Viele "Holperpisten" im Landkreis

Mühldorf - Fast 70 Kilometer der Staatsstraßen im Landkreis Mühldorf sind grundlegend sanierungsbedürftig. Die SPD kritisiert, dass dafür viel zu wenig Geld investiert wird.

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Eine aktuelle parlamentarische Anfrage von SPD-Landtags-Fraktionschef Markus Rinderspacher hat ergeben, dass 69,8 von 172 Kilometer Staatsstraßen im Landkreis Mühldorf grundlegend sanierungsbedürftig sind. Das entspricht 41 Prozent. Das hat die neue, aktualisierte Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) des Staatsstraßennetzes ergeben, die alle vier Jahre erhoben wird.

Der Sanierungsbedarf im Landkreis Mühldorf liegt bei 10,5 Millionen Euro. Die SPD kritisiert, dass der reistaat Bayern in diesem Jahr jedoch nur eine Millionen Euro für die Sanierungsarbeiten, also nur knapp 9,5 Prozent des notwendigen Betrages investiert.

Unfallgefahr und "versteckte Staatsverschuldung"

Der SPD-Politiker spricht mit Blick auf die Schlaglöcher von "versteckter Staatsverschuldung", fordert höhere Investitionen und warnt, "dass die Unfallgefahr auf schlechten Straßen insbesondere in Kurven und bei Nässe steigt, vor allem für Fahrer von Zweirädern."

Der Zustand der Holperpisten im Landkreis Mühldorf liegt damit im bayerischen Durchschnitt. In den sieben Regierungsbezirken Bayerns sind an insgesamt 4.894 Kilometern Staatsstraßen grundlegende Sanierungen notwendig sind, das entspricht 36 Prozent des gesamten Staatsstraßennetzes von 13.587 Kilometern. Der Nachholbedarf für die Erhaltung der Fahrbahnen liege bayernweit bei 734 Millionen Euro, teilte Innenminister Joachim Herrmann SPD-Fraktionschef Rinderspacher auf dessen parlamentarische Anfrage mit. Brücken und andere Ingenieurbauwerke sind dabei nicht berücksichtigt. 

Quelle: Pressemitteilung SPD-Bürgerbüro Markus Rinderspacher

Quelle: innsalzach24.de

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