innsalzach24-Jahresrückblick: Das war Ihr 2011!

+

Landkreis - Mit einer Auswahl Ihrer meistgelesenen Artikel 2011 wollen wir das Jahr im Landkreis noch einmal Revue passieren lassen. Hier kommt Ihr exklusiver innsalzach24-Jahresrückblick.

Was war los im Landkreis? Viel ist passiert und an vieles könnten wir uns heute zurückerinnern. Doch eine Frage beschäftigte uns am meisten: Was interessierte unsere innsalzach24-Leser denn eigentlich im Jahr 2011? Dieser Frage gingen wir nach und so entstand nachfolgender Rückblick, der sich also aus einer Auswahl an Artikeln zusammensetzt, die Sie im vergangenen Jahr am häufigsten gelesen haben! Das war 2011 in der Innsalzach-Region - Viel Spaß dabei!

Januar

Hätten die toten Schwäne noch eine Chance gehabt?

Die Meldungen aus Mühldorf über erschossene Schwäne erregten im Januar die Gemüter unserer Leser. Kein Einzelfall war es, als ein Jäger einen im Inn schwimmenden Schwan erschießen musste, der mit einem Angelhaken im Maul kämpfte und sich schlimm in der Angelschnur verhedderte. Nach einem jeweiligen Einsatz der Feuerwehr kam man in beiden Fällen zu dem Schluß, eine Erschießung sei das Beste für das leidende Tier. Während sich viele Leser dieser Meinung anschlossen, protestierten mindestens ebensoviele Leser gegen diese Entscheidung: Dem Schwan hätte bestimmt noch geholfen werden können. Die Folge war eine hochemotionale Diskussion, bei der auch wir Redakteure unsere liebe Mühe hatten, um einen sachlichen Meinungsaustausch zu gewährleisten. Die toten Schwäne im Inn: Eines der zehn Innsalzach Top-Themen 2011.

Bea und Helle - zwei abenteuerlustige Burghauser auf großer Tour.

Hui, diese Geschichte hat ihre Wirkung nicht verfehlt! Mit insgesamt 238 Dots schaffte es das wagemutige Abenteuer von Bettina Höbenreich und Helmut Koch aus Burghausen, mit dem Motorrad die Welt zu umrunden, in Ihre Top Ten 2011. Die beiden starteten im Juni 2011: Über Tschechien, die Ukraine, Russland und die Mongolei geht es weiter nach Japan, Thailand, Kambodscha, Malaysia und Indonesien. Das nächste Ziel: Australien, dann nach Alaska und Kanada. In den USA schließlich die Westküste hinab nach Mittel- und Südamerika. Zum Schluß nochmal Portugal, Spanien und Frankreich. Sollte Geld übrigbleiben geht's noch nach Afrika. Und das alles mit dem Motorrad! Die ehrgeizigen Pläne der beiden Burghauser haben es Ihnen sichtlich angetan. Ein verdienter Platz im Jahresrückblick.

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

Februar

Konkurrenten: Karl Neulinger (links) und Richard Pointl.

Brandheiße Geschichte: Im März stand die Wahl des Mühldorfer Kreisbrandrates ins Haus, bereits im Februar verfolgten unsere Leser das Kopf an Kopf Rennen der beiden Kandidaten aufmerksam. Neulinger vs. Pointl hieß es am 18. Februar, ein Artikel, unter dem fleißig diskutiert wurde. Die Geschite dazu war folgende: Gegen den amtierenden Kreisbrandrat Karl Neulinger formierte sich scheinbar eine Front innerhalb der Kommandanten. Das behauptete zumindest der Gegenkandidat Richard Pointl, auf den verschiedene Feuerwehrchefs zugekommen sein wollen und ihm das Amt angetragen hätten. Landrat Georg Huber wollte sich aus allem raushalten. Und die Diskussion entbrannte. Am 1. März war schließlich die Entscheidung und siehe da: Der ach so unbeliebte Neulinger gewann die Wahl mit deutlichen 62:11 Stimmen.

Oliver Forster, Gräfin Stephanie Bruges von Pfuehl und Wolfgang Altmüller organisierten das Kulturevent auf Schloss Tüßling.

