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Ein Baugebiet ist 18.000 Quadratmeter groß

In Maitenbeth jagt ein Bauprojekt das nächste - das sind die Details

Bürgermeister Thomas Stark
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Bürgermeister Thomas Stark

Corona ließ auch in Maitenbeth die Bürgerversammlungen 2020 und 2021 ausfallen. Die Präsentation war im vergangenen Jahr allerdings bereits vorbereitet. Unsere Heimatzeitung nennt die wichtigsten Zahlen, Fakten und Projekte.

Maitenbeth – Aufgrund der Corona-Maßnahmen fand in Maitenbeth wie in anderen Gemeinden auch keine Bürgerversammlung statt. Für 2020 „war das aufgrund der Entwicklung eh klar“, erinnert sich Bürgermeister Thomas Stark (Bürgerliste) im Gespräch mit unserer Zeitung, aber für 2021 war sie geplant, ist dann aber abgesagt worden.

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Die Ausgaben für die Kindertagesstätte steigen laufend, das sei zum einen der Übernahme der Verwaltung aus dem Kindergartenverbund geschuldet und zum anderen der zwei Millionen Euro teuren Erweiterung um weitere zwei Gruppen. Aktuell kommt der laufende Betrieb auf 914.000 Euro, so der Bürgermeister. Das wird von der Landesregierung mit 562.000 Euro unterstützt, hinzukommen einmalig 1,4 Millionen Euro Zuwendung für die Erweiterung. 71 Kindergartenkinder, 21 Krippenkinder und 31 Schulkinder werden in diesem Gebäude von 20 Mitarbeiterinnen betreut. Die Vergrößerung „war notwendig, denn die zweite Krippe ist auch schon wieder voll“, teilt der Bürgermeister mit.

Wohin mit den Schülern beim Umbau der Schule?

Die Schule hat mittlerweile Glasfaseranschluss, nun steht deren Sanierung bevor. Der Brandschutz, ein Aufzug im Eingangsbereich für Barrierefreiheit, neue Fenster, eine zeitgemäße Elektroinstallation, teilweise neue Böden und neue Farben stehen auf der Agenda. Ob wieder eine Gasheizung installiert wird oder eine andere ist noch offen. Im besten Fall starten die Arbeiten in den kommenden Sommerferien. Spannend wird es, wie in dieser Zeit der Unterricht weitergeht. Im Gespräch ist die Nutzung des Rechtmehringer Schulhauses oder der Umzug in Container, aber „das wäre aber die teuerste Variante“, so Bürgermeister Stark. Der Zeitrahmen von einem Jahr ist eng gesetzt.

Die 460 Meter lange Straße zum Bau- und Wertstoffhof ist für rund 400.000 Euro ausgebaut, vorher war das ein schmaler staubiger Kiesweg. Jetzt ist durch eine Verbreiterung auch Begegnungsverkehr möglich. Bezuschusst wird das mit 160.000 Euro. Als nächstes steht die Vermessung an und damit stehen die endgültigen Kosten fest, so der Bürgermeister.

In der Entstehung sind zwei neue Baugebiete. „Am Schmiedsee“ ist 18.000 Quadratmeter groß, liegt in Marsmeier und ist bereits erschlossen. Fünf der zwölf Parzellen gehen im Einheimischenmodell weg, die Vergabe erfolgt jetzt. „Wir hätten 30 vergeben können“, fasst Bürgermeister Stark zusammen, so groß sei die Nachfrage. Das zweite Baugebiet „Schellenberg Ost“ soll mit Platz für 16 Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser im Frühjahr erschlossen sein. Durch die Hanglage ist ein Sickerbecken fürs Regenwasser erforderlich. So gut wie alle Parzellen vergibt hier die Gemeinde, die Bewerbung dafür läuft an. Zur Vergabe dieser und künftiger Grundstücke verfügt die Gemeinde nun über ein Ansiedlungsmodell, das nach Punkten arbeitet.

Die Feuerwehr erhält voraussichtlich im Frühjahr ihr neues TLF 3000 als Ersatz für ein altes Auto, der Liefertermin hat sich verzögert. Bedingt durch die neue Autobahn habe sich die Zahl der Einsätze deutlich auf ein knappes Drittel verringert, stellt Stark fest.

Der Wasserpreis ist aktuell um 17 Cent gestiegen, ein Kubikmeter kostet jetzt 1,35 Euro. Bedingt sei diese Neukalkulation durch Investitionen in Steuerungsanlagen und dadurch, dass ein neuer Brunnen bei Edgarten gebohrt wird. Zudem muss sich die Wasserversorgung selbst tragen und alle vier Jahr neu kalkuliert werden. Weitere Ausgaben zur Unterhaltung des Leitungsnetzes seien jetzt schon absehbar, so das Gemeindeoberhaupt.

Investitionen und eine Sanierung benötigt auch das Abwassernetz. Eine Kanalbefahrung ist abgeschlossen und liefert Ergebnisse über den Zustand. Die Abwässer aus Maitenbeth fließen nach Haag, dort steigen die Kosten durch die aufwändigere Behandlung des Klärschlamms; auch das fließt in die Neukalkulation ein, die noch heuer erfolgen soll.

Zahlen und Fakten aus Maitenbeth

In der Gemeinde Maitenbeth leben aktuell 2058 Menschen, davon sind die Frauen mit 1007 leicht in der Unterzahl. Hinzu kommen noch 110 Bürger mit Nebenwohnsitz. Von allen haben insgesamt 2053 die deutsche Staatsbürgerschaft. Im vergangenen Jahr sind 66 Menschen in die Gemeinde gezogen, 83 gingen fort. 14 wurden geboren und genau so viele sind auch gestorben. Es gab elf Hochzeiten.

Der Schmiedsee gibt dem entstehenden Neubaugebiet in Maitenbeth seinen Namen.

Der Verwaltungshaushalt kam auf ein Volumen von 3,85 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt erreichte 2,76 Millionen Euro. Die bedeutendste Einnahme ist die Einkommensteuerbeteiligung mit 1,4 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer beträgt 771.000 Euro. Rückläufig sind erfreulicherweise die Schulden mit 904.000 Euro. Sinken sollen die innerhalb dieses Jahres auf 830.000 Euro.

Auf der Ausgabenseite befinden sich Umlagen. Die größte ist die Kreisumlage mit 1,15 Millionen Euro. Die Verwaltungsgemeinschaft mit Rechtmehring kostet 301.000 Euro, der Schulverband mit Rechtmehring 121.000 Euro und der Schulverband mit Haag 73.000 Euro.

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