SOB fährt weiter - Züge verkehren häufiger

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Mühldorf - Die Südostbayernbahn (SOB) ist auch weiterhin für den Zugbetrieb in der Region verantwortlich. Das teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) am Dienstag mit.

„100 von 100 Punkten“ freute sich SOB-Geschäftsführer Christoph Kraller am Dienstag über den Zuschlag durch die BEG. Durch die lange Laufzeit habe die SOB Planungssicherheit und könne so den Betrieb weiter langfristig konzipieren.

Im neuen Vertrag, der ab 2016 gilt, ist laut Kraller nicht nur der Status Quo festgeschrieben- vielmehr habe die BEG zusätzliche Zugverbindungen genehmigt. Zwischen Mühldorf und München fahren künftig mehr Züge, unter anderem ein Spätzug von München nach Mühldorf. Zwischen Grafing und Wasserburg wird künftig auch am Wochenende ein Stundentakt gefahren, zusätzliche Abendzüge verkehren von Mühldorf nach Burghausen, Simbach, Rosenheim oder Freilassing. Am Klinikum Traunstein wird es einen zusätzlichen Haltepunkt geben.

Auch mehr Komfort verspricht der neue Vertrag: Die alten einstöckigen Waggons werden abgeschafft und durch moderne und klimatisierte Doppelstockwaggons ersetzt. Die Triebzüge auf den Nebenstrecken werden mit einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Mit der Entscheidung, die der BEG-Aufsichtsrat am Montagabend getroffen und am Dienstag publik gemacht hat, ist eine lange Phase der Unsicherheit beendet.

Seit fünf Jahren läuft laut SOB-Chef Kraller das Bewerbungsverfahren, von dem 900 Mitarbeiter des Bahnunternehmens, darunter 90 Auszubildende, betroffen sind. Ihre Zukunft wäre im Fall einer Übernahme des Netzes durch einen privaten Betreiber unsicher gewesen. Offen ist allerdings, ob es überhaupt weitere Interessenten gab. Das BEG will sich aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht äußern, Kraller betont, dass auch er nicht wisse, ob sich Konkurrenten beworben hätten. Auf allen Regionalnetzen rund um Mühldorf fahren bereits private Anbieter, allerdings gab es dort auch keine regionalen Bahnunternehmen wie die SOB in Mühldorf.

Die SOB fährt auf dem gesamten, 440 Kilometer langen Netz rund um Mühldorf, es umfasst die Strecken nach Landshut, Passau, Simbach, Burghausen, München, Wasserburg, Ebersberg, Rosenheim, Traunstein, Freilassing und Ruhpolding.

Im vergangenen Jahr transportierte die SOB erstmals mehr als eine Million Fahrgäste, die meisten davon auf der eingleisigen Pendlerstrecke nach München. Die BEG ist ein Unternehmen des Freistaats, das den Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant. Sie vergibt den Betrieb der einzelnen Regionalnetze im Rahmen von Wettbewerben.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Pressemeldung von MdB Mayer:

Der heimische Bundestagabgeordneter Stephan Mayer begrüßt die Vergabe des Regionalschienenverkehrs an die Südostbayernbahn (SOB). Der Heimatabgeordnete: "Eine bessere Entscheidung hätte die Bayerische Eisenbahn Gesellschaft nicht treffen können, vor allem, weil sie einhergeht mit Verbesserungen für über eine Million Fahrgäste."

Allein der zusätzliche Spätzug, der die Landeshauptstadt um 0.30 Uhr nach Mühldorf verlässt, verbessert die Anbindung der Region an das überregionale Schienennetz. Größerer Komfort durch den Einsatz von Doppelwagen statt der noch teilweise eingesetzten einstöckigen Waggons kommt den Pendlern zu Gute. Viele Arbeitsplätze und Ausbildungsstellen in der Region bleiben sicher. MdB Mayer abschließend: Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Christoph Kraller und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern."

Pressemeldung Büro MdB Mayer

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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