Mehr Züge und zwei offene Wünsche

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Wenn am Bahnhaltepunkt der Zug aus Rosenheim hält, stehen auch am Bahnübergang an der Staatsstraße die Autos in der Warteschlange.

Waldkraiburg - Die Verbesserungen auf der Strecke Rosenheim-Mühldorf stellte Matthias Krause, Marketingleiter der Südostbayernbahn (SOB), jetzt im Stadtrat vor.

Fragen zum Fahrkartenverkauf in Waldkraiburg und zu den langen Wartezeiten am beschrankten Bahnübergang auf der Staatsstraße 2091 kam er dabei nicht aus.

Von Montag bis Freitag erreicht die SOB zwischen Rosenheim und Mühldorf dank zusätzlicher vier Züge nahezu Stunden-Takt. An Wochenenden bietet sie einen Zwei-Stunden-Takt auf dieser Strecke. Wie Matthias Krause weiter berichtete, ist dies durch Millioneninvestitionen in den vergangenen Jahren möglich geworden. Zwei Drittel der Strecke lassen nach einer Sanierung eine Geschwindigkeit von 120 Kilometern in der Stunde zu. Zehn Bahnübergänge wurden den Anforderungen angepasst. An der Fachhochschule Rosenheim wurde eine zusätzliche Haltestelle geschaffen.

Bürgermeister Siegfried Klika begrüßt diese Verbesserungen, konfrontierte den SOB-Vertreter gleichzeitig aber mit einem bisher unerfüllten "Weihnachtswunsch der Stadt Waldkraiburg". Klika appellierte an Krause, in der größten Stadt im Landkreis wieder einen Fahrkartenschalter einzurichten oder doch eine Fahrkartenausgabe zu schaffen. Seitdem ein Reisebüro den Fahrkartenverkauf aus Kostengründen aufgegeben hat, gebe es erhebliche Schwierigkeiten, vor allem bei überregionalen Verbindungen. Ein Fahrkartenverkauf am Schalter sei ein "großes Anliegen der Bürgerschaft".

Einen neuen personenbedienten Fahrkartenverkauf durch die SOB schloss Krause aus. Er verwies auf die Fahrkartenautomaten und das Internet, die immer stärker angenommen werden. Allerdings stellte der Marketingleiter in Aussicht, dass die Südostbayernbahn so wie bereits in Schwindegg auch in Waldkraiburg den Verkauf über eine Agentur bezuschusst.

Stadtrat Gustl Schenk machte auf die langen Wartezeiten vor dem Bahnübergang an der Staatsstraße aufmerksam. "Mit dem Stundentakt wird das noch schwieriger", so seine Befürchtung. Deutlich länger sind die Wartezeiten, wenn Züge aus Richtung Rosenheim kommen.

Sicherheitsvorgaben nannte Krause als Grund dafür, dass sich die Schranke bereits beim Einfahren des Zuges aus Richtung Rosenheim in den Waldkraiburger Bahnhof senkt. Ob eine Veränderung möglich ist, musste er offen lassen. Allerdings deutete auch Waldkraiburgs Verkehrsreferent Rainer Zwislsperger an, dass da wohl kaum etwas zu machen ist. Der Feuerwehrmann, der bei Einsätzen mit der Waldkraiburger Wehr schon bis zu viereinhalb Minuten vor der Schranke gewartet hat, hatte vom Eisenbahnbundesamt die Auskunft erhalten, dass diese Regelung eine Sicherheitsmaßnahme für den Fall sei, dass beim einfahrenden Zug die Bremse nicht greift.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: innsalzach24.de

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