KKH-Fusion: Landräte uneins über Zeitplan

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Zwei Häuser, eine Zukunft? Die Landräte von Mühdorf und Altötting halten übereinstimmend an einer Fusion der Kreiskliniken Mühldorf (Bild) und Altötting fest. Über den Zeitplan sind sie allerdings uneins

Landkreise - Wann kommt es zur Fusion der Krankenhäuser? Mühldorfs Landrat Georg Huber will sie noch 2012, sein Amtskollege Erwin Schneider hat dagegen große Zweifel. 

Es bleibt dabei, die Fusion der Krankenhäuser soll noch heuer fest gezurrt werden. Das sagte jetzt Landrat Huber, Aufsichtsratsvorsitzender der Mühldorfer Kreiskliniken. Sein Altöttinger gegenüber Erwin Schneider glaubt nicht mehr an diesen Zeitplan.

Mehr zum Thema:

Krankenhäuser vor Fusion?

Für Mühldorfs Landrat Huber gibt es zu einem engen Zeitplan keine Alternative: „Wenn wir diese Entwicklung wollen, müssen wir in diesem Jahr zu Potte kommen.“ Es gehe darum, den betroffenen Mitarbeitern aber auch den Bürgern und niedergelassenen Ärzten in beiden Landkreisen Sicherheit über die Zukunft der Häuser zu geben. Dabei geht Huber schon heute so weit, dass er eine Bestandsgarantie für alle vier Krankenhäuser in Haag, Mühldorf, Altötting und Burghausen abgibt: „Wir wollen sie auf Dauer halten.“

Huber verspricht Arbeitsplatzbestand

Die Mitarbeiter bezieht er gleich mit ein. Die Krankenhäuser könnten auf niemanden verzichten, weil es grundsätzlich sehr schwierig sei, geeignetes Personal zu finden. „Es wird mit Sicherheit keinen Personalabbau geben, schließlich wollen wir die Schlagzahl erhöhen.“

Weil gleichzeitig der Druck auf die Krankenhäuser zunehme, gebe es zu einer raschen Fusion keine Alternative. Die Grundlagen dafür sollen laut Huber und dem ärztlichem Direktor Dr. Wolfgang Richter die Aufsichtsräte und Kreisräte noch heuer legen. Dazu zählen die offenen Fragen nach der Organisation und der Rechtsform des fusionierten Unternehmens und die Frage nach dem Geld: Wer bringt welches Kapital in die Gesellschaft ein? Was geschieht mit den Schulden?

"Relativ einig" mit Schneider

Diese Fragen hält Huber noch heuer für klärbar, auch wenn die Vertragsunterzeichnung durch die Gremien voraussichtlich erst 2013 möglich sein werde. „Entscheidend ist, dass wir Landkreise sagen: So läuft es.“ Kein Problem stellt nach Ansicht Hubers die Frage der Klinikleitung dar. Er sei sich mit Altöttings Landrat Erwin Schneider „relativ einig“, dass es eine Doppelspitze aus medizinischer und kaufmännischer Leitung geben werde. Sowohl ärztlicher Direktor Richter als auch Klinikengeschäftsführer Heiner Kelbel bestätigten, dass die damit verbundenen Personalfragen ohne Schwierigkeiten lösbar seien.

Schneider: Noch viele Detailfragen

Altöttings Landrat Erwin Schneider bleibt dagegen dabei, dass es in diesem Jahr zu keinen Entscheidungen auf politischer Ebene kommen kann. „Es sind so viele Detailfragen zu klären, das werden wir heuer nicht mehr schaffen“, sagte Schneider. „Genauigkeit geht vor Schnelligkeit.“

Zu diesen Details gehört laut Schneider die Frage nach der künftigen Rechtsform, unter der sich die Kliniken vereinen. Und esg geht um die Bewertung der vier Krankenäuser um deren Marktwert zu bestimmen. Schneider sieht darin aber keine Abkehr vom Fusionsprozess: „Um Gottes Willen, nein“, sagt er. „Wir sind in guten Gesprächen und schon sehr weit, die Gespräche werden selbstverständlich auch weiterlaufen.“

Aber, nach seiner Ansicht, zumindest heuer halt nicht mehr zu einem Ergebnis führen.

hon

Lesen Sie mehr am Mittwoch im Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Haager Land

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser