"Wir weisen den Vorwurf strikt zurück"

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Fachkräftemangel zieht immer weitere Kreise.
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Landkreis – Einem Vorwurf eines ehemaligen Mitarbeiters nach soll eine Firma aus dem Landkreis statt Mitarbeiter aus der Region, osteuropäische Leiharbeiter eingestellt haben:

Der Fachkräftemangel zieht immer weitere Kreise. Nicht mehr nur Ingenieure werden händeringend gesucht, auch handwerkliche Facharbeiter werden immer weniger. Dies hat offenbar auch eine Elektro-Firma aus dem Landkreis zu spüren bekommen, die nach zwei Entlassungen und zwei freiwilligen Kündigungen im letzten Jahr lange auf der Suche nach neuen Mitarbeitern gewesen sein soll. Hauptaugenmerk lag auf Elektroinstallateure, Heizungsbauer, Solarbauer und Meister für Elektrotechnik.

Fachkräfte durch Leiharbeiter ersetzt?

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Einer der Mitarbeiter, der die Elektro-Firma Ende des Jahres 2012 freiwillig verlassen hat, klagte nun den Firmenchef an. Wie Norbert G. gegenüber rosenheim24 sagt, habe dieser die entlassenen Mitarbeiter durch Leiharbeiter, zum Teil aus dem osteuropäischen Ausland, ersetzt.

Fachkräfte aus dem Ausland geholt:

Diesen Vorwurf weist die Elektro-Firma auf Nachfrage zurück. Wie es vom Firmenchef heißt, „weisen wir den Vorwurf strikt zurück“. Das ganze Jahr 2012 sei nach neuen fleißigen und kompetenten Mitarbeitern gesucht worden, ohne Erfolg. Deshalb habe sich die Firma Unterstützung von tschechischen und ungarischen Mitarbeitern geholt, „die in ihrer Heimat keine Arbeit finden konnten“.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung:

Dies ist auch gerechtfertigt, so die Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Rosenheim, Katharina Kristen. Im gesamten Elektrobereich herrsche ein Fachkräftemangel. Derzeit seien 150 freie Stellen in diesem Bereich zu vermelden, denen würden auch 150 Arbeitslose gegenüberstehen. Allerdings würden die offenen Stellen nicht immer auf die Arbeitslosen passen, weil diese zum Beispiel nicht den Anforderungen der Firmen entsprechen würden, so Kristen weiter.

Deutschlandkarte für den Fachkräftemangel

So bleibt es an jeder Firma selbst, die offenen Stellen anderweitig zu besetzen: Zum Beispiel mit Mitarbeitern aus dem europäischen Ausland. Hierfür gebe es bei der Agentur für Arbeit auch eine Zentrale Auslands- und Fachvermittlung, kurz ZAV. Für diese würden die benötigten Fachkräfte aus dem europäischen Ausland auch extra durch Mitarbeiter vor Ort angeworben werden. Bislang sei dazu aber zu sagen, so Kristen, dass bislang wenige Firmen im Bereich der Agentur für Arbeit Rosenheim auf diese Möglichkeit zurückgreifen würden.

Quelle: rosenheim24.de

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