Diese Politiker vertreten die Region

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Im Deutschen Bundestag sitzen künftig Stephan Mayer, Tobias Zech und Julia Bartz (oben, von links). Im Landtag vertreten sind ab der neuen Legislaturperiode Dr. Marcel Huber, Ingrid Heckner, Dr. Martin Huber und Günther Knoblauch (unten, von links).
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Mühldorf/Altötting - Gleich sieben Abgeordnete in Landtag und Bundestag kommen in der neuen Legislaturperiode aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting.

Erststimmenkönige, Nachwuchshoffnungen und ein erfahrener Bürgermeister: Die Liste der Abgeordneten aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting in Landtag und Bundestag ist in der neuen Legislaturperiode außergewöhnlich lang. Zu den drei direkt gewählten Abgeordneten gesellen sich gleich vier Politiker, die es über einen Listenplatz ins Parlament geschafft haben.

Knoblauch rückt für Ude nach

Günter Knoblauch (SPD)

Eigentlich knapp am Einzug in den Landtag vorbeigeschrammt war Mühldorfs Erster Bürgermeister Günther Knoblauch (SPD). Er belegte Rang 16 unter den Listenkandidaten der SPD in Oberbayern, doch nur für die ersten 15 gab es einen Sitz im Landtag. Nachdem aber Münchens OB Christian Ude auf sein Mandat verzichtet hatte, war der Weg frei für den Mühldorfer Bürgermeister. Dieser war im Nachbarlandkreis Altötting als Direktkandidat angetreten und holte immerhin 21,5 Prozent der Erststimmen - eine klare Verbesserung zum Ergebnis von Direktkandidat Günter Zellner bei der Landtagswahl 2008.

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Entscheidend für Knoblauchs Erfolg waren aber auch die 5606 Zweitstimmen. Die meisten davon (4581) holte er in seinem Heimatstimmkreis Mühldorf. Im Gespräch mit innsalzach24 zeigte sich Knoblauch überzeugt, dass er nur mithilfe des Wechsels in den Stimmkreis Altötting ins Parlament einziehen konnte. "Nur so war es möglich", so der Bürgermeister, der noch bis zur konstituierenden Sitzung des Landtags am 7. Oktober im Amt bleiben wird.

Ein Erststimmenkönig für jedes Parlament

Dr. Marcel Huber (CSU)

Bei den Direktkandidaten setzten sich bei beiden Wahlen die Favoriten durch - und das mehr als souverän. Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber (CSU) erreichte in seinem Stimmkreis Mühldorf wie schon 2008 das beste Ergebnis aller Kandidaten. Mit 63,1 Prozent der Erststimmen war er noch vor Ministerpräsident Horst Seehofer (61,5 Prozent) Bayerns Stimmenkönig.

Stephan Mayer (CSU)

Bei der Bundestagswahl tat es ihm Stephan Mayer (CSU) gleich. Mit einem Traumergebnis von 65,77 Prozent in seinem Wahlkreis Altötting schaffte Mayer zum vierten Mal in Serie den Einzug in den Deutschen Bundestag. Damit war Mayer noch vor Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (62,5 Prozent) Bayerns Erststimmenkönig. Mayer wie Huber äußerten sich im Anschluss an ihren Erfolg bescheiden. Für den Umweltminister war der Titel Stimmenkönig einzig und allein ein Thema der Medien. Er habe schließlich kein sportliches Interesse, sagte Huber. Mayer erklärte, er habe sich selbst im Vorfeld keine Prozentzahl als Ziel gesetzt.

Ingrid Heckner (CSU)

Die Dritte im Bunde der direkt gewählten Abgeordnete in der Region ist Ingrid Heckner (CSU). In ihrem Stimmkreis Altötting holte sie bei der Landtagswahl 49,9 Prozent der Erststimmen. Eine Steigerung von über vier Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2008 - und das, obwohl die SPD mit Günther Knoblauch ebenfalls zulegen konnte. Für Heckner ein Erfolg des guten Abschneidens der CSU im ganzen Freistaat. Im Gespräch mit innsalzach24 sagte sie, sie sei "total glücklich", dass die Bürger finden, sie habe gute Arbeit für sie gemacht.

Drei Nachwuchspolitiker zum ersten Mal im Parlament

Dr. Martin Huber (CSU)

Mit 11856 Zweitstimmen schaffte CSU-Listenkandidat Dr. Martin Huber aus Töging den Einzug in den Bayerischen Landtag. Seit 2008 ist der 35-Jährige als persönlicher Referent von Ministerpräsident Horst Seehofer im Einsatz. Außerdem ist der CSU-Politiker seit über fünf Jahren als Kreisrat im Altöttinger Kreistag aktiv. Mit Dr. Martin Huber, Dr. Marcel Huber, Ingrid Heckner und Günther Knoblauch sitzen künftig vier Abgeordnete aus der Region im Bayerischen Landtag.

Julia Bartz (CSU)

 Dank des überraschend guten Ergebnisses der CSU bei der Bundestagswahl gelang zwei Nachwuchspolitikern aus der Region der Sprung in den Deutschen Bundestag: Julia Bartz aus Maitenbeth und Tobias Zech aus Garching an der Alz. Die 29-Jährige Bartz war bisher bei der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag angestellt und hat Fraktionschefin Christa Stewens zugearbeitet. Der 32-Jährige Zech ist seit 2009 Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Garching und steht seit 2011 an der Spitze der Jungen Union Oberbayern.

Tobias Zech (CSU)

Bartz wie Zech befanden relativ weit hinten auf der Landesliste der CSU. Bartz stand sogar nur auf einem zweistelligen Platz und erklärte gegenüber innsalzach24, dass sie noch gar nicht glauben könne, dass sie ins Parlament eingezogen sei. Beide sagten, sie möchte die Stimme der jungen Generation im Bundestag sein. Fachlich dürfen Bartz und Zech wohl nicht wählerisch sein, schließlich haben bei der Vergabe der Ausschussposten die etablierten Abgeordneten Vorrang. Bartz würde am liebsten in der Verteidigungs- oder Landwirtschaftspolitik arbeiten, Zech hingegen geht es primär darum, die Interessen junger Menschen zu vertreten, wo auch immer dies möglich ist. "Das fängt bei der Finanzpolitik an und hört bei der Sozialpolitik auf", so der 32-Jährige.

Quelle: innsalzach24.de

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