Vermessungsarbeiten bis Ende November 

St. Wolfgang sorgt vor: Keine Überflutungen mehr bei Starkregen 

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St. Wolfgang - Überflutungen durch Starkregen sind ein Problem in der Gemeinde. Bürgermeister Ullrich Gaigl musste sich bereits mehrerer Beschwerden betroffener Anwohner annehmen. Jetzt wird vorgebeugt:

"In Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt haben wir uns dafür entschieden, Überflutungsgebiete in der gesamten Gemeinde St. Wolfgang zu ermitteln und eine Gefährdungsbetrachtung an den Gewässern Dritter Ordnung durchzuführen", erklärt Ullrich Gaigl gegenüber innsalzach24.de. 

Schutz der Häuser vor Überschwemmungsgefahr

Die Gemeinde erhoffe sich, bei künftigen Starkregenereignissen besonders an Brennpunkten vorbeugend reagieren zu können. "Wir möchten besonders gefährdete Stellen erörtern, um Hochwasserschäden im besten Fall vorab vermeiden zu können. Im Zuge der Planungen sollen sinnvolle Stellen ermittelt werden, die das Wasser ohne größeren Schaden zu verursachen, ableiten können." 

"Die Planungen ermöglichen es uns, Szenarien durchzuspielen, wie sich Eingriffe in die Natur durch den Bau von Straßen oder beispielsweise die Ausweisung von Bauland auf plötzlich eintretenden Starkregen auswirkt. Um diese Planung zu erstellen ist es notwendig, dass die Kanäle und Geländehöhen im Gemeindegebiet aufgenommen werden", so der Bürgermeister. "Wir wollen alle Möglichkeiten und Details berücksichtigen, damit wir Überflutungen durch Starkregen in Zukunft vermeiden können. In dem Zusammenhang brauchen wir wohl auch neue Notwasserwege."

Erste Ergebnisse Anfang Dezember 

Gaigl weiter: "Im Zuge der Planungen werden seit Montag, 18. September, bis Ende November 2017 Vermessungsarbeiten durchgeführt. Die Vermessungsingenieure müssten laut Gaigl im Zuge ihrer Arbeiten auch private Grundstücke betreten und überprüfen. Der Bürgermeister setzt hier auf die Kooperation der Bürger, damit die Planung erfolgreich verlaufen kann und die Gemeinde aussagefähige Grundlagen zum künftigen Schutz vor Überschwemmungen erhält. 

Die Gemeinde schätzt Anfang Dezember erste Ergebnisse der Arbeiten des Vermessungsamts vorstellen zu können. Die Planungen sind abgesegnet und werden etwa 130.000 Euro kosten, 70 Prozent davon werden laut dem Bürgermeister gefördert

mb

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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