Wahl-o-Mat auch für die Kommunalwahl

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Mühldorf - Mit einem „Wahl-o-Mat“, wie man ihn von Bundestags- oder Landtagswahlen kennt, will die KAB Mitte Februar flächendeckend im Landkreis Mühldorf online gehen.

Zu sieben Themenfeldern sollen die Bewerber für kommunale Ämter ihre Vorstellungen für die Gemeinde bzw. Stadtentwicklung der nächsten sechs Jahre Position beziehen. Das will die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) erreichen. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Wünsche und Vorstellungen einfließen zu lassen.

Anlehnend an die Kampagne des Diözesanrats „Kommunalpolitik ohne Christen ist wie ….. ein Dorf ohne Kirchturm“ versucht der KAB-Kreisverband Mühldorf mit Diözesansekretär Rainer Forster in den nächsten vier Wochen einen kommunalen „Wahl-o-Mat“ auf die Beine zu stellen. Unabhängig von der Größe der Kommune und ob es mehrere Bewerber für das Amt des Bürgermeisters gibt, sollen die Bürger die Möglichkeit haben, die inhaltliche Positionen der Bewerber zu prüfen. Der Einsatz für Arme und Benachteiligte, für Friede, Umwelt und globale Gerechtigkeit zählt zum Kern des christlichen Auftrags. Was kann das für die Kommune bedeuten?

Für die Armen und Benachteiligten 

Solidarität ist ein Grundpfeiler der katholischen Soziallehre. Damit ist die Forderung verbunden, allen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Wie kann die Kommune benachteiligte, ausgegrenzte oder isolierte Menschen noch stärker in den Blick nehmen? Gibt es soziale Dienste für Pflegebedürftige, Nachbarschaftshilfe, Schulsozialarbeit oder Angebote zur Integration und was könnte die Gemeinde umsetzen?

Für Familien 

Der demografische Wandel trifft auch die Kommune, um so wichtiger ist es für Familien förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Familien sind durch Planungen und Umsetzungen in den Bereichen Wohnungsbau, Gemeinde- oder Stadtentwicklung, Schule, Sport, Kultur und Verkehr betroffen. Mit Kindergärten und Eltern-Kind Gruppen tragen kirchliche Einrichtungen zur Verbesserung der Situation von Familien bei. Welche weiteren Initiativen sind in der Kommune nötig?

Für eine wertorientierte Kultur des Miteinander 

Unterschiedliche Lebensstile, Kulturen und Generationen sollen sich gegenseitig wertschätzen und das Zusammenleben noch besser gestalten. Angehörige fremder Religionen sollen Möglichkeiten angeboten werden, diese auch ausüben und pflegen zu können. Jede Kultur kennt ihren Feiertag. Der Sonntag schützt vor dem Ausverkauf der Zeit. Er macht kulturelles, gesellschaftliches und religiöses Leben erst möglich.

Für die Schöpfung 

Die nachhaltige Sorge um die Umwelt fordert dazu heraus, langfristige Handlungsperspektiven zu entwickeln. Die Zusammenhänge von Ökologie, Wirtschaft und Sozialen können durch Initiativen zur regional Vermarktung gestützt werden. Die dezentrale Energieversorgung soll gestärkt werden und kommunal oder genossenschaftlich organisiert sein. Ideen und Ansätze für die regionale Daseinssorge sollen von der Kommune unterstützt und gefördert werden.

Für die Eine-Welt 

Die Gemeinde kann internationale Partnerschaften aufbauen und aus den Erfahrungen daraus politisch Handeln. Mit Programmen zum fairen Handel, Unterstützung von Kampagnen (z.B. gegen Kinderarbeit), sowie über Bildungsarbeit zu den Folgen unserer Produktionsweisen kann die Gemeinde unterstützend tätig werden.

für eine Kultur der Verantwortung 

Mit Feiern, Ehrungen, Bürgerpreisen oder Vergünstigungen im Freizeitangebot kann das ehrenamtliche Engagement wertgeschätzt werden. Oft wird die Möglichkeit einer Ehrenamtskarte von Kommune schon genutzt. Auch Firmen sollten für ihr gemeinwohlorientiertes Wirtschaften ausgezeichnet werden. Die Gemeinde kann sich aktiv dafür einsetzen, dass ansässige Firmen eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und diese „Best-Practice“ Beispiele veröffentlichen.

Für eine gemeinwohlorientierte Politik 

Eine hohe Lebensqualität und Versorgungssicherheit auch für einkommensschwache Bevölkerungsschichten ist anzustreben. Angemessene Arbeitsbedingungen und Umweltschutzziele können schon auf kommunaler Ebene vereinbart werden. Dem Gemeinwohl widerspricht, wenn lebenswichtige Güter für den Menschen, wie z.B. Wasser, dem freien Markt überlassen werden.

Nicht in allen Gemeinden ist die KAB mit Ortsgruppen aktiv, deshalb bittet die KAB engagierte Bürger und die Kandidaten für politische Ämter um Unterstützung. Die Wahlleiter in den Kommunen wurden bereits informiert und unterstützen die Aktion. Wer ein Anliegen oder eine Frage an die Bewerber hat, kann sie jetzt unter Angabe der Gemeinde an das KAB-Diözesanbüro schicken und so an den Fragestellungen mitwirken. Christian Felber zeigt am 21. Januar im Bürgersaal Haag, Münchener Straße 36, wie Gemeinwohl-Ökonomie in der Gemeinde umgesetzt werden kann. Weitere Informationen erteilen Rainer Forster und seine Mitarbeiter unter 08161-21329 oder r.forster@kab-dvm.de.

Pressemitteilung Katholische Arbeitnehmerbewegung e.V.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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