Betrunkene Lkw-Fahrer gehen aufeinander los

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Rosenheim - Mit einigen Unfällen hatte es die Verkehrspolizei am Wochenende zu tun. Der unglaublichste Vorfall war aber eine Prügelei unter betrunkenen Lkw-Fahrern!

Auf den Autobahnen A8 und A93 herrschte am Wochenende normales Verkehrsaufkommen, ohne nennenswerte Beeinträchtigungen. Im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim ereigneten sich vier Verkehrsunfälle mit insgesamt drei verletzten Personen.

Die Unfälle:

Am Freitagvormittag kam es auf der B15 Richtung Raubling kurz vor der WEKO-Kreuzung zu einem Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Der 20-jährige Lenker eines BMW aus dem Raum Rosenheim übersah beim Überholen eines Lkw den vor ihm stockenden Verkehr, fuhr auf einen E-Klasse Mercedes auf, und schob diesen noch auf einen davor befindlichen Audi Q5. Der Unfallverursacher sowie der 63-jährige Fahrer des Mercedes wurden leicht verletzt. Der 63-jährige wurde mit Schmerzen an der Halswirbelsäule ins Klinikum Rosenheim eingeliefert.

Am Nachmittag des selben Tages kam eine 82-Jährige mit ihrem 3er BMW auf der A8 Richtung München kurz vor der Anschlussstelle Irschenberg aus Unachtsamkeit nach rechts von der salznassen Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die ältere Dame aus dem Raum München erlitt Prellungen, sie wurde in die Klinik Bad Aibling eingeliefert. Am BMW entstand Totalschaden, außerdem wurde entsprechender Flurschaden verursacht.

Am Samstagnachmittag bog der 32-jährige Lenker eines nagelneuen VW Golf in Rosenheim-Aising aus der Kirnsteinstraße nach links in die Aisinger Straße ein, und übersah dabei den von rechts kommenden vorfahrtsberechtigten Ford eines 21-Jährigen. Es kam zum Zusammenstoß der Fahrzeuge. Beide Fahrer aus dem Landkreis Rosenheim blieben unverletzt, es entstand erheblicher Sachschaden, die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Ein Reifenplatzer an einem Sattelzug verursachte am Samstagabend Sachschäden an drei Fahrzeugen. Der Lkw aus dem Bereich Nürnberg war am Bernauer Berg auf der A8 Richtung München unterwegs, als ihm ein Reifen am Sattelanhänger platzte. Die Reifenkarkasse blieb auf der Fahrbahn liegen, der 61-jährige griechische Lkw-Fahrer konnte seinen Sattelzug gerade noch in eine Pannenbucht lenken. Drei nachfolgende Pkw fuhren jedoch über das Reifenteil, dabei wurden die Fahrzeuge erheblich beschädigt.

Bei den geschilderten Verkehrsunfällen entstand ein Gesamtschaden von rund 50.000 Euro.

Betrunkene Lkw-Fahrer prügeln sich auf Rastanlage

Für eine kurzweilige Nacht von Samstag auf Sonntag sorgte eine Rauferei zwischen vier betrunkenen litauischen Lkw-Fahrern an der Rastanlage Inntal an der A93 Richtung Rosenheim. Bisherigen Ermittlungen zur Folge kam es zwischen den Kontrahenten am späten Samstagabend zum Streit in dessen Verlauf auch die Scheibe eines Lkw mit einem Radmutternschlüssel eingeschlagen wurde.

Der 24-jährige mutmaßliche Täter der Sachbeschädigung wurde daraufhin von seinen drei zum Teil erheblich alkoholisierten Landsleuten „in die Mangel genommen“. Dann flüchtete er offenbar in betrunkenem Zustand mit dem Sattelzug vor weiteren Schlägen. Dort löste er letztlich durch seinen Notruf den Einsatz der Feuerwehr, und mehrerer Streifen der Polizei aus. Der genaue Standort des Lkw war auf Grund der ungenauen Angaben zunächst nicht bekannt. Der fragliche litauische Sattelzug konnte schließlich am Autohof in Reischenhart ausfindig gemacht werden.

Mittlerweile schlief der Fahrer jedoch im Führerhaus und öffnete auch auf verstärktes Klopfen durch die Einsatzkräfte nicht. Daraufhin wurde das Führerhaus von der Feuerwehr Reischenhart durch Einschlagen der Scheibe gewaltsam geöffnet. Erst jetzt erwachte der erheblich im Gesichtsbereich verletzte Fahrer aus seinem tiefen Schlaf. Er wurde mit einer Nasenbeinfraktur und Abschürfungen zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht.

Der Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von über ein Promille. Im Klinikum wurde entsprechend bei dem 24-jährigen Litauer eine Blutentnahme vorgenommen. Sein Führerschein wurde sichergestellt, er muss wegen der Trunkenheitsfahrt mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Darüber hinaus ergab eine fahndungsmäßige Überprüfung des Litauers, dass er von der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen eines von ihm verursachten Verkehrsunfalls ausgeschrieben war, hier stand noch die Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von mehreren hundert Euro aus.

Gegen die drei handgreiflichen Kollegen des verletzten Litauers wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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