Weniger Unfälle - mehr Tote

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Unfallschwerpunkt Autobahnbaustelle: Zwischen Heldenstein und Ampfing gab es mehrere schwere Unfälle mit Verletzten und Toten. Als Grund nennt die Polizei die häufig wechselnde Verkehrsführung. Diese Unfallstellen sollen mit dem Ende der Bauarbeiten im Dezember verschwinden.

Mühldorf - Wie in Bayern und im Landkreis ist auch im Bereich der Mühldorfer Polizei die Zahl der Unfälle leicht gefallen. Neun Menschen kamen dabei aber ums Leben.

Die bayernweite Entwicklung 2011 hat auch vor dem Bereich der Polizei Mühldorf nicht Halt gemacht. Die Zahl der Unfälle fiel leicht von 1521 auf 1510. Bei 229 kamen Menschen zu Schaden. "Diese Zahlen alleine wären an sich noch nicht Besorgnis erregend, da sie sich nur unwesentlich von den Vorjahreszahlen unterscheiden", wertete Verkehrsfachmann Johann Rabl die Bilanz. "Kopfzerbrechen bereitet uns aber der massive Anstieg der Verletzten."

So stieg die Zahl der Leichtverletzten um 15,6 Prozent auf 267, die der Schwerverletzten sogar um 50 Prozent auf 78. "Das deutet auf höhere Geschwindigkeiten bei den Verkehrsunfällen hin", sagte Rabl. Neun Menschen starben, im Vorjahr waren es sieben.

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Als Ursache für den Anstieg nennt Rabl die vielen Baustellen im Bereich der Autobahn mit häufig geänderter Verkehrsführung und Umfahrungen. Auch die Umfahrung Neumarkt-St. Veit bereitete Probleme. "Bei beiden Baustellen musste der Verkehr oftmals über einen längeren Zeitraum über das untergeordnete Straßennetz geführt werden, das für solche Verkehrsmassen nicht ausgelegt war." So starben zwischen Ampfing und Heldenstein mit 21 Unfällen drei Menschen, 22 wurden verletzt.

Der zweite Unfallschwerpunkt ist nach Ansicht der Polizei dagegen entschärft. An der Innkanal-Kreuzung in Mühldorf-Nord gibt es seit einigen Wochen eine neue Ampel für Linksabbieger. Dort ereigneten sich elf Unfälle mit acht Verletzten.

Besonders weist Rabl auf den Unfall auf der B12 im Bereich der Autobahnbaustelle hin, bei dem ein Polizist nach dem Zusammenstoß seines Dienstwagens mit einem Betonmischer ums Leben kam. Zwei Menschen starben in einem VW Touran, der aus noch immer ungeklärter Ursache in der Umfahrung der A94-Baustelle in den Gegenverkehr fuhr.

Polizist bei B12-Unfall getötet

Polizist bei Unfall auf B12 getötet - Teil 2

Tödlicher Unfall auf der B12

Tödlicher Unfall - Weitere Fotos

Der unfallträchtigste Tag ist der Freitag mit 268 Unfällen, montags gab es 232 Unfälle. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg von 24 auf 28 an. "Allein bei diesen Unfällen wurden vier Verkehrsteilnehmer, zum Teil unter tragischen Umständen, getötet." Ein Drittel der gesamten Unfälle waren im übrigen Wildunfälle: 574-mal stießen Mensch und Tier zusammen.

Wie im vergangenen Jahr gab es nur einen Schulwegunfall bei dem ein Schüler verletzt wurde. "Zu verdanken ist dies auch den Jugendverkehrserziehern der Polizei Mühldorf, die beim Schulweg- und beim Schulbustraining 495 Kinder und 39 Schulbuslotsen ausbildeten", erklärte Rabl.

hon/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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