.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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