Studie: Region braucht dringend mehr Wohnungen

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Landkreis - Laut dem aktuellen Wohnatlas 2030 wird der Bedarf für Wohnraum in der gesamten Region ansteigen - und das teilweise sehr deutlich!

In fast allen deutschen Bundesländern wird der Bedarf an Wohnraum sinken. In den Landkreisen unserer Region wird der Bedarf aber steigen, wie auch in Bayern insgesamt. Das sagen die Zahlen aus, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in seinem Wohnatlas 2020 vorgelegt hat.

Das Institut geht für seine Berechnungen davon aus, dass die Wohnraumnachfrage gleich bleibt. Der Bedarf an Wohnraum soll dann in der Region bis zum Jahr 2030 mindestens um folgende Werte ansteigen:

Landkreis Rosenheim: +10,3 Prozent

Rosenheim Stadt: +7,7 Prozent

Landkreis Altötting: +3,8 Prozent

Landkreis Mühldorf: +6,6 Prozent

Landkreis Traunstein: +3,8 Prozent

Berchtesgadener Land: +4,9 Prozent

Falls die Nachfrage wächst, könne sich der Bedarf allerdings um teilweise über 25 Prozent erhöhen.

Starker Einfluss von München

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat verschiedene Szenarien durchgespielt und kommt zu folgender Erwartung, was den künftigen Bedarf an Wohnraum betrifft: Den deutschlandweit größten Anstieg in der Nachfrage wird es im Großraum München geben. Auf die Landkreise Erding, Ebersberg, Dachau und Freising folgt in der Aufzählung an fünfter Stelle die Stadt München selbst.

Gleich hinter den Regionen mit der höchsten Steigerung beim Wohnraumbedarf liegen also geografisch gesehen die Landkreise Mühldorf und Rosenheim. Die Zahlen für die weiteren heimischen Landkreise zeigen deutlich, dass mit steigender Entfernung zu München der Bedarf für neue Wohnungen sinkt.

Den steigenden Raumbedarf in und um die Landeshauptstadt versucht die Stadt Mühldorf bereits heute auszunutzen. Die Initiative "Ich war ein Münchner" versucht mit einer Werbekampagne gezielt Münchner zum Umzug zu bewegen.

Region liegt über dem Trend

Eine steigende Nachfrage nach Wohnraum herrscht auch in anderen Regionen des Freistaates. "Neun der zehn Kreise und kreisfreien Städte mit den stärksten Zuwächsen an Wohnflächennachfrage liegen in Bayern – die Ausnahme ist Potsdam", erklärte Professor Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Die Landkreise in Südostoberbayern haben im bayernweiten Vergleich einen mittleren bis hohen Anstieg beim Wohnraumbedarf bis 2030 zu erwarten - selbst wenn sie nicht im direkten Einzugsbereich von München liegen. Denn in vielen Regionen werden laut der aktuellen Studie in Zukunft weniger Wohnungen nachgefragt. Der Vergleichswert für den gesamten Freistaat liegt bei einem Zuwachs von 3,1 Prozent.

Einen höheren Anstieg bei der Nachfrage nach Wohnraum erwartet das Institut unter allen Bundesländern nur für die deutschen Stadtstaaten.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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