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Innsalzach24 macht Sie zum Lokführer!

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Lokführer und Ausbilder Thomas Huster bei den Motoren der neuen TRAXX-Diesellokomotive. Huster und seinen Kollegen können Leser von innsalzach24 mit etwas Glück auf einer Fahrt von Mühldorf nach München über die Schulter schauen.
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Mühldorf - Einmal einem echten Lokführer über die Schulter schauen: Mit innsalzach24 und etwas Glück können Sie einen Blick hinter die Kulissen der Bahn werfen. **Mit Verlosung**

"Bei den meisten Lokführern war es ein Kindheitstraum – bei mir auch." Thomas Huster arbeitet seit über 20 Jahren als Lokführer bei der Südostbayernbahn. Zugleich ist der Pleiskirchner Ausbilder für angehende Lokführer und kennt sich somit bestens aus mit der Faszination des Berufs, aber auch mit den komplexen Anforderungen, die an Lokführer gestellt werden. Lok ist schließlich nicht gleich Lok, sodass jede Innovation die Lokführer vor neue Herausforderungen stellt.

Mit der Bahn unterwegs nach München:

Beachten Sie die Verlosung unter diesem Artikel!

Aktuell integriert die Südostbayernbahn die neuen TRAXX-Diesellokomotiven von Bombardier in ihre Flotte. "Gerade die neue Lok ist für die Kollegen auch eine Herausforderung, weil sie technisch ein ganz schöner Fortschritt ist gegenüber dem, was wir vorher gehabt haben in Mühldorf", erklärt Huster. Mit der neuen Lok sei man mehr Computerbediener als Techniker, denn alles sei computergesteuert. "Es ist für den Lokführer natürlich eine Änderung des Aufgabenfeldes", so Huster. Unter anderem "spricht" die neue Lok mit ihrem Lokführer. Während die alte Lok nur blinkt und piept, verfügt TRAXX über eine Sprachausgabe. Manche Änderungen bringen echte Annehmlichkeiten mit sich: So ist der Führerstand der neuen Lok klimatisiert - angesichts der Hitze, die die Motoren, weiter hinten in der Lok erzeugen, ein echter Gewinn für den Lokführer.

Diese Aufgaben bewältigen Lokführer von heute

Neben dem Beobachten des Fahrwegs und dem Beherrschen der Technik gehört Huster zufolge zu den Aufgaben eines Lokführers mittlerweile auch die Reisendeninformation. Verzögert sich etwa die Abfahrt am Bahnhof um ein paar Minuten, ist es der Lokführer, der die Fahrgäste per Lautsprecherdurchsage darüber informiert. Außerdem muss der Lokführer ständig die Geschwindigkeitsvorgaben im Blick haben. Die TRAXX-Diesellokomotive etwa könnte zwar theoretisch 160 km/h schnell fahren. Auf der Strecke von Mühldorf nach München sind aber maximal 140 km/h erlaubt - und das auch nur auf einem Teil der Strecke. Die wichtigste Aufgabe eines Lokführers liegt jedoch auf der Hand: "Die hauptsächliche Aufgabe ist, dass man den Zug von A nach B fährt", so Huster.

So kommen Sie in die Lok:

Wer Lust bekommen hat, selbst einmal in die Rolle eines Lokführers zu schlüpfen, bekommt mit innsalzach24 und etwas Glück vielleicht schon bald die Gelegenheit dazu. Die Südostbayernbahn beteiligt sich an der bayernweiten Aktion "Bahn Backstage Bayern". Dabei bekommen Bahnfans die Gelegenheit, selbst in die Aufgaben des Lokführers und des Zugbegleiters hineinzuschnuppern. In Original-Unternehmensuniform dürfen sie auf einer Fahrt mit der Südostbayernbahn von Mühldorf nach München und zurück im Führerstand mitfahren und dem Zugbegleiter bei seiner Arbeit assistieren. Zwei der begehrten Plätze verlost innsalzach24. Falls Sie Lust bekommen haben, können Sie sich in das Formular unter diesem Artikel eintragen und so an der Verlosung teilnehmen. Die Verlosung läuft bis einschließlich Sonntag, 5. Oktober.

Die Gewinner können nicht nur Thomas Huster und seinen Kollegen, sondern auch Frauen und Männern wie Kerstin Lachmann über die Schulter schauen. Lachmann arbeitet als Zugbegleiterin bei der Südostbayernbahn. Die 30-jährige Tögingerin absolvierte ihre Ausbildung bei der Südostbayernbahn und ist nun schon seit 15 Jahren dabei. Lachmann könnte sich kaum einen schöneren Beruf vorstellen: "Es ist abwechslungsreich und man nimmt sich keine Arbeit mit nach Hause. Wenn man frei hat, hat man frei."

"Pünktlichkeit ist das Top-Thema"

Zugbegleiterin Kerstin Lachmann im Einsatz

Vor allem die Sonder- und Partyzüge machen der 30-Jährigen Freude. Die Fahrgäste seien da einfach locker und gut drauf. "Es ist aber auch gut, wenn ein Pendlerzug pünktlich von A nach B fährt", erzählt Lachmann. Überhaupt sei im Berufsverkehr die Pünktlichkeit das Top-Thema. Doch auch eine funktionierende Kühlung im Sommer und Heizung im Winter ist den Fahrgästen wichtig. "Wenn's warm ist im Winter, hat man schon fast gewonnen", so die 30-Jährige.

Auch mit Schwarzfahrern hat Lachmann schon einige Erfahrungen gemacht. Auf den Hauptstrecken gibt es der erfahrenen Zugbegleiterin zufolge zwar kaum einen Schwarzfahrer, doch auf den Nebenstrecken, wo nicht auf jeder Fahrt ein Zugbegleiter dabei ist, hat nach Lachmanns Einschätzung zirka jeder 50. Fahrgast kein Ticket. In solchen Fällen kassiert die 30-Jährige pauschal 40 Euro - und bekommt so manche Ausrede aufgetischt. "Manchmal kommt der Satz: Braucht man hier einen Fahrschein?", erzählt Lachmann. Häufig soll aber auch der Automat das Geld nicht angenommen haben - eine Ausrede, die die Mitarbeiter der Bahn leicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen können.

Unterwegs im Führerstand der Lok:

Unterwegs im Führerstand der TRAXX-Diesellok

Fundstücke aus dem Alltag einer Zugbegleiterin

Jetzt zur Wiesn ist der Zug nach München freilich oft besonders voll. Die Zugbegleiter entdecken gerade da immer wieder kuriose Fundstücke. Seit dem Start der Wiesn hat Lachmann im Zug drei iPhones gefunden. Auch fehlende Ehemänner gibt es - dann auf der Wiesn-Rückfahrt aus München - immer wieder einmal. Außerdem entdecken Lachmann und ihre Kollegen im Zug gelegentlich herrenlose Hunde, verlorene Kinder - oder gar Gebisse. Doch egal ob Hund und Herrchen, Kind und Eltern oder Gebiss und Beißer - "Am Ende finden alle wieder zusammen", sagt Lachmann.

Quelle: innsalzach24.de

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