Huber und Hausberger kandidieren

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Zwei gehen in den Wahlkampf: Claudia Hausberger tritt für den Bezirkstag an, Marcel Huber für den Landtag.

Mühldorf/Mettenheim - Die Landkreis-CSU hat mit Dr. Marcel Huber und Claudia Hausberger ihre Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl im kommenden Jahr nominiert.

Huber erhielt dabei alle gültigen Stimmen. Sichtlich erfreut reagierte Umweltminister Huber auf das Ergebnis: 168 von 170 Delegierten gaben ihm beim Kreuzritter in Mettenheim ihr Votum, zwei Stimmen waren ungültig. Damit hat die CSU die Weichen gestellt, dass Huber nach 2002 und 2007 zum dritten Mal als Direktkandidat in den Landtag einzieht.

Zuvor hatte sich Huber als "Ansprechpartner für Bürger, egal ob bei Landkreisthemen oder Bayernthemen" präsentiert. 600 Besucher habe er als Landtagsabgeordneter seit 2003 in seinem Ampfinger Büro empfangen, sagte er: "So habe ich mir näher am Menschen vorgestellt." Er sprach vom "Versuch, möglichst viel im Landkreis zu übernehmen", manchmal sei er aber "Opfer höherer Gewalt, wenn der Ministerpräsident ruft".

Denn das zweite Leben des Landtagskandidaten sind seine Ämter in der Staatsregierung, die er seit 17. Oktober 2007 in wechselnden Funktionen inne hatte. "Und wieder: lernen, lernen, lernen", stellt Huber als Motto über seine häufigen Wechsel zwischen Staatskanzlei und Umweltministerium. Jedes Amt sei "fruchtbar für Mühldorf" gewesen, stellte er anhand von Beispielen aus der Bildungs- oder Gesundheitspolitik dar. Auch in Sachen Infrastruktur habe er erreicht, dass Ministerpräsident Horst Seehofer sogar im Schlaf die A94 und die heimische Bahnstrecke als wichtigste bayerische Verkehrsvorhaben aufsagen könne.

200 Millionen Euro seien in den letzten fünf Jahren in den Ausbau von Bahn und Straße in den Landkreis geflossen. "Ich sage ausdrücklich nicht, dass das mein Verdienst ist", betonte Huber. "Es ist der Verdienst der verschiedenen Ebenen, die derzeit geschlossen zusammenarbeiten. Ich freue mich, dass ich meinen Part in der Landespolitik beisteuern kann." Er bat nach seiner Nominierung darum, das Thema A94 aus dem Wahlkampf herauszuhalten, um die Gemeinsamkeit nicht zu gefährden.

Huber verschwieg die Schattenseiten seiner Arbeit nicht. So sprach er von einer "Hetzjagd" auf ihn, weil er sich auch als Umweltminister für die A94 ausgesprochen habe. "Es ist höchstrichterlich festgestellt, dass die A94 umweltverträglich ist und kein schwerer Eingriff in die Naturschutzgebiete ist", begründete er seine Position. Die Attacken von Umweltverbänden und "linker Münchner Presse" seien eine schwere Hypothek für seine Arbeit.

Als Wahlkampf-Motto gab Huber "Stabilität" aus. Es gehe darum, die bewährte Politik in allen Bereichen fortzusetzen und Bayern nicht Leuten zu überlassen, die wirtschaftlich nicht einzulösende Versprechen machten.

Neben Huber nominierten die Delegierten Claudia Hausberger als neue Kandidatin für den Bezirkstag. Die 40-jährige Mutter von zwei Söhnen folgt Annemarie Haslberger nach, die ausführlich über die Arbeit des Bezirks berichtete und nach ihrer Rede den längsten Applaus des Abends erhielt. Von Abschied redete Haslberger aber noch nicht, schließlich ist sie noch über ein Jahr im Amt, dann werden es 19 sein.

Die Mühldorferin Hausberger setzte sich deutlich mit 114 zu 53 Stimmen gegen Charlotte Konrad aus Waldkraiburg durch. Sie präsentierte sich als tief in der CSU verwurzelte Kommunalpolitikerin mit sozialem Engagement: "Deshalb kenne ich den Spagat zwischen der Höhe der Bezirksumlage, die der Landkreis zahlen muss, und der Hilfe für Not leidende Menschen", sagte Hausberger

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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