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Durchbruch für die A 94

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Buddeln am Freitag, dem 13.: Landtagsabgeordneter Jakob Schwimmer (CSU), Bundestagsabgeordneter Florian Pronold (SPD), Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner (CSU), Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer (CSU), Verkehrs-Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer, Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU), der Leiter der obersten Baubehörde Josef Poxleitner, Mühldorfs Landrat Georg Huber (CSU), der Präsident der Autobahndirektion Südbayern Paul Lichtenwald und Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner (CSU, von links).

Mühldorf/Dorfen - Die Bagger sind schon seit Wochen vor Ort, jetzt wurde mit dem Spatenstich bei Dorfen auch offiziell mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Andreas Scheuer, bekam die Tücken der aktuellen Verkehrssituation in der Region gestern am eigenen Leib zu spüren. Mit 20 Minuten Verspätung erreichte er die Baustelle in Lindum bei Dorfen. „Ich komme aus Passau“, erklärte er – und im Grunde reichte das an diesem Tag als Entschuldigung.

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Wie Gastgeber Paul Lichtenwald, Präsident der Autobahndirektion Südbayern, hoben auch alle anderen Redner mit Verweisen auf die überlastete und unfallträchtige B 12 die Dringlichkeit des Autobahnbaus heraus. Nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Wirtschaft in der Region sei eine leistungsfähige Ost-West-Achse von herausragender Bedeutung.

„Der heutige Spatenstich ist auch ein Durchbruch in der Debatte um die Trassenführung“, erklärte Staatssekretär Scheuer mit Blick auf die Autobahngegner, die sich zu einer ökumenischen Andacht in Watzling getroffen hatten und anschließend den Festakt mit einem kleinen Hupkonzert begleiteten. „Die gewählte Trasse ist richtig“, sagte Scheuer. „Jetzt gibt es kein Zurück mehr.“

Genauso sieht es der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber: „Die abstrakte Zustimmung zu einem Großprojekt ist meistens einfach. Schwierig wird es dann, wenn es um den Platz vor der eigenen Haustür geht.“ Für solche Fälle gebe es klare Regeln. „Und diese Regeln sind alle eingehalten worden.“ Mehr noch: „Ich als bayerischer Umweltminister will mir doch nie vorwerfen lassen, hier nicht genau hingeschaut zu haben.“

Die Eingriffe in die Landschaft würden deshalb auf das „unvermeidliche Mindestmaß“ reduziert. Dazu kämen zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Nutur. Unter anderem habe man im Vorfeld den viel zitierten „Kriechenden Scheiberich“ umgesiedelt. „Und ich kann ihnen sagen: Es geht ihm gut, er wächst hervorragend.“

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Mit dem Spatenstich beginnen offiziell die 40 Millionen Euro teueren Vorarbeiten für den Abschnitt Pastetten-Dorfen, die unter anderem den Bau von vier Brücken sowie archäologische Untersuchungen und Umlegungen von Leitungen beinhalten (siehe Infokasten; „Daten und Fakten“). „Damit nutzen wir bestmöglich die Zeit, bis zwischen Dorfen und Heldenstein Baurecht besteht“, sagte Huber und richtete mit Blick auf die Kosten für den Weiterbau und die knappen Kassen des Bundes einen Appell an Staatssekretär Scheuer, erneut über alternative Finanzierungsmodelle in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften nachzudenken.

Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner machte deutlich, dass das Ziel der weiteren Planungen und Baumaßnahmen eine gleichzeitige Freigabe der Abschnitte Pastetten - Dorfen und Dorfen - Heldenstein sein müsse: „Sonst erstickt Schwindkirchen im Verkehr. Vom baulichen Zustand der Staatsstraße 2084 ganz zu schweigen.“ Im Rückblick auf die jahrzehntelange Debatte um den Autobahnbau sei es immer nur um die Trassenführung gegangen, erinnerte Grundner. „Es ging nie um die notwendige Maßnahme an sich.“ Schließlich sei allen Beteiligten klar, dass Südbayern nicht nur aus dem Großraum München bestehe. „Auch der ländliche Raum hat einen Anspruch auf Prosperität und Entwicklung.“

ha/Mühldorfer Anzeiger

Baustelleninformationstag auf der A94-Baustelle bei Ampfing im Oktober 2011:

A94-Baustellen-Informationstag

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Quelle: innsalzach24.de

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