Wohnimmobilien sehr gefragt

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Die Bautätigkeit im Landkreis Mühldorf nimmt zu. Gerade in der Stadt Mühldorf entstehen viele neue Wohngebäude.

Mühldorf - Die Dynamik auf dem Wohnimmobilienmarkt im Landkreis Mühldorf hält an. Im dritten Jahr in Folge hat die Nachfrage nach Wohnraum im Landkreis zugenommen.

Im dritten Jahr in Folge hat die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen im Landkreis zugenommen. Die Folge sind ein knappes Angebot und steigende Preise. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser kosten im Landkreis bis zu 350 000 Euro.

"Die aufgrund der Finanz- und Schuldenkrise bestehenden Inflationsängste haben die Nachfrage nach Wohnimmobilien sowohl bei den Eigennutzern wie auch bei den Kapitalanlegern deutlich gesteigert", erklärte Manfred Schwarz, Immobilienvermittler der Sparkasse Altötting-Mühldorf.

Die Preise für gebrauchte Häuser sowie für gebrauchte Eigentumswohnungen sind im Jahr 2011 im Landkreis um rund sieben Prozent gestiegen. Für ein Doppel- oder Reihenhaus mussten die Käufer bei einfacher Ausführung zwischen 220 000 bis zu 240 000 Euro bezahlen. Für ein Haus der mittleren Qualität waren es 240 000 bis 260 000 Euro. Für eine bevorzugte Wohnimmobilie waren es zwischen 280 000 bis 310 000 Euro.

Für eine einfache Eigentumswohnung lag der Preis für den Quadratmeter zwischen 2000 und 2200 Euro, für eine mit mittlerer Ausstattung wurde die gleiche Preisspanne errechnet. Die bevorzugten Eigentumswohnungen kosteten zwischen 2200 und 2500 Euro pro Quadratmeter.

Für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus in der einfachen Kategorie müssen vom Käufer zwischen 190 000 und 230 000 Euro berappt werden, die mittlere Kategorie kostet zwischen 240 000 und 280 000 Euro. Bei den bevorzugten Häusern belaufen sich die Kosten zwischen 350 000 und 390 000 Euro. Eine einfache Doppelhaushälfte liegt zwischen 160 000 und 180 000 Euro, die mittlere Preislage zwischen 190 000 und 220 000 Euro und die bevorzugte bei 230 000 bis 280 000 Euro. Die Zahlen sind dem Marktspiegel für Bayern 2012 der Sparkassen-Immobilien Vermittlungs GmbH entnommen.

Zurzeit ist das Wohnimmobilienangebot im Landkreis Mühldorf gering bis mäßig. Die Nachfrage nach Wohnhäusern und Eigentumswohnungen ist aber unvermindert hoch. Das hat zur Folge, dass die Preise für Wohnimmobilien im Landkreis weiter steigen. "Trotz der in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Preissteigerung auf dem Wohnimmobilienmarkt in Mühldorf kann nach unserer Einschätzung bei Standardobjekten nicht von einer Preisblase gesprochen werden", betonte Manfred Schwarz.

Nach seinen Worten gebe es keine Parallelen zu Immobilienblasen in der USA, Irland oder Spanien. Dort wurden Häuser und Wohnungen in vielen Fällen zu hundert Prozent über Kreditinstitute finanziert, da alle Beteiligten auf hohe Preissteigerungen innerhalb weniger Jahre spekulierten. "Die derzeitigen Rahmenbedingungen auf dem bayerischen Wohnimmobilienmarkt unterscheiden sich grundsätzlich, Banken und Sparkassen finanzieren keine Objekte in voller Höhe der Anschaffungskosten. Weder Eigentümer noch Kapitalanleger erwarten hohe Wertsteigerungen. Maßgeblicher Beweggrund beim Kauf einer Immobilie im Landkreis Mühldorf ist für viele die Sicherung ihres vorhandenden Kapitals", erklärte Manfred Schwarz.

Von den landesweiten Durchschnittspreisen können die Preise in den Regionen erheblich abweichen. Ist im Landkreis Mühldorf für ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in mittlerer bis bevorzugter Lage rund 300 000 Euro zu bezahlen, müssen für ein vergleichbares Objekt etwa in der Region Rosenheim zwischen 350 000 und 450 000 Euro investiert werden. In guten Lagen in München sowie des Landkreises Starnberg sind dafür in der Regel mehr als 700 000 Euro Kaufpreis anzusetzen.

Der Gesamtumsatz der Immobilien im Landkreis Mühldorf betrug im Jahr 2003 170 Millionen Euro, im Jahr 2008 sank dieser Betrag auf 134 Millionen und kletterte im letzten Jahr auf 206 Millionen Euro.

sb/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: innsalzach24.de

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