Die Region darf nicht abgehängt werden!

Mühldorf/Altötting - 13 Kommunen der Landkreise schlossen sich für ein Projekt zur Wirtschaftsförderung zusammen. Nun wurden ihnen die Mittel aus dem Europäischen Fonds jedoch verweigert.

Noch vor wenigen Wochen wurde der besondere Handlungsbedarf in den beiden Landkreisen Mühldorf und Altötting von der Bayerischen Staatsregierung anerkannt – der gesamte Landkreis Mühldorf und einzelne Gemeinden im Landkreis Altötting wurden zum „Fördergebiet mit besonderem Handlungsbedarf“ erklärt. Die Realität aber sieht anders aus, stellt der SPD-Landtagsabgeordnete für die Region Günther Knoblauch fest.

13 Kommunen aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein und Rottal-Inn haben sich zusammengefunden, um ein interkommunales Projekt zur Wirtschaftsförderung anzugehen. Dafür haben die Kommunen Mittel aus dem IRE-Programm im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beantragt. Damit sollen integrierte räumliche Entwicklungsmaßnahmen (kurz IRE) zur Stadt-Umland-Entwicklung gefördert werden. Gemeinsam wollten die Städte und Gemeinden Investitionen in Wachstum und Beschäftigung für den Wirtschaftsraum Inn-Salzach generieren. In enger Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern wurde das Projekt wissenschaftlich begleitet. Jetzt hat die Projektgemeinschaft überraschend eine Absage erhalten.

„Das ist insbesondere verwunderlich, wenn nach meinen Informationen zugleich Fördergelder in bereits strukturstarke Städte wie Rosenheim, Ingolstadt oder Pfaffenhofen vergeben werden“, kritisiert Günther Knoblauch (SPD). „So werden wir den Verfassungsauftrag für gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern nicht erfüllen können.“ Das hat der Heimatabgeordnete auch in einem Brief an die Staatsregierung zum Ausdruck gebracht und um erneute Prüfung der Absage an die heimischen Kommunen gebeten.

Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Günther Knoblauch

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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