"Resonanz der lokalen Wirtschaft durchweg positiv"

Junge Asylbewerber bei Firmen beliebt

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Mühldorf - 60 Flüchtlinge und Asylbewerber rüsten sich derzeit im Landkreis für eine Berufsausbildung. Bei der Wirtschaft sind diese Fachkräfte in spe sehr begehrt.

Rund 60 berufsschulpflichtige Flüchtlinge und Asylbewerber aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting bereiten sich im Moment an der Berufsschule I in Mühldorf und im Berufsbildungswerk Waldwinkel auf eine Berufsausbildung vor. Deutschkurse sind eine zentrale Säule des Unterrichts, hinzu kommen Praktika zur Berufsorientierung. Das Projekt hat bayernweit Vorbildcharakter - und ist offenbar von großem Erfolg gekrönt.

"Die Resonanz der lokalen Wirtschaft ist durchweg positiv, das Interesse beziehungsweise die Bereitschaft, Praktikums- oder Ausbildungsplätze anzubieten, ist groß", teilte das Landratsamt Mühldorf auf Anfrage unserer Redaktion mit. Für den Erfolg der Berufsvorbereitung ist es unerlässlich, dass Firmen aus der Region den jungen Menschen Praktika oder sogar einen Ausbildungsplatz anbieten. Einen entsprechenden Appell hatte Landrat Georg Huber bereits im Januar an die lokale Wirtschaft gerichtet.

Es werden bereits Ausbildungsverträge geschlossen

Landrat Georg Huber bei dem Pressetermin in der Berufsschule im Januar dieses Jahres.

Nach Angaben des Landratsamts haben derzeit 15 Betriebe aus dem Landkreis Mühldorf Praktika für junge Flüchtlinge und Asylbewerber angeboten. Daneben können die Schüler im Berufsbildungswerk Waldwinkel interne Praktika absolvieren. Einige Firmen können sich auch vorstellen, junge Asylbewerber in ihrem Betrieb auszubilden. "Zehn Industrie-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe haben konkret Interesse bekundet, in Einzelfällen wurden bereits Verträge abgeschlossen", so das Landratsamt.

Landrat Huber hatte im Januar interessierten Betrieben ein Versprechen gegeben: "Ich gewährleiste Ihnen, dass die Duldung der Flüchtlinge über die gesamte Ausbildungszeit anhält." Wenn sich eine Firma also für einen Flüchtling als Lehrling entscheidet, wird sie garantiert nicht von heute auf morgen ohne Auszubildenden dastehen.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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