10 Millionen investieren - ohne Realschule

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Investitionsschwerpunkt: Nach Ansicht von Landrat Huber und Schulleiter Ecker kommt die Berufsschule am Inn an eieiner grundlegenden Sanierung nicht vorbei.

Mühldorf - Der Bauausschuss des Kreistags hat die Investitionen für das kommende Jahr grundsätzlich abgesegnet - mit einer Gegenstimme.

Mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium, dass der Landkreis 2013 10,2 Millionen Euro zur Sanierung von Straßen und Schulen investieren will.

So setzen sich die 10,2 Millionen Euro zusammen: 5,7 Millionen Euro für den Ausbau des Straßennetzes vorgesehen, 4,4 Millionen Euro für die Sanierung oder die Planung der Sanierung von Schulen.

Landrat Georg Huber hatte bereits in der letzten Kreisausschusssitzung angekündigt, dass es im Bereich der Schulen hohen Sanierungsbedarf gebe. Dazu gehören nicht nur die laufenden Arbeiten am Gymnasium Mühldorf, die im nächsten Jahr nochmals 2,7 Millionen Euro verschlingen werden; auch im Gymnasium Gars steht eine Generalsanierung mit besonderem Blick auch den Brandschutz an. Auf gut zwei Millionen Euro bezifferte Huber die Kosten in den nächsten Jahren, 2013 werden 560.000 Euro fällig.

Das gleiche gilt für die Brücke über die Isen hinter Stenging.

Als völlig marode schilderte Berufsschuldirektor Ludwig Ecker seine Schule an der Innstraße. Fenster schließen nicht dicht, fallen aus dem Rahmen, in den Wänden zeigen sich Risse, das Dach der Fahrradhalle ist defekt. Schon 2007 seien bei einer externen Überprüfung die Mängel als gravierend kritisiert worden, ein Vorwurf, der unlängst von der Überprüfungsbehörde erneuert worden sei. "Es gab den großen Vorwurf, dass wir keine neuen Medien nutzen", sagte Ecker. Dazu komme die massive Raumnot, die die derzeitigen Schüler einschränke und die Aufnahme weiterer Zweige unmöglich mache. "Wir haben einen hohen Bedarf an Fachräumen." Landrat Huber geht von 7,5 Millionen Euro Sanierungskosten aus, der Beginn im nächsten Jahr ist mit 142.000 Euro noch vergleichsweise billig zu haben.

Das gilt zunächst auch für die Berufsschule I am Gymnasium, hier reicht der Notstand vom Glasdach über dem Atrium bis zu den ehemaligen TÜV-Hallen, in denen die Automechaniker untergebracht sind. Knapp 600.000 Euro sind dafür veranschlagt, darin ist die Planung enthalten, erst wenn die vorliegt werden die genauen Kosten klar.

Schon lange bekannte Posten dieser Liste sind Planungen für FOS und BOS und für die Erweiterung der Realschule in Waldkraiburg, die mit 475000 Euro zu Buche schlägt.

Beim Straßenbau machte Landrat Huber sehr bald deutlich, dass die aufgeführten Maßnahmen äußert dringend sind und für Luxuspläne kein Geld da ist. Das bezog er konkret auf den Radwegebau. "Bevor der Landkreis nicht seine Straßen saniert hat, steigt er nicht in den Radwegebau ein." Wenn die Gemeinden es wünschen, können sie entlang der neuen Straßen Radwege bauen, der Landkreis beziehe das in die Planungen und Ausschreibungen mit ein. Vom Grundstückskauf bis zu den Kosten liege die Verantwortung aber bei den Kommunen.

Bei den vorgestellten Sanierungen sieht Huber keinen Spielraum: "Diese Straßen sind von uns prioritär und im nächsten Jahr zu sanieren." Dabei sind unter anderem die Brücken an der Kreisstraße Mü6 von Mühldorf nach Gumattenkirchen, die Beteiliung an der Beseitigung eines Bahnübergangs Richtung Obertaufkirchen oder, als mit fast zwei Millionen der größte Brocken, der Neubau der Mü40 zwischen Ampfing und Heldenstein im Zuge des Autobahnbaus.

Die jetzt beschlossenen Zahlen zeigen nicht das ganze Bild der Investitionen der nächsten Jahre. Bis 2015, schätzt das Landratsamt, braucht der Landkreis mehr als 24 Millionen Euro, um Straßen und Schulen wiederherzustellen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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