Die Steuerquellen sprudeln wieder

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Mühldorf - Einen kräftigen Schluck aus der berühmten Pulle, oder besser den sprudelnden Steuerquellen, gab's für die Kämmerer der Kommunen im Landkreis Mühldorf im letzten Jahr.

Nachdem jetzt die Endabrechnung amtlich vorliegt, wissen wir: Die Steuereinnahmen bei den sogenannten Realsteuern stiegen um 8,371 Millionen Euro.

Da haben die Einwohner ganz schön in ihre Taschen gegriffen, denn die sind ja die berühmten Steuerquellen. Unter dem Strich füllten sie rund 106,297 Millionen in die kommunalen Kassen.

"Realsteuervergleich" nennt sich die amtliche Betrachtung der Steuerquellen, aus denen sich der Haushalt einer Stadt oder Gemeinde speist und die das Landesamt für Statistik in einer Gesamtübersicht erfasst: Die Grundsteuer (A und B), die Gewerbesteuer, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Anteil an der Umsatzsteuer. Die Gewerbesteuer allein brachte 2011 im Landkreis Mühldorf runde 49,9 Millionen Euro und machte damit schon 47,0 Prozent des Gesamtsteueraufkommens in Städten und Gemeinden aus. Wobei allerdings anzumerken ist, dass nicht die ganze Gewerbesteuer in der Kasse bleibt. Es gibt eine Gewerbesteuerumlage, die abzuführen ist, und die betrug 10,5 Millionen Euro.

Bei der Bewertung der Wichtigkeit der Steuerarten und der Einnahmeentwicklung kann das aber außer Acht bleiben. Da gilt für Bayern, dass es mit kommunalen Einnahmen von insgesamt 14,778 Milliarden (Vorjahr: 13,292 Milliarden) einen neuen Rekord gab. Darin sind 106,297 Millionen Euro aus dem Kreis Mühldorf enthalten (Vorjahr: 97,926 Millionen Euro).

Welche Schlüsselrolle die lokale Gewerbesteuer mit einem Anteil von 47,0 Prozent für das kommunale Gesamtsteueraufkommen spielt, ist deutlich. Aber, dass die anderen Steuerarten auch eine wichtige Rolle spielen, insbesondere wie wichtig die Anteile an der Einkommensteuer sind, wird beim Blick auf die Zahlen auch klar: Die Grundsteuereinnahmen betrugen (A und B zusammengerechnet) 2011 im Landkreis Mühldorf 12,22 Millionen Euro (Vorjahr: 11,74 Millionen Euro) gleich 11,5 Prozent. Aus der Einkommensteuer flossen 40,7 Millionen Euro (Vorjahr: 38,6 Millionen Euro). Damit sorgen Arbeitnehmer und Selbstständige hier für 38,3 Prozent der kommunalen Einnahmen. Und über den Anteil an der Umsatzsteuer kamen 3,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,2 Millionen Euro in die Kasse, macht 3,3 Prozent der Einnahmen.

Konsumieren füllt also auch die kommunalen Kassen, egal ob Sprit gekauft wird oder Brot. Ein bisschen ist das aber auch ein Kreisverkehr: Denn auch die Kommunen bezahlen Mehrwertsteuer. Insgesamt erweist die Entwicklung, dass der Satz "Voraussagen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen", schon seinen Wahrheitsgehalt hat, auch wenn heute keiner mehr sagen kann, ob er tatsächlich von Karl Valentin stammt: Es gab da beispielsweise vor einem Jahr großes Gejammer wegen der klammen Finanzlage der Kommunen: "2011 schließen die Städte und Gemeinden mit einem Defizit von etwa drei Milliarden Euro ab"', meldete der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) in Berlin. Natürlich verbunden mit dem Wunsch nach mehr Geld. Na ja, das haben die Kommunen jetzt ja sogar trotz Katastrophenszenario schon zumeist 2011 bekommen, wie das Beispiel des Kreises Mühldorf beweist.

zds

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © pa

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