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Pflegefamilie

Ein neues Zuhause für Lisa

Mühldorf- Die kleine Lisa lebt seit zweieinhalb Jahren in einer Pflegefamilie - und fühlt sich dort pudelwohl. Vor welchen Problemen und Aufgaben die Pflegeltern standen:

Lisa (Name geändert), 5 Jahre alt, lebt seit zweieinhalb Jahren in einer Pflegefamilie.

Ihre leiblichen Eltern haben mehrere Drogentherapien hinter sich. Obwohl sie es immer wieder versuchten, konnten sie dem kleinen Mädchen nicht die Versorgung und Zuwendung geben, die es für eine gesunde Entwicklung benötigt. In der Familie stand keine Großmutter oder Tante zur Verfügung, die die Betreuung des Kindes übernehmen konnte.

Nach eingehender Beratung durch das Amt für Jugend und Familie Mühldorf erklärten sich die Eltern schließlich mit einer Unterbringung in einer Pflegefamilie einverstanden. Die Pflegemutter, Frau B., erinnert sich noch gut an die ersten Tage, als Lisa in die Pflegefamilie kam: „Lisa war sehr zurückhaltend und vorsichtig, immer wenn sie angesprochen wurde, rückte sie weg und schaute zu Boden.

Inzwischen hat sich das völlig geändert. Lisa hat sich gut in die Pflegefamilie eingewöhnt und lebt wie ein richtiges Familienmitglied in der Familie. Die Pflegeeltern sind für sie „Mama“ und „Papa“ und die siebenjährige Tochter der Pflegeeltern ist die „große Schwester“ geworden mit der sich Lisa auch mal heftig streitet.

Die Pflegemutter erzählt, dass sie sich zu einem „richtigen Wildfang“ entwickelt hat und am liebsten im Garten mit den Nachbarskindern oder ihren Freundinnen aus dem Kindergarten spielt.

Einmal wöchentlich fährt die Pflegemutter mit Lisa zur Logopädie und Frühförderung, damit bis zur Einschulung die Entwicklungsdefizite so weit wie möglich aufgeholt werden können. Ihre leiblichen Eltern sieht Lisa alle zwei Wochen. Die Besuche finden in der Regel nicht in der Pflegefamilie, sondern an einem neutralen Ort statt. Lisa fährt dazu mit der Pflegemutter in die Erziehungsberatungsstelle der Caritas, wo ein zweistündiges Treffen im Spielzimmer stattfindet. Die Pflegemutter weiß, dass für Lisa diese Besuche sehr wichtig sind und sie sehr enttäuscht ist, wenn ihre Eltern den Besuchstermin kurzfristig absagen müssen.

Die Entscheidung, sich als Pflegeeltern zur Verfügung zu stellen, will gut überlegt sein. Nach einem Informationsgespräch im Amt für Jugend und Familie und dem Besuch eines Vorbereitungsseminars war sich Familie B. jedoch sicher, dass sie bald ein Pflegekind bei sich aufnehmen wollen. Bevor Lisa dann aber in ihre Familie vermittelt werden konnte, fanden noch einige Gespräche mit den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes des Amtes für Jugend und Familie statt, um abzuklären, ob die Bewerber für die Aufnahme eines Kindes geeignet sind. „Wir suchen nämlich nicht Kinder für Familien, sondern Familien für Kinder“, erklärt Elfriede Geisberger, Leiterin des Amtes für Jugend und Familie Mühldorf.

Auf die Frage, warum sich Frau B. und ihr Mann vor einigen Jahren dazu entschieden haben, Pflegeeltern zu werden, muss Frau B. nicht lange überlegen. „Wir wollten einem Kind ein neues Zuhause geben und haben das bisher auch nicht bereut.“

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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