Piratenpartei nominiert Rotter und Hiebendahl

Waldkraiburg  - Die Piratenpartei schickt ihren Kreisvorsitzenden Hans-Peter Rotter aus Obertaufkirchen als Direktkandidat in den Landtagswahlkampf im Herbst 2013.

Hans-Peter Rotter hatte sich als Einziger um die Kandidatur beworben. Von zehn akkreditierten Mitgliedern des Kreisverbandes, der derzeit nach Angaben der Partei 50 stimmberechtigte Mitglieder hat, sprachen sich neun für den 52-jährigen IT-Fachmann aus. Rotter, der bei der Postbank im IT-Bereich arbeitet und nebenher eine eigene Firma mit Angestellten betreibt, gehört der Partei bereits seit Mitte 2009 an. Im Zuge seines Engagements bei den Piraten ist er unter anderem auch im Netzwerk "Mühldorf ist bunt", dem Bündnis für Demokratie und Toleranz, aktiv.

In der Nominierungsversammlung im Graf-Toerring-Hof legte er kein Programm für den Wahlkampf vor, kündigte aber an, seine Schwerpunkte im Bereich Transparenz und Informationsfreiheit zu setzen. Ein zentrales Anliegen ist ihm dabei ein Informationsfreiheitsgesetz, dass es in Bayern im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern nicht gibt, weil sich die CSU dagegen sperre. Die Drogenpolitik, ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der Piratenpartei, habe für ihn keine Priorität, so Rotter.

Aufgrund seiner Erfahrungen als Vater von drei Kindern will er sich für Verbesserungen im Schulsystem einsetzen. Ohne konkret zu werden, sprach er sich für eine Veränderung von Lehrplänen aus. Kritik übte er insbesondere an den Stundenausfällen. Während er von guten Erfahrungen an der privaten Wirtschaftsschule Gester berichtete, verschlechtert sich die Situation an staatlichen Schulen nach seiner Einschätzung von Jahr zu Jahr. Versäumnisse sieht er auch im Bereich der Infrastrukturpolitik, bei der Autobahn und bei Ausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke nach München.

Waldkraiburger Pirat will in den Bezirkstag

Kandidiert für den Bezirkstag: Jochen Hiebendahl.

Bei der Wahl des Direktkandidaten für den Bezirkstag setzte sich der Waldkraiburger Jochen Hiebendahl durch. Hiebendahl erhielt acht von zwölf abgegebenen Stimmen. Der 51-jährige Hiebendahl arbeitet für ein mittelständisches Software-Unternehmen und vertritt die Belange der Mitarbeiter als Betriebsratsvorsitzender.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: innsalzach24.de

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