Tierheim Rosenheim reagiert

Hoch ansteckender Virus - Kaninchenseuche RHD-2 kommt näher 

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Landkreis - Seit einiger Zeit bekommt das Tierheim Rosenheim immer neue Schreckensnachrichten von der neuen Kaninchenseuche RHD-2. Was das ist und was Sie tun können:

Es handelt sich dabei um einen Virus, der eigentlich schon lange bekannt war, vor einiger Zeit aber mutiert ist und seitdem ganze Kaninchenbestände vernichtet. Befallene Kaninchen verbluten innerlich und sterben qualvoll. Bisher war das Virus noch nicht bei uns angekommen, neuerdings sind aber in München einige Fälle aufgetreten. von den Tierfreunden Brucker Land e. V. aus Fürstenfeldbruck hat das Tierheim Rosenheim bereits eine sehr dramatische Mail bekommen.

Behandlung mit Impfstoff

Das Tierheim reagierte frühzeitig und hat alle Kaninchen bereits vor einiger Zeit mit einer Ausnahmegenehmigung mit einem in Deutschland noch nicht zugelassenen Impfstoff behandelt. Alle Neuankömmlinge wandern sofort in die Quarantäne und werden durchgeimpft. Zumindest den Kaninchen, die bereits seit einiger Zeit im Tierheim leben, kann dieses bösartige Virus nichts mehr anhaben.

Tierheim rät sich zu informieren

"Wir raten dringend allen Kaninchenbesitzern, sich über dieses Virus zu informieren und ihre Tiere unbedingt impfen zu lassen", schreibt das Tierheim Rosenheim auf seiner Homepage.

Die Mail der Brucker Tierfreunde e. V. im Wortlaut:

"WARNUNG an alle Kaninchenbesitzer !!!!

VIRUSERKRANKUNG im Landkreis FFB

WIR HABEN AUFNAHME- UND ABGABE-STOPP da wir leider selbst betroffen sind !!

Bitte unbedingt lesen und teilen !!!!!!

Liebe Tierfreunde !

Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist der Virus RHD2 aufgetreten.

Bei RHDV-2 handelt es sich, wie auch bei der „klassischen“ Chinaseuche (RHDV-1), um eine hochansteckende, tödlich verlaufende Viruserkrankung, die durch ein Calicivirus verursacht wird. Dieses mutierte Virus trat erstmals 2010 in Frankreich auf und hat dieherkömmliche Variante mittlerweile weitgehend verdrängt. In Deutschland wurde das Virus erstmals im Oktober 2013 in NRW nachgewiesen. 2016 hat es deutschlandweit seinen Höhepunkt erreicht. Das Virus tritt deutschlandweit auf.

Übertragung: 

Eine Übertragung erfolgt von Tier zu Tier, durch Insekten, Personen, Futter, Gegenstände und Tröpfcheninfektion über die Luft.

Symptome: 

Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 3 Tage. Die Tiere versterben innerhalb weniger Stunden nach Entdecken der Symptome. Oft werden gar keine Anzeichen beobachtet. Zu den Symptomen können zählen: Appetitlosigkeit, Fieber, Untertemperatur, schnelle Atmung, kraftlos, Gelbsucht, Krampfen, Atemnot/Ersticken. Blut tritt bei dieser Variante nicht so häufig aus, wie bei RHDV-1. Überlebende Tiere können zeitweise das Virus weiter ausscheiden.

WICHTIG: Bitte impfen Sie Ihre Tiere !!!"

Nähere Infos finden Sie hier.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Paul Zinken/d

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