Stadtwerke erhöhen Strompreis

Mühldorf - Ein neues Gesetz auf Bundesebene zieht auch am Landkreis nicht spurlos vorüber. Die Strompreiserhöhung im Januar 2013 wird direkt auf die Kunden umgewälzt.

Die Stadtwerke Mühldorf geben die Strompreiserhöhung an ihre Kunden weiter. Das sagte gestern Stadtwerkechef Stephan Rösner auf Anfrage.

Wenn die Abgabe nach dem Erneuerbare Energiengesetz (EEG) am 1. Januar von derzeit 3,59 auf vermutlich 5,3 Cent steigt, müssen auch die Kunden der Mühldorfer Stadtwerke tiefer in die Tasche greifen. "Wir müssen die Belastung, die auf uns zukommt weitergeben", sagte Stadtwerkechef Rösner, "den Spielraum, sie zu übernehmen, haben wir nicht mehr."

Damit werden die Stadtwerke die Erhöhung der EEG-Abgabe in kompletter Höhe ihren Kunden in Rechnung stellen, mehr aber auch nicht, betont Rösner. "An unserem Einkaufspreis ändert sich nichts."

Rösner warnt davor, dass der Strompreis zum 1. Januar trotzdem um mehr als die jetzt schon bekannten zwei Cent steigen wird. Der Grund: Auch die allgemeinen Netzgebühren werden von der Bundesnetzagentur erhöht werden. Damit soll laut Rösner der Anschluss der sogenannten Offshore-Kraftwerke bezahlt werden, das sind die großen Windparks in der Nordsee. Diese Erhöhung gibt die Bundesnetzagentur in der kommenden Woche bekannt.

Rösner ärgert sich vor allem über die Bundespolitik, die an der Erhöhung kräftig mitverdient. Schließlich gehen von jedem Cent Preiserhöhung 19 Prozent Mehrwertsteuer an den Staatshaushalt. "Der große Verdiener ist der Bundesfinanzminister", sagt der Stadtwerkechef.

An einem Punkt jedenfalls sind die Stadtwerke dem Staat voraus: "Wir bieten schon lange eine kostenlose Energieberatung an, denn wir sehen, wie unseren Kunden die Kosten davon laufen", sagt Rösner über das regelmäßige Angebot seines Unternehmens. Diese kostenlose Beratung, wie sie Bundesumweltminister Peter Altmaier jetzt angekündigt hat, bietet auch das Landratsamt an.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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