Gruseliges Naturschauspiel im Landkreis Rosenheim

Diese kleine Raupe hüllt derzeit Bäume und Sträucher ein 

+
Die Gespinstmotte verwandelt derzeit Sträucher und Bäume, im Landkreis Rosenheim, in gespenstische Objekte. 
  • schließen

Landkreis Rosenheim - Einige Bäume und Sträucher im Landkreis werden derzeit in einen weißen Schleier gehüllt. Schuld daran sind die Raupen der Gespinstmotte. Die kleinen Tiere fressen sogar ganze Bäume kahl!

In einigen Gärten, aber auch an Bäumen in freier Natur sind derzeit ungewöhnliche Gespinste zu sehen. Der Betrachter könnte auf die Idee kommen, viele Spinnen hätten außergewöhnlich engmaschige Netze gesponnen. Wie die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Rosenheim mitteilt, handelt es sich aber um die gefräßige Raupe der Gespinstmotte.

Gartenfachberater gibt Entwarnung 

Auch wenn Bäume und Büsche kahl gefressen werden, gibt Gartenfachberater Harald Lorenz Entwarnung: Nach drei Wochen ist der Spuk wieder vorbei und die Bäume treiben wieder aus. Laut Lorenz geht die Gespinstmotte auf Traubenkirsche, Pfaffenhütchen und vereinzelt an Apfel- und Birnbäume. Bei den beiden letztgenannten gibt es aber nie Kahlfraß.

Laut einem Leser sind auch einige Bäume am Happinger See sowie am Inndamm befallen. 

Harald Lorenz rät davon ab, chemische Mittel einzusetzen. Die Gespinste sind so fein, dass sie kaum zu durchdringen sind. Kein Problem damit haben dagegen die Vögel im Garten. Die einfachste Möglichkeit, die Raupenim kommenden Jahr zu bekämpfen ist daher Nist hilfen anzubieten. Ein Meisenpärchen beispielsweise verfüttert mehrere Tausend Raupen an seinen Nachwuchs.

Wer die gelb-grauen Raupen mit den schwarzen Flecken jedoch frühzeitig entdeckt, sollte sie absammeln und so versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Falls es dafür aber schon zu spät ist, sollen die Gespinste oder gleich die ganzen betroffenen Endtriebe der Zweige abgeschnitten und anschließend in der Mülltonne entsorgt werden. 

Auch in Bad Aibling hat sich die Gespinstmotte niedergelassen. 

Keine Gefährdung für Menschen

Für Menschen sind die Raupen der Gespinstmotte im Gegensatz zum Eichen-Prozessionsspinner nicht gefährlich, sondern vollkommen harmlos. Die Tiere befallen ausnahmslos Bäume und Sträucher.  

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim/jg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser