Die Sicherheitslage ist gut

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Mühldorf – Die Verantwortlichen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und die Spitzen des Mühldorfer Landratsamts trafen sich am Donnerstag zum Sicherheitsgespräch.

Das Fazit des Gesprächs im Mühldorfer Landratsamt: Die Sicherheitslage im Landkreis Mühldorf für das Jahr 2011 ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

In der Kriminalstatistik ist ein leichter Anstieg der registrierten Straftaten zu verzeichnen, dennoch markiert der Wert den drittniedrigsten Stand der letzten acht Jahre. Im Bereich der Unfallentwiclung war ein Anstieg der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Die Anzahl der Verletzten ist angestiegen, entgegen dem Trend in Bayern sank die Zahl der Todesopfer.

Die ausführliche Statistik des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Im letzten Jahr wurden im Landkreis Mühldorf insgesamt 4255 Straftaten erfasst. Das waren 46 Fälle mehr als im Vorjahr. Von diesen Straftaten wurden von der Polizei 2743 Fälle aufgeklärt. Die Aufklärungsquote betrug damit 64,5 Prozent und liegt damit über dem bayerischen Landesdurchschnitt. Die Belastung der Bevölkerung mit Straftaten lag 2011 bei 3858 pro 100 000 Einwohner und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 4969.

Zu den 4743 geklärten Straftaten 2011 wurden 2093 Tatverdächtige ermittelt. Darunter befand sich ein Anteil von 13,4 Prozent nichtdeutscher Personen. Zieht man die Anzahl der spezifischen Verstöße gegen das Ausländer- und Asylverfahrensgesetz ab, so beträgt der Ausländeranteil an allen Tatverdächtigen noch 12,9 Prozent.

Von den insgesamt 2093 ermittelten Tatverdächtigen waren 25 Prozent jünger als 21 Jahre. Insbesondere Jugendliche und Heranwachsende (14 bis 21 Jahre), mit einem einem Anteil von 8,4 Prozent an der Wohnbevölkerung, sind 20,9 Prozent überproportional bei den Tatverdächtigen. „Die Überrepräsentation dieser Altersgruppe resultiert großteils aus ihrer sehr hohen Beteiligung bei den Diebstahl-, Sachbeschädigungs- und Körperverletzungsdelikten. Häufig ist dabei auch Alkohol im Spiel“, betonte Robert Heimberger.

Bei der Gewaltkriminalität wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub und schwere Körperverletzung wurden im Landkreis 136 entsprechende Delikte im letzten Jahr registriert. Dies stellt einen Rückgang um 14 Fälle oder 9,3 Prozent dar. Der Anteil an der Gesamtkriminalität lag bei 3,2 Prozent. Die Aufklärungsquote, so Heimberger, ist mit 88,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent angestiegen.

Die Straßenkriminalität umfasst alle Straftaten, die einen speziellen Bezug zum öffentlichen Verkehrsraum haben, wie Handtaschenraub, Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen und Diebstähle rund um das Kfz, Fahrraddiebstähle und Automatenaufbrüche. Hier gingen die Fallzahlen um 26 auf 834 Delikte erneut im Landkreis zurück. Es konnten 24,6 Prozent aufgeklärt werden, dies bedeutet einen deutlichen Anstieg um 4,8 Prozent. „Die Aufklärungsquote steigt mit der Qualität der Delikte an, so konnten 73,3 Prozent der Raubdelikte aufgeklärt werden“, erläuterte der Polizeipräsident.

Landrat Georg Huber und Polizeipräsident Robert Heimberger waren sich einig, bei der Prävention die bereits bestehende sehr gute Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Die Kontrollen im Jugendbereich sollen in enger Abstimmung mit dem Amt für Jugend und Familie am Mühldorfer Landratsamt und der Polizei weiter verstärkt werden. Beide stellten heraus, dass Polizeibehörden und das Landratsamt eng kooperieren und dies auch zum Wohl der Bevölkerung in diesem Jahr verstärkt weiterführen wollen.

sb/Mühlorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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