Andere Kulturen, andere Sitten

Fachtag zur interkulturellen Kompetenz für Pädagogen

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Der Fachtag zur interkulturellen Kompetenz war ein voller Erfolg.

Mühldorf am Inn - Die interkulturelle Kompetenz ist in der heutigen multikulturell geprägten Gesellschaft eine überaus wichtige Schlüsselqualifikation, die bereits in jungen Jahren aufgebaut werden sollte.

Lehrerinnen und Lehrer spielen hierbei eine zentrale Rolle: Sie lehren ihren Schülern, wie man Unterschiede zwischen den Kulturen aufspürt, akzeptiert und natürlich auch, wie man Konflikte, die durch kulturelle Unterschiede entstehen können, löst oder gar nicht erst entstehen lässt. Voraussetzung ist jedoch, dass Lehrer in ihrer Funktion als Multiplikator und Vorbild selbst über die notwendigen interkulturellen Kompetenzen verfügen. Aus diesem Grund haben Mitte Oktober Jelena Djakovic, Referentin für integrative Bildung bei „Lernen vor Ort“, und Irmgard Empl-Kuhn vom Katholischen Kreisbildungswerk e.V. mit Unterstützung des Staatl. Schulamtes Mühldorf am Inn in der Mittelschule an der Dieselstraße in Waldkraiburg für rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Lehrerinnen und Lehrer aus Grund- und weiterführenden Schulen sowie Jugendsozialarbeiter, einen Fachtag zum Thema veranstaltet.

Immer häufiger interkulturelle Fragen und Probleme

„Lehrer sehen sich im Schulalltag immer häufiger mit interkulturellen Fragen und Problemen konfrontiert, zu deren Bewältigung sie in der Lehrerausbildung möglicherweise unzureichend vorbereitet werden“, erklärt Jelena Djakovic. „Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern haben wir eine fachlich kompetente Grundorientierung entwickelt, die im Arbeitsalltag sehr hilfreich ist.“ Referentinnen waren Dipl. Psychologin Katrin Kuhla (Schwerpunk interkulturelle Psychologie, Interkulturelle Trainerin, Beraterin, Projektinitiatorin und -Leiterin VIA Bayern – Verband für interkulturelle Arbeit e.V.) und Bärbel Preuss, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Spieltherapeutin und Hypnotherapeutin. Katrin Kuhla arbeitet seit mehr als zehn Jahren in Projekten zu interkulturellem und interreligiösem Lernen, zu Antisemitismus- und Konfliktprävention sowie in der Entwicklungszusammenarbeit. „Sie hat den Teilnehmern viele unterschiedliche interkulturelle Situationen in Theorie, im Spiel und mit Hilfe von Übungen dargestellt und dazu konkrete Fragen beantwortet“, erklärt Jelena Djakovic. Bärbel Preuss, Heimleiterin einer städtischen Jugendhilfeeinrichtung in München und freie Therapeutin bei Refugio München, ist seit mehr als 25 Jahren in verschiedensten Bereichen der Flüchtlingsarbeit tätig und konzentriert sich vor allem auf die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Ihr Vortrag behandelte das Thema „Trauma“ und zeigte, wie Lehrerinnen und Lehrer traumatisierte Kinder im Unterricht erkennen können. Da die Veranstaltung einen sehr guten Anklang gefunden hat, ist für nächstes Jahr eine Fortsetzung geplant.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

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