A8-Ausbau: Wie Bürger die Situation wahrnehmen

"Tempo 130 und Lärmschutz - dann braucht's keinen Ausbau"

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Landkreis - Der Ausbau der A8 zwischen Inntaldreieick und Landesgrenze wird weiterhin geplant. Die Diskussion, wie ausgebaut werden soll, reißt hingegen nicht ab.

Sie ist die Verkehrsader der Region - die A8. Seit Jahren wird der Ausbau der Autobahn geplant. Wann es soweit sein wird, steht aber bis dato nicht eindeutig fest. Unterdessen wird eifrig darüber diskutiert, ob der Ausbau von vier Fahrbahnen auf sechs pius Standstreifen wirklich notwendig ist oder nicht.

Erfahrungen mit der A8

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"Nachdem ich ja zur Zeit jede NACHT auf der 8er arbeiten darf (Mäharbeiten) kann ich aus erster Hand was erzählen", schreibt ein Nutzer namens Holger Knuth beim sozialen Netzwerk Facebook. "Wenn wir es sogar um 2.30 Uhr mit der Wegