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Flucht vor dem Krieg

Geflüchtete Ukrainer in Maitenbeth angekommen

Endlich in Sicherheit: Evgeniy, Wladislav, Evgenia, Yaroslav, Olga und Nikita, Mitglieder aus Familien, die von Kiew und Odessa aus bis nach Maitenbeth geflüchtet sind.
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Endlich in Sicherheit: Evgeniy, Wladislav, Evgenia, Yaroslav, Olga und Nikita, Mitglieder aus Familien, die von Kiew und Odessa aus bis nach Maitenbeth geflüchtet sind.

Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind in Maitenbeth angekommen – was sie jetzt dringend benötigen.

Maitenbeth – Die Flüchtlingswelle aus der Ukraine ist mittlerweile auch in Maitenbeth angekommen. Der private Besitzer eines leer stehenden Einfamilienhauses hat in Straßmeier vier Familien aus Kiew und Odessa aufgenommen. Sie waren tagelang unterwegs – und sind nun endlich in Sicherheit.

Mit Oma und kleinen Kindern unterwegs

Ein Mann, sieben Frauen, drei kleine Kinder und die 81-jährige Großmutter waren mit drei Pkw am 2. März aufgebrochen und hatten am Sonntag, 6. März, ihren jetzigen Zufluchtsort erreicht. Da die meisten weder Englisch noch Deutsch sprechen, sind die Helferinnen und Helfer auf Übersetzungsprogamme angewiesen, um sich wenigstens einigermaßen verständigen zu können. Auf die Frage, warum nur ein Mann unter den Flüchtlingen ist, kam die Antwort, Männer dürften nicht ausreisen. Der einzige konnte nur mit einem Kind auf dem Arm das Land verlassen.

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Alle stellen sich nach Informationen ihrer Helfer darauf ein, dass sie lange in Deutschland werden bleiben müssen. Sie betonen aber auch, dass sie wieder zurückkehren möchten in ihre Heimat – sobald es möglich ist. Wichtig sei es jetzt, möglichst schnell die deutsche Sprache zu lernen. Die Familien suchen nach entsprechenden Angeboten. Groß ist die Hilfsbereitschaft in Maitenbeth.

Bürger spendeten Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und Möbel sowie boten Hilfe an. Wenn jetzt noch etwas benötigt werden sollte, dann werde dies ganz gezielt organisiert, denn viele Bürgerinnen und Bürger ständen zur weiteren Hilfe bereit. Der Hausbesitzer, seine Mutter und seine Frau hatten bis zur Ankunft der Flüchtlinge am Sonntag nahezu durchgehend im Gebäude alles auf Vordermann gebracht. Sie empfangen die Gäste mit warmem Essen und Getränken. Vorerst sind die Betroffenen gut versorgt, heißt es aus dem Umfeld des Hauseigentümers.

Das bestätigt auch Maitenbeths Bürgermeister Thomas Stark. Ihr Zufluchtsort sei gut ausgestattet. Was die Flüchtlinge derzeit benötigen würden, sei die Möglichkeit, „zur Ruhe zu kommen und sich erst einmal zu sammeln und zu sortieren“.

Erschöpft und in großer Sorge

Sie seien erschöpft und emotional aufgewühlt sowie in großer Sorge um alle jene Verwandte, Bekannte und Freunde, die sich noch im Kriegsgebiet befinden würden. Die Gemeindeverwaltung Maitenbeth habe die Familien bereits empfangen und unterstütze sie umfänglich. Momentan sind die Flüchtlingsfamilien dabei, sich registrieren zu lassen. Dann erfolgt eine zentrale Erfassung und Koordination über das weitere Vorgehen durch das Landratsamt Mühldorf.

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