Modellversuch für Kitas im Landkreis kommt gut an

Die Qualität muss stimmen - auch bei den Kitas

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Gut ausgebildete Pädagoginnen sind wichtig. Vorne links die Leiterin des Amtes für Jugend und Familie, Elfriede Geisberger sowie vorne rechts Christine Hacker vom Team „Pädagogische Qualitätsbegleitung“ vom Amt für Jugend und Familie.

Mühldorf - Wer seine Kinder in die Obhut professioneller Pädagogen gibt, erwartet eine qualitativ hochwertige Betreuung, die sich stets weiterentwickelt und den neuesten Standards entspricht.

Um dieser Erwartungshaltung der Eltern gerecht zu werden, nutzen bereits 24 Kindergärten, Krippen und Horte im Landkreis Mühldorf ein bayernweit neues Angebot für Kindertageseinrichtungen: Sie nehmen die pädagogische Qualitätsbegleitung (PQB) des Landratsamtes Mühldorf für die Sicherung und Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Qualität in Anspruch.

Die eigene Arbeit hinterfragen - das ist wichtig

Christine Hacker, am Landratsamt verantwortlich für die PQB, ist langjährige Leiterin einer Konsultationseinrichtung, Psychomotorikerin und in der Erwachsenenbildung tätig. Sie berät seit September 2015 Kita-Teams, die ihre Arbeit auf den Prüfstand stellen  und mit ihren pädagogischen Inhalten auch in Zukunft ganz den Bedürfnissen der Kinder entsprechen und gerecht werden wollen.

In Team-Workshops werden einzelne Bereiche der täglichen Arbeit betrachtet, reflektiert und weiter entwickelt. So profitieren die einzelnen Pädagogen von dem Angebot, aber auch die gesamte Einrichtung.

„Die ‚PQB‘ hat in erster Linie die Rolle eines Coachs, die auf der Basis der Bayerischen Bildungsleitlinien, des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans und der U3- Handreichung – Bildungsplan für die Krippen – eine Weiterentwicklung und Qualitätssicherung professionell begleitet“, erklärt Christine Hacker.

Die Umgebung beeinflusst das Lernverhalten

Die Lebenswelt der Kinder und ihre Bedürfnisse verändern sich stetig. Neueste Erkenntnisse aus der Gehirnforschung belegen, dass erfolgreiches Lernen bei Kindern davon abhängig ist, wie ihr Umfeld gestaltet ist:

vielfältige lernanregende Bildungs- und Erfahrungsräume, der denkanregende Dialog oder eine wertschätzende Atmosphäre, die die Fragen und Interessen der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Das sind nur einige Themen, mit denen sich die Pädagogen in den Kitas des Landkreises aktuell beschäftigen.

Von der hohen Qualität profitieren die Kinder

Die Eltern unterstützen diese Prozesse durch ihr Verständnis dafür, dass das gesamte Team sich an Teamtagen pädagogischen Inhalten widmet, deren Qualität letztendlich der Entwicklung ihrer Kinder – auch im Hinblick auf den Übergang zur Schule – zu Gute kommt.

Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) hat in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Institut für Frühpädagogik den Modellversuch im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Dafür stellt es bis zu 90 % Fördermittel zur Verfügung.

Anstellungsträger wie das Landratsamt Mühldorf konnten sich um eine der 60 Vollzeitstellen bewerben. Der Modellversuch endet im Dezember 2018. Bis dahin wird aufgrund der Ergebnisse der Evaluation klar sein, ob „Pädagogische Qualitätsbegleitung“ zukünftig bayernweit flächendeckend als zusätzliches Angebot für Kitas eingeführt wird.

Das Ziel: Pädagogen stärken, hohe Qualität gewährleisten

Elfriede Geisberger, die Leiterin des Amtes für Jugend und Familie, hat sich erfolgreich darum bemüht, diese Stelle für den Landkreis zu bekommen: „Bei den vielfältigen Aufgaben und Anforderungen, denen Kindertagesstätten heute begegnen, wünschen sich viele Unterstützung, Beratung und Begleitung.

Dieses für die Einrichtungen kostenfreie Angebot ist ein weiterer Schritt, um unsere verantwortungsvollen Pädagogen zu stärken  und so die pädagogische Qualität unserer Einrichtungen für die Familien nachhaltig zu gewährleisten.“

Eltern schätzen die Arbeit der Kitas

Was meint Christine Hacker selbst nach acht Monaten in der neuen Tätigkeit? „Ich erlebe hier im Landkreis sehr motivierte und fachlich interessierte Teams, denen viel daran liegt, tagtäglich sehr gute Arbeit mit den Kindern zu leisten.

Eine Arbeit, die auch nach außen sichtbar und von Eltern geschätzt wird. Dies ist für eine Weiterentwicklung der gesamten Kita eine optimale Ausgangsbasis  und für mich Anknüpfungspunkt und Arbeitsgrundlage.“

Pressemitteilung des Landratsamts Mühldorf a. Inn

Quelle: innsalzach24.de

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