Eine Kulturveranstaltung der besonderen Art feierte in der Innsalzachregion im Jahr 2011 Premiere. Der Tüßlinger Kultursommer sollte im Juli mit großem Erfolg stattfinden. Bereits im Februar kündigte sich die Veranstaltung mit wahren Highlights der Pop- und Klassikwelt an. Oliver Forster, Gräfin Stephanie Bruges von Pfuehl und Wolfgang Altmüller stellten das große Fest auf die Beine: Das Phantom der Oper stand auf dem Programm neben einer Sommernacht der Klassik mit Opernstar Eva Lind und den Berliner Symphonikern. Absoluter Höhepunkt des Kultursommers: Altrocker Joe Cocker kündigte sich mit einem Konzert auf Schloss Tüßling an, der sich für den Kultursommer offenbar wegen des wunderschönen Ambientes des Schlossparks entschied. Auch Sie waren hin und weg von diesem kulturellen Glanzlicht und so findet sich der Tüßlinger Kultursommer in den Innsalzach-Top-Ten 2011.

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Mai

Haucht der Zauberschülerin "Hermine Granger" Leben ein: Gabrielle Pietermann.

Schwer begeistert waren Sie im Mai von einer jungen Pürtnerin, die es mit ihrem interessanten Beruf in diesen Jahresrückblick schaffte. Gabrielle Pietermann ist "Synchronschauspielerin", wie sie es gerne nennt. Heißt: Sie spricht für englische Schauspieler die deutsche Synchronstimme. Und zwar nicht irgendeine: Gabrielle ist die deutsche Hermine Granger - Schülerin der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei und Freundin des berühmten Harry Potter. In allen acht Teilen der "Harry Potter"-Saga spricht Gabrielle die deutsche Stimme der Zauberschülerin, in den Filmen gespielt von Schauspielerin und Model Emma Watson. Uns hat sie verraten, welch harter, akribischer Job das sein kann und dass das Catering von so mancher Premierenfeier eines Hollywood-Blockbusters teurer sein kann, als sie und ihre Kollegen für eine Vertonung verdienen. Ihrer Leidenschaft für den außergewöhnlichen Beruf tut das aber keinen Abbruch, was Sie durch einen Platz in der Top-Ten honorierten.

Drei der insgesamt 200 Teilnehmer des Flashmobs in der Mühldorfer McDonald's Filiale an der Nordtangente.

Es gab ein Thema im Mai, das Mühldorf nicht mehr losließ: Die neue McDonald's Filiale an der Nordtangente. Ende Mai sollte die Filiale eröffnen, doch schon in der Mitte des Monats gab es die erste große Schlagzeile: "Alle Big Macs müssen weg" titelte der Mühldorfer Anzeiger am 11. Mai. Hintergrund war der facebook-Aufruf eines gewissen Joe Smith, der zu einem großen Flashmob im Fast-Food-Restaurant aufrief, quasi als Willkommensgeschenk für das neue Team der Filiale. Innerhalb kürzester Zeit kündigten sich über 1000 Menschen für dieses Event an. Ein Zuspruch, der selbst den Initiator Joe Smith überraschte. Ziel des Flashmobs sollte es übrigens sein, den McDonalds komplett leer zu essen: "Alle Big Macs müssen weg"! Der Flashmob fand übrigens genau einen Monat später, am 11. Juni, tatsächlich statt. Nur statt der erwarteten 1200 Menschen kamen lediglich 200. Nach großem Spaß sah es trotzdem aus.

Der Eröffnung des McDonald's fieberten die Mühldorfer schon während der achtwöchigen Bauzeit entgegen.

Und nun McDonald's Klappe die zweite: Am 27. Mai war es nämlich soweit, die erste Filiale der Fast-Food-Kette konnte endlich eröffnen. In nur acht Wochen Bauzeit entstand das Gebäude an der Nordtangente, das den meistgegessensten Burger der Welt, den "BigMac", scheinbar mit Erfolg nach Mühldorf brachte. Weit über zwei Millionen Euro kostete der Bau des Restaurants mit 120 Sitzplätzen, einem McCafe, einer großen Sonnenterrasse und dem McDrive Schalter. Die Eröffnung des McDonald's und die dazugehörige Fotostrecke: Eines Ihrer zehn Themen des Jahres!

