Sperrung um eins vor zwölf

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In den letzten Tagen wurde das Gerüst in der Garser Pfarr- und Klosterkirche aufgebaut, nun wird oben eine Plattform aufgesetzt.

Gars - Seit Ende Mai ist die Garser Pfarr- und Klosterkirche wegen statischer Probleme am Gewölbe durch das Staatliche Bauamt Rosenheim gesperrt. Jetzt weiß man:

Nicht nur die Kirche ist gesperrt, auch der Bereich der nahe an der Kirche gelegenen Gräber im Friedhof ist durch einen Bauzaun abgetrennt und darf nicht betreten werden, Gräber können deshalb derzeit auch nicht gepflegt werden.

Nach den Untersuchungen in den vergangenen Wochen gab es nun eine Begehung mit Mitarbeitern des Staatlichen Bauamts, des Denkmalschutzes und den Sachverständigen.

Das Ergebnis sei, so Dekan Pater Ulrich Bednara aus Gars, dass "es nicht fünf vor zwölf sondern Eins vor zwölf war", Maßnahmen zu ergreifen. Das Gewölbe wäre ohne Sanierung eingestürzt, die Kirche war sehr gefährdet.

Sanierung soll umgehend beginnen

Aufgrund dieser Dringlichkeit würden nun die Baumaßnahmen zur Sanierung umgehend eingeleitet, stellte das Landbauamt in Aussicht.

Die gesperrten Gräber im Friedhof sind ab 28. Oktober wieder zugänglich.

Auch optisch hat sich nun einiges getan. In der Kirche ist ein Innengerüst aufgebaut. Noch sieht man das Gewölbe, bald aber wird darunter eine Plattform errichtet, damit die Sanierungsarbeiten beginnen können.

Da bald Allerheiligen ist, wollen die Garser ihre Gräber herrichten. Zugesagt ist, dass der gesperrte Bereich im Friedhof unmittelbar an der Kirchenmauer nächste Woche am Freitag, 28. Oktober, wieder freigegeben und der Bauzaun entfernt wird.

Da die Kirche im Moment noch nicht wieder für Gottesdienste "unter dem Gerüst" geöffnet werden kann, entfällt an Allerheiligen das Totengedenken in der Kirche. Stattdessen beginnt um 13.30 Uhr beim Leichenhaus eine kurze Feier mit Gedenken für die Verstorbenen des letzten Jahres, anschließend ist die Gräbersegnung.

Wasserburger Zeitung

Quelle: innsalzach24.de

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