Doch ein Wettbewerb für den Rathausbau

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Besonders markant war es noch nie, das Maitenbether Rathaus, nun ist auch noch Schimmelbefall zu beklagen. Ein Neubau am Kirchplatz soll her. Wie der aussieht, soll ein Architektenwettbewerb zeigen.

Maitenbeth - Die Gemeinde Maitenbeth benötigt dringend ein neues Rathaus. Die Wände im Keller sind feucht und inzwischen hat sich dort bereits Schimmel gebildet.

Bürgermeister Josef Kirchmaier fühlt sich für die Gesundheit seiner Mitarbeiter verantwortlich. Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung berichtete er besorgt über den Zustand des Rathauses.

Der Standort für ein neues Rathaus ist klar. Es soll möglichst im Zentrum von Maitenbeth auf dem dortigen gemeindeeigenen Grundstück gebaut werden. Ein Architektenwettbewerb soll die dazu passenden Entwürfe liefern.

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Nachdem die Gemeinderäte aber bislang noch nicht von einem solchen Wettbewerb überzeugt waren, hatte Kirchmaier diesmal einen Vertreter der Architektenkammer zur Sitzung eingeladen. Ein Architektenwettbewerb sei für eine kleine Gemeinde wie Maitenbeth zu hochtrabend, so die Befürchtung. Außerdem soll kein hochmodernes Architektenbauwerk in Maitenbeth entstehen.

Oliver Voitl von der Architektenkammer sprach klare Worte: "Ohne den Architektenwettbewerb oder ein Plangutachten gibt es keine Förderung für die geplante Kirchplatzgestaltung." Der Architektenwettbewerb ist die günstigste Variante. "Die Gemeinde erhält für wenig Geld viele Lösungen", so Oliver Voitl. Zudem fördert die Regierung von Oberbayern das Wettbewerbsverfahren mit 60 Prozent. Für den Bau des Rathauses selbst gibt es derzeit allerdings keine Fördermöglichkeiten.

Für den Architektenwettbewerb gibt die Gemeinde die Eckpunkte für das Bauwerk und ein Raumprogramm vor. Auch eine Preisgrenze für die Baukosten könne vorab festgelegt werden. Je genauer diese Vorgaben seien, umso zufriedener werde die Gemeinde mit den Entwürfen sein. Die Entscheidung über die Gewinner des Wettbewerbs trifft eine Jury, die aus Vertretern der Gemeinde und der Regierung besteht.

Das gesamte Verfahren werde zudem von einem beauftragten Architekten betreut. So sei die Gemeinde von Anfang an Herr des Verfahrens. Die Ausführungen Voitls konnten den Gemeinderat von der Notwendigkeit des Architektenwettbewerbs überzeugen, sodass ein einstimmiger Beschluss gefasst wurde. Begonnen werden könnte mit dem Verfahren bereits nach der Sommerpause.

ret/Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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