Übernachtungen gingen zurück

Landkreis - Der Aufwärtstrend im bayerischen Fremdenverkehr hält weiter an, doch die Hoteliers und Vermieter im Landkreis Mühldorf profitieren davon nicht.

Mühldorf - Von allen 9,7 Millionen Übernachtungen, die bayernweit im Monat Juli registriert wurden, entfielen 17 316 auf den Landkreis Mühldorf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies 7,7 Prozent weniger Übernachtungen, die Geld in die Kassen der Vermieter brachten.

Vor allem die Städte und Kreise in der Oberpfalz blieben diesmal etwas hinter den Landeszahlen zurück, geht aus den vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamtes für Statistik weiter hervor. So verzeichnete die Oberpfalz im Juli als einziger Regierungsbezirk niedrigere Gäste- und Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen Regierungsbezirke blieben auf Erfolgskurs, was die Übernachtungszahlen angeht. Schwaben konnte diesmal die jeweils höchsten Zuwachsraten für sich verbuchen (3,5 Prozent mehr Gästeankünfte und 4,4 Prozent mehr Übernachtungen).

Wenn auch der Sommermonat Juli nicht überall positiv ausfiel, erreicht die bisherige Übernachtungsbilanz der Monate Januar bis Ende Juli in fast allen Städten und Kreisen Bayerns höhere Werte als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Geschuldet ist dies vor allem den besucher- und übernachtungsstarken Monaten Januar bis Mai. Im Kreis Mühldorf kamen nach vorläufigen Zahlen bislang insgesamt 97424 Übernachtungen zusammen, rund 4,6 Prozent mehr als von Januar bis Ende Juli des Vorjahres. Bayernweit erhöhte sich in den ersten sieben Monaten 2012 die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf mehr als 17,5 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um rund fünf Prozent auf gut 47,2 Millionen Übernachtungen.

Seit Beginn des Jahres 2012 werden in der Fremdenverkehrsstatistik des Landesamtes für Statistik nur noch Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten sowie Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen erfasst. In den Vorjahren lag die Erfassungsgrenze etwas niedriger - bei neun Betten, was die Vergleichsmöglichkeiten einschränkt. An der Grundtendenz freilich ändert dies nichts, im Gegenteil, trotz der angehobenen Erfassungsgrenze verzeichnet die Branche aktuell steigende Übernachtungszahlen. Die in Text und Grafik verwendeten Zahlen beziehen sich auf die Genesis-Datensätze des Bayerischen Landesamtes.

Aufgeschlüsselt in die einzelnen Monate sah es bislang folgendermaßen aus: Im Januar meldeten die hiesigen Betriebe 7985 Übernachtungen. 9653 waren es im Februar und 14 588 im März. Das zweite Quartal begann mit 14 524 Übernachtungen im April, weitere 17 477 folgten im Mai, 15 881 im Juni und im Juli waren es nun 17 316. Ohne Nacherfassungen und Korrekturen, wegen der in den Monats-Ergebnissen enthaltenen Schätzungen (aufgrund fehlender Meldungen von Beherbergungsstätten), ergibt das für die ersten sieben Monate des Jahres zusammen vorläufig 97 424 Übernachtungen.

Großen Zulauf verbuchten im Monat Juli bayernweit die Campingplätze mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch die meisten anderen Betriebsarten zählten mehr Gäste und Übernachtungen, allen voran die Hotels garnis und Pensionen. Dagegen lagen die Zahlen der Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime im Juli "deutlich unter Vorjahresniveau", wie die Statistiker in einer Pressemeldung betonen.

zds/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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