Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler": Scheiben, die Funkwellen durchlassen

Siemens entwickelt Fenster für Mobilfunk in Zügen

+
Mit dem Computer online im Zug zu arbeiten, ist müßig. Waggons und Fenster schirmen Funksignale ab.

Landkreis - Metall in Waggons und Scheiben schirmt Funksignale in der Bahn ab. Das nervt Pendler, die zum Beispiel zwischen München und Salzburg unterwegs sind. Der Technologiekonzern hat eine Lösung für das Problem gefunden.

Immer wieder taucht ein zaghaftes Bälklein auf dem Handybildschirm auf. Meistens verschwindet die Hoffnung auf ein wenig Funknetz aber direkt wieder. So ergeht es vielen Pendlern entlang der Strecke München-Salzburg, aber auch auf anderen Bahnstrecken in der Region. Mitschuld an diesem Problem haben die Waggons an sich und die Fenster darin. Diese bestehen zum Großteil aus Metall und schirmen Funkwellen ab. Auch die Fenster haben mitunter eine Aluminiumbedampfung zur Isolierung. Diese lässt zudem keine Funkwellen durch die Fenster ins Innere der Waggons.

Weitere Informationen:

Beim Technologiekonzern Siemens wird derzeit an einer Lösung für dieses Problem gearbeitet. Forscher haben dort Fensterscheiben entwickelt, die einen besseren Mobilfunkempfang im Zug ermöglichen, berichten Welt und N24 auf ihrer gemeinsamen Internetseite. Und diese sogenannten Hochfrequenzscheiben isolieren dennoch und sorgen dafür, dass Wärme und Sonnenstrahlen draußen bleiben. Gelungen ist den Siemens-Entwicklern diese Lösung, weil sie die metallische Beschichtung der Fenster mittels Laser in speziellen Strukturen verdampft haben. Dadurch können Funksignale in bestimmten Frequenzbereichen ungehindert hindurch.

Geplant ist, dass die neuen Scheiben ab Ende 2018 im regulären Betrieb beim künftigen Rhein-Ruhr-Express zum Einsatz kommen, informiert Siemens. Es ist ein heikles Thema. Denn momentan nutzen Bahnbetreiber oft aufwendig installierte Technologie, um Funkwellen in die Waggons zu bekommen. Einige Bahnbetreiber sind aber auch unzufrieden mit dem, was sie Kunden anbieten können. Denn die Ergebnisse sind oft eher ernüchternd. Und das, obwohl laut Mobilfunkanbietern das Netz entlang der Strecken gut ist.

Bahnunternehmen müssen zudem abwägen. Denn die neuen Fenster sind zwar erst mal leicht teurer, wie es von Siemens heißt. Im Vergleich zu sogenannten Repeatern im Zug, die das Signal verstärken sollen, würden die Scheiben langfristig allerdings eine nennenswerte Einsparung bringen. Grund dafür ist auch, dass die Scheiben nicht nur für aktuelle Frequenzen funktionieren, sondern auch für künftige. Außerdem wären die Fenster relativ problemlos in bestehende Waggons einzubauen.

Die Sicht nach draußen wird durch die neuen Scheiben nicht beeinträchtigt. „Der Empfangspegel für mobile Endgeräte im Zug verbessert sich massiv“, erklärt Siemens-Projektleiter Lukas Mayer. Bisher liege die Erfolgsrate beim Aufbau von Internetseiten bei Hochgeschwindigkeitszügen je nach Netzanbieter gerade einmal bei 41 bis 65 Prozent.

Kampagne "Ein Netz für Bahnpendler"

Wer mit dem Zug zwischen München und Salzburg unterwegs ist, braucht Geduld. Mobiles Internet gibt es entlang der Strecke nur selten. Selbst mit Telefonieren ist es schwierig.

Wir, die OVB24 GmbH mit ihren Nachrichtenportalen rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de, BGLand24.de, wasserburg24.de und mangfall24.de, haben deshalb eine Kampagne gestartet. Wir wollen mit Unterstützung unserer Leser und gemeinsam mit Bahnbetreibern sowie Mobilfunkanbietern eine Lösung für die aktuelle Offline-Situation finden.

Aus diesem Grund haben wir auch die Facebook-Seite "Ein Netz für Bahnpendler" ins Leben gerufen. Auf dieser Facebook-Seite posten wir alle Artikel sowie aktuelle Entwicklungen zum Thema. Alle betroffenen Bahnpendler sind herzlich eingeladen, die Facebook-Seite zu liken!

Katja Schlenker

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Landkreis Rosenheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser