Landkreis tauscht Straßenausbau

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Die Kreisstraße Mü 21 zwischen Weidenbach und Stefanskirchen wird in diesem Jahr für rund 450.000 Euro saniert.

Mühldorf - Weil der Ausbau der Kreisstraße Mü20 in diesem Jahr nicht erfolgen kann, wird jetzt kurzerhand eine andere Kreisstraße saniert: die Mü21.

Der Landkreis Mühldorf wird im diesem Jahr die Kreisstraße Mü21 zwischen Weidenbach und Stefanskirchen auf einer Länge von rund acht Kilometern sanieren. Diese Maßnahme wird um ein Jahr vorgezogen. Sie ist eine Ersatzmaßnahme, da der geplante Ausbau der Mü20 in diesem Jahr nicht erfolgen kann.

Der Landkreis Mühldorf wollte im Rahmen seines Investitionsplans in diesem Jahr die Kreisstraße Mü20 (Bahnhofsstraße Waldkraiburg) ausbauen. Für die Bahnübergangs-Beseitigung im Zuge der Staatsstraße 2091 legte das zuständige Staatliche Bauamt Rosenheim dem Landkreis eine Planskizze vor, die entscheidende Auswirkungen auf die Linienführung und dem Straßenquerschnitt der Kreisstraße Mü20 haben wird.

Diese Skizze kam aber erst, nachdem der Landkreis seine Straßenbau-Investitionen schon beschlossen hatte. Landrat Georg Huber teilte dem Kreistag mit, dass aufgrund dieser Tatsache eine Umsetzung der bisherigen Planung zur Erneuerung der Kreisstraße Mü20 im Augenblick nicht zielfördernd sei.

Der Landkreis will warten, bis die Straßenbauverwaltung eine endgültige Entscheidung über die Bahnübergangs-Beseitigung getroffen hat. Diese Entscheidung hat massive Auswirkungen auf die künftige Linienführung der Staatsstraße 2091 und damit auch auf die zukünftige Gestaltung der Kreisstraße Mü20 sowie deren Anschluss an die Staatsstraße.

Die endgültige Entscheidung, so das Bauamt in Rosenheim, kann fühestens nach Abschluss der derzeit laufenden Verkehrsuntersuchungen im Mai dieses Jahres erfolgen. "Erst nach Festlegung, wann, wo und in welchem Umfang die Staatsstraße 2091 neu trassiert wird, können die Planungen zum Ausbau der Kreisstraße Mü20 weiter fortgeführt werden", erklärte der Landrat.

"Um keinen weiteren Investitionsstau bei der Sanierung unserer Kreisstraßen entstehen zu lassen, werden regelmäßig für den Fall des Wegfalls eines Pojekts, das im Haushalt vorgesehen ist, weitere Straßenbauprojekte rein vorsorglich zu Förderung bei der Regierung von Oberbayern eingereicht", erläuterte Geschäftsbereichsleiter Herbert Hoch.

Für den Landkreis-Haushalt 2013 ist die Oberbauverstärkung der Kreisstraße Mü21 zwischen Weidenbach und Stefanskirchen auf einer Länge von rund acht Kilometern vorgesehen. Die Kosten dieser Maßnahme belaufen sich auf 450.000 Euro. Der Eigenanteil des Landkreises beträgt rund 295.000 Euro. Die restlichen Gelder steuert der Freistaat Bayern an Zuschüssen bei. Die 295.000 Euro, die der Landkreis übernehmen muss, sind um 185.000 Euro höher, als für den Ausbau der Mü20 vorgesehen ist. Die Differenz, so Hoch, wird abgedeckt durch den Wegfall der Maßnahme Mü20 sowie durch Einsparungen bei den laufenden Baumaßnahmen während des Haushaltsjahres 2012 und durch bereits absehbare Einsparungen bei dem Streusalzverbrauch durch den bisher milden Winter.

Kreisrat Oskar Rau sprach sich gegen diese Maßnahme aus. "Wir sollten diese Gelder einsparen und zur Schuldentilgung verwenden", erklärte er. Für den Ausbau sprach sich Kreisrat Siegfried Höpfinger aus. "Diese Kreisstraße ist in einem sehr schlechten Zustand. Wenn wir diese Maßnahme jetzt nicht machen, dann werden die Sanierungskosten im nächsten Jahr noch höher", argumentierte Höpfinger. Gegen die Stimmen von Oskar Rau und Dr. Georg Gafus beschloss der Kreistag diese Straßenbaumaßnahme durchzuführen.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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