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Nachruf

Maitenbeth trauert um langjährigen Gemeinderat Sebastian Rapolder (94)

Sebastian Rapolder
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Sebastian Rapolder

Sebastian Rapolder aus Maitenbeth war ein Familienmensch, ein großer Fußballfan und ein engagierter Gemeinderat. Im Kreise seiner Familie verstarb der letzte verbliebene Kriegsteilnehmer der Gemeinde, der im Alter von 17 Jahren vom Militär eingezogen worden war.

Maitenbeth – Ein erfülltes Leben ist zu Ende gegangen, als der im Alter von 94 Jahren verstorbene Sebastian Rapolder auf dem Maitenbether Kirchenfriedhof seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Pfarrer Wolfgang Brinkmann aus Hamm, ein langjähriger Freund der Familie, zelebrierte die Trauerfeier und ließ mit bewegenden Worten das Leben des Verstorbenen noch einmal Revue passieren. Die Blaskapelle Albaching verlieh dem Abschied auf dem Friedhof einen würdigen musikalischen Rahmen. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft und die Feuerwehr ehrten ihr langjähriges Mitglied mit ihren Fahnenabordnungen.

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Mit Sebastian Rapolder wurde der letzte verbliebene Kriegsteilnehmer aus Maitenbeth zu Grabe getragen. Zweiter Bürgermeister Thomas Köpernik würdigte am Grab seine Verdienste als langjähriger Gemeinderat und legte als Dank und Anerkennung einen Kranz nieder.

Sebastian Rapolder wurde am 28. März 1927 in den Nachkriegswirren des Ersten Weltkrieges in Au geboren, ist aber schon im frühen Säuglingsalter nach Maitenbeth/Niesberg gekommen. Zur Schule gegangen ist er in Maitenbeth, anschließend war er kurz in Oberholz bei einem Bauern tätig, ehe er mit 17 Jahren zum Militär eingezogen wurde. Nach vier Jahren Kriegsgefangenschaft in Jugoslawien ist er im Dezember 1948 heimgekehrt. Schon Anfang 1949 begann er beim Straßendienst zu arbeiten und blieb dort bis zu seinem Renteneintritt im Jahre 1990.

Im Jahr 1955 heiratete er in Birkenstein seine Frau Maria. Sechs Kinder kamen zur Welt, von denen er das älteste im Jahr 1967 durch eine schwere Krankheit verlor. Doch zunächst kam der Frischvermählte mit seiner Frau kurze Zeit in Schnaupping unter, ehe sie sich 1957 in Niesberg ein Eigenheim gebaut haben.

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Im Juni dieses Jahres musste er Abschied von seiner Frau nehmen und lebte seitdem liebevoll umsorgt von seinen Kindern zurückgezogen in seinem Eigenheim.

Der „Fleig-Wast“, wie er oft genannt wurde, hat sich große Verdienste um die Gemeinde Maitenbeth erworben und war von 1960 bis 1978 unter den Bürgermeistern Steinweber und Ober 18 Jahre lang Gemeinderat.

Gemeinsam mit seiner Frau war er früher viel in den Alpen beim Wandern unterwegs, besuchte regelmäßig Südtirol und unternahm viele Busreisen, die ihn in viele Teile Europas geführt haben.

Über viele Jahre hinweg war Fußball und hier insbesondere der FC Maitenbeth sein großes Hobby. Es gab kaum ein Spiel, das er nicht gesehen hat, egal ob bei den Senioren oder bei den Junioren, egal ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein, egal ob zu Hause oder auswärts. Auch bei den Nachbarvereinen war ein allseits bekannter und gern gesehener Zuschauer.

Die Spiele des FC Bayern München hat er bis zuletzt als leidenschaftlicher Fan am Fernseher verfolgt. Auch am Kartenspielen, insbesondere beim Schafkopfen, hatte Sebastian Rapolder viel Spaß, war ein echter Könner, ein gern gesehener Mitspieler und spielte regelmäßig und gerne.

Zuletzt genoss er es immer mehr, seine Zeit zu Hause im Kreise seiner Familie verbringen zu dürfen, wo er am 6. Dezember friedlich eingeschlafen ist. Fünf Enkel und drei Urenkel trauerten um ihren Großvater.

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