Verliebt, verheiratet, geschieden, verloren: Das war das Jahr 2011 für die Promis

Juni

So oder so ähnlich könnte er aussehen, der Erdempfänger in Haun.

Für mächtig Diskussionsstoff sorgten im Juni die Mitteilungen des Gemeinderats Rattenkirchen über die Verhandlungen mit der Firma Horizon Satellite Services (HorizonSat). Diese nämlich hätte gern einen Erdempfänger, einen sogenannten Teleport, im Gemeindegebiet gebaut. Und das hörte sich auch schon nach beschlossener Sache an: Bürgermeister Rupert Aigner teilte nämlich mit, dass man nur noch nach einem geeigneten Standort suchen müssen. "Die frühere Entscheidung für ein Gewerbegebiet in Rattenkirchen, Ortsteil Haun, erweist sich immer mehr als eine für die Entwicklung der Gemeinde wegweisende und vorteilhafte", sagte Bürgermeister Aigner. Unsere Leser sahen das teils etwas anders. Über die Strahlungen machte man sich Sorgen, ebenso machte sich Ärgernis über "vollendete Tatsachen" breit.

Juli

Er intonierte sein gebrochenes Herz und landete damit einen Riesen-Hit: Mördan!

Schon wieder eine Berühmtheit aus der Innsalzach-Region, die es in die Top-Ten schaffte: Mördan aus Waldkraiburg, Internet-Star und begnadeter Rapper vor dem Herrn! Wer erinnert sich nicht? Mit "Schatz, ich kann nicht mehr warten" knackte der Waldkraiburger die Zweimillionen-Marke auf dem Videoportal Youtube in weniger als drei Wochen: ein sagenhafter Erfolg für den 22-Jährigen. Warum sein Song einschlug wie eine Bombe - ob aus tatsächlichem musikalischem Talent oder aus hämisch-schadenfrohem Fremdgeschäme -  sei dahingestellt, Fakt aber ist, dass "Schatz, ich kann nicht mehr warten" sich hundertfach auf facebook-Profilen wiederfand, das Video mittlerweile über fünf Millionen mal auf Youtube gesehen wurde und sich darunter über 25.000 (!) Kommentare befinden. Erfolg auf voller Linie für den Waldkraiburger Mördan.

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

August

Yvonne, die Kuh - ein Tierschicksal, das die Aufmerksamkeit aus aller Welt auf sich zog.

Den krönenden Abschluss unseres Jahresrückblicks macht die Geschichte einer Kuh aus Zangberg, die um die ganze Welt gehen sollte. Das Schicksal von Yvonne, dem freiheitsliebenden Rindvieh, schrieb Mediengeschichte. Über die BBC bis nach Übersee - alle Welt verfolgte die dramatische Suche im Zangberger Wald. Es begann alles damit, dass Yvonne (damals noch bekannt als "Bambi") Aufsehen erregte, weil sie nicht nur aus ihrem Stall in den Wald ausgebüxt war, sondern sich seltsamerweise auch noch benahm wie ein Reh. Mit steigendem Medieninteresse wurde auch der Wirbel vor Ort immer größer: Polizeikräfte mit Hubschrauber, Schaulustige, Tierschützer und dutzende Fernsehteams belagerten den kleinen Ort. Bulle Ernst (der sich später als Ochs' entpuppte) sollte die Kuh zunächst locken, dann ihr Sohn Friesi und schließlich wurde sogar ihre Kuh-Schwester als Lockvogel eingesetzt - alles ohne Erfolg. Erst mit dem Schuss aus einem Betäubungsgewehr konnte Yvonne Anfang September gestoppt und eingefangen werden. Heute lebt sie übrigens mit all ihren bereits erwähnten Verwandten auf Gut Aiderbichl, wo sie auch Freigang hat - zumindest innerhalb eines Zauns.

rr/innsalzach24

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Mühldorf am Inn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser