Mühldorf: "Wir bilden einen Landkreis"

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Staatssekretär Bernd Sibler mit Landrat Georg Huber

Mühldorf - Staatssekretär für Schule und Kultus Bernd Sibler war am Dienstag in Mühldorf, um sich ein Bild vom Projekt "Lernen vor Ort" zu machen - und war "zurecht neugierig"

Erst seit 14 Tagen im Amt, war Staatssekretär Bernd Sibler am Dienstag sehr neugierig, zu erfahren, was der Landkreis in Sachen Bildung so alles tut. In der Grundschule Mühldorf-Altmühldorf stellten Landrat Huber, Bürgermeister Knoblauch und zahlreiche Verantwortliche unter anderem von Schulamt und IHK das regionale Bildungsprogramm "Lernen vor Ort" vor. Dieses richtet sich vor allem an die sogenannten Übergänge, also die Wechsel beispielsweise von der Grundschule aufs Gymnasium. Die Frage, wie aus einem Schul-Bruch ein fließender Übergang gemacht werden kann, gilt es hier zu klären.

Staatssekretär Bernd Sibler in Mühldorf

Übergang KiTa - Grundschule

Zu diesem Ziel hat es eine groß angelegte Befragung der Eltern im Landkreis gegeben. Unter dem Motto "Den Übergang im Blick. Wir fragen die Eltern." Gefragt wurden die, deren Kinder vor einem Übergang stehen. Der Katalog - mein ein "Heft", wie die Verantwortlichen zugaben - wurde von fast 60  Prozent der betroffenen Eltern ausgefüllt. Ein erstes Ergebnis, das hieraus abzuleiten war: Die Eltern holen sich wichtige Informationen in Sachen Schule hauptsächlich von der Schule und im direkten Austausch mit den Erziehern und Lehrern.

Ergebnisse wie diese werden in Regionalkonferenzen, bestehend aus Lehrkräften und Erziehern, vorgestellt und diskutiert und sollen Grundlage für ein besseres Übergangs-System für Schüler und Schulen bilden.

Übergang Schule - Beruf

Auch der optimale Start in die Berufswelt ist ein Kernthema des Bildungsprogramms. Zur Berufsorientierung in den Mittelschulen im Landkreis gibt es zahlreiche Ansätze. Ein großes Thema sind hier Praktika, praxisorientierter Unterricht sowie die Beratung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Natürlich werden die Jugendlichen auch bei der Vorbereitung und Durchführung von Bewerbungsgesprächen unterstützt.

Übergang Grundschule - Gymnasium

 "Uns ist es wichtig, die Schwellen niedrig zu halten", betonte Anselm Räde, Schulleiterin des Ruperti-Gymnasiums in Mühldorf. Auch hier steht wieder der Austausch zwischen Grundschul- und Gymnasiallehrern im Vordergrund. Aber auch die Eltern sollen verstärkt miteinbezogen werden. Einmal im Jahr treffen sich Workshops aus Lehrern und Projektleitern und erarbeiten gemeinsame Ziele. Gezielt an die Grundschüler gerichtet sollen mehr Berührungspunkte angeboten werden. So zum Beispiel ein Tag der offenen Tür und eine Schnupperwoche. Auch die Eingewöhnungsphase der neuen Fünftklässler soll unter anderem durch spezielle Tutoren aus den höheren Klassenstufen erleichtert werden.

Übergang Grundschule - Realschule

Das Projekt Kleeblatt hat sich für die Realschule Haag ähnliche Ziele gesetzt. Auch hier werden Tutoren eingesetzt, auch hier setzt man verstärkt auf den Austausch zwischen Lehrern aus verschiedenen Schularten und zwischen den Eltern. Stichwort hier: "der Blick über den Zaun". Außerdem geht es aber darum, bestimmte Fächer schulartübergreifend zu gestalten - um den Wechsel zwischen den Schulen zu erleichtern, aber auch, damit in den Grundschulen der selbe aufbauende Stoff in allen danach folgenden Schularten greifen kann. Wichtig ist es laut Schulleiter Wilhelm Kürzeder auch, mehr Verständnis für Schüler zu entwickeln und Respekt vor der Arbeit der Lehrerkollegen zu haben.

"Ich war zurecht neugierig"

Am Ende der Ausführungen - und nach einem Besuch in einer zweiten Klasse der Grundschule Mühldorf-Altmühldorf - war Staatssekretär Bernd Sibler beeindruckt von dem, was der Landkreis hier für die Bildung leistet: "Ich sichere hiermit verbindlich zu, dass Sie alle sich jederzeit ans Ministerium wenden können. Der Austausch von Mensch zu Mensch ist und bleibt hier eine der wichtigsten Aufgaben." Alle gemeinsam haben sich ein hohes Ziel gesetzt, welches es gemeinsam zu erreichen gilt: "Das lebenslange Lernen ermöglichen."

ds

Quelle: innsalzach24.de

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