Zustände wie in Schweinfurt? Polizei klärt auf

"Lappen" abgeben: Ansturm auf Inspektionen in der Region?

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Landkreis - Gibt es auch in der Region einen Riesenandrang von Verkehrssündern, die ihren Schein wegen des verkürzten Monats im Februar abliefern wollen, wie das aus Schweinfurt kürzlich gemeldet wurde? Wir haben nachgefragt.

"Einen Riesenandrang können wir nicht verzeichnen", teilte die Polizeiinspektion Rosenheim auf Nachfrage der Redaktion mit. "Normalerweise haben wir halt ein bis zwei, jetzt halt zwei bis drei Abgaben an einem Tag, aber keinen besonderen Ansturm", erklärten ihre Kollegen aus Traunstein. Ein ähnliches Bild schildern die Beamten aus Freilassing, "Da ist uns jetzt nix besonderes aufgefallen, das hält sich eigentlich die Waage zum Normalbetrieb." 

"Ein bisserl mehr wie normal ist es schon, aber nichts mit dem wir nicht fertig werden", erklärte die Altöttinger Polizei. "Da hat sich gegenüber anderen Monaten nichts merklich verändert", meint ein Beamter der Mühldorfer Inspektion.

Abgabe kann bei Fahrverbot bis zu vier Monate "geschoben" werden

"Der Grund dafür ist, dass es sich um eher ländliche Landkreise handelt, in denen schlicht weniger Fahrverbote ausgesprochen werden, als das in einer größeren Stadt der Fall ist", erklärte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Bei einem erstmaligen Fahrverbot bestehe, im Gegenteil zu einem Entzug des Führerscheins, die Möglichkeit, die Abgabe des Scheins bis zu vier Monate zu "schieben", erläuterte er. 

"Dieser muss dann bei der jeweiligen Polizeiinspektion in deren Zuständigkeitsbereich die Heimatgemeinde des Verkehrssünders fällt, abgegeben werden." Auch im sei jedoch für die Region Oberbayern Süd kein Fall bekannt, in dem dies zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Abgaben im Februar geführt habe.

Ein Beamter aus Traunstein meinte sogar, der Februar sei nach seiner Erfahrung gar nicht der beliebteste Zeitpunkt zur Scheinablieferung. "Ich kenne das eher so, dass viele Leute das in den Zeitpunkt eines längeren Urlaubs von zwei bis drei Wochen legen", so der Polizist, "das finden viele sehr viel angenehmer."

Fall aus Schweinfurt machte Schlagzeilen

Kürzlich machte die Meldung die Runde, die Polizei im unterfränkischen Schweinfurt sehe sich seit Monatsbeginn mit einem ungewöhnlichen Ansturm konfrontiert. Dutzende Autofahrer, die wegen eines Verkehrsdelikts zu einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt wurden, standen dort plötzlich Schlange, um ihren Führerschein abgeben zu können. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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