Jusos: "Kein Verständnis für Stöttners Kritik"

Rosenheim - Keinerlei Verständnis für die Kritik des Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner an den Kirchen (wir berichteten) zeigen jetzt die Jusos in Stadt und Landkreis Rosenheim:

Der CSU-Landtagsabgeordnete äußerte im Rahmen einer Veranstaltung Kritik an der Position der Kirche in der Asylpolitik. Die Kirche dürfe nicht beispringen und sollte hier nicht politisch sein, so Stöttner. Hohe Kirchenvertreter wie Kardinal Reinhard Marx und Heinrich Bedford-Strohm von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hatten Kritik am Asylverfahren und an der Unterbringung der Asylbewerber geäußert.

"Dass die Kirche hier laut wird ist völlig richtig. Wir können nicht nachvollziehen wie sich ein Politiker anmaßen kann, der Kirche Empfehlungen abzugeben wann sie politisch sein darf und wann nicht", so Tobias Wudy, Kreisvorsitzender der Jusos Rosenheim Land.

Thomas Frank, Vorsitzender der Jusos Rosenheim Stadt, betonte zudem: "Der Hungerstreik, in den die Asylbewerber getreten sind, ist ein Zeichen ihrer Verzweiflung. Wo Leben und Gesundheit zur Debatte stehen, erwarten wir von jedem demokratischen Politiker Sensibilität. Wahlkampf ist hier völlig unangebracht!"

Die Jusos Rosenheim stehen hinter der Forderung der Kirche, in der Asylpolitik ein Umdenken einzuläuten. Man müsse zudem einen Bewusstseinswandel herbeiführen. Kein Mensch ist illegal nur weil er das Schicksal mit sich trägt, auf einem bestimmten Fleck der Erde geboren zu sein. Hier müssen die Politiker zusammenarbeiten und nicht Provokationen schüren.

Pressemeldung der Kreisvorsitzenden der Jusos Rosenheim Stadt und Land Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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