Lösung für volle "Rute" gefordert

+
Bei drei Zählungen von Stefan Högenauer, Dr. Winfried Weiß und Egon Barlag (von links) hatten sehr viele Fahrzeuge eine Dauer-Parkgenehmigung der Gemeinde an der Scheibe.

Haag - Der Parkplatz an der Rute ist zum großen Teil von Dauerparkern belegt. Das ergaben Stichproben von drei Haager Gemeinderäten. Die fordern nun die schon länger geplante Erweiterung.

Im Mai 2011 eröffnete die Gemeinde zusammen mit den Gewerbetreibenden die neuen Parkflächen: 42 Stellplätze am Bürgersaal und 70 an der Rute. Die Plätze wurden neu gestaltet, mit Bordstein eingerahmt, begrünt, mit einer Elektrotankstelle und der damals modernsten Beleuchtung versehen. Das Parken im Zentrum an der Rute wurde auf zwei Stunden beschränkt. Vor allem die Kunden der Geschäfte sollten die neuen Stellplätze nutzen.

Schon vor der endgültigen Fertigstellung waren einige Plätze an der Rute belegt, was die Nachfrage unterstrich. Die Vertreter des Werberings "Haag aktiv" und Bürgermeister Hermann Dumbs waren überzeugt, das Zentrum habe damit eine Aufwertung erfahren.

Dann aber mehrten sich die Stimmen, man finde an der Rute keinen Parkplatz. Er sei immer belegt. "Bürger und Geschäftsleute haben sich beschwert", berichten Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU), Dritter Bürgermeister Egon Barlag (Freie Wähler Haag) und Stefan Högenauer (CSU), die der Sache auf den Grund gehen wollten. An drei Tagen im Oktober, November und Januar führten sie Stichproben durch und zählten die Verhältnisse am Parkareal.

Die Durchschnittswerte ergaben nun, dass von 65 Plätzen 58 stets belegt waren. Zehn Prozent davon hatten eine Parkscheibe, wie ursprünglich vorgesehen. 17 Prozent parkten ohne Scheibe. 29 Prozent wiesen eine Dauerparkberechtigung auf, 44 eine Abstellerlaubnis durch das Krankenhaus. "Das bedeutet, nur zehn Prozent der Parkenden nutzen den Parkplatz wie vorgesehen mit Parkscheibe zur Begrenzung der Parkdauer", folgerte Dr. Winfried Weiß.

"Die Situation läuft dem Zweck und den ursprünglichen Zielen deutlich zuwider", stellte Egon Barlag fest. Daraus wollen die drei nun Konsequenzen ziehen und über eine Anfrage an Bürgermeister Hermann Dumbs eine Änderung erzielen.

Zunächst sei zu klären, wie viele Dauerparkberechtigungen allgemein und wie viele für die Mitarbeiter der Klinik Haag ausgegeben worden seien. "Das Baureferat kann darüber keine Angaben machen", so Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß. Zu klären sei auch, ob die Dauerparkberechtigung etwas kostet.

Mit der Maßnahme wollen die drei die Dauerparker aber nicht "verscheuchen". Sie erinnern an das bereits bei der Instandsetzung angesprochene Konzept, das es nun zu verwirklichen gelte: Das angrenzende Gartengrundstück, das sich bereits im Besitz der Gemeinde befindet, soll ganz speziell den Dauerparkern zur Verfügung gestellt werden. Dazu müsse es nur etwas hergerichtet werden, was durch Aufkiesen auch "relativ schnell und kostengünstig" umzusetzen sei. Das Areal sei dann über eine Schranke abzusperren und nur den Dauerparkern zugänglich zu machen. Die Finanzierung soll über eine monatliche Gebühr erfolgen, schlagen die drei Gemeinderäte vor.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Haager Land

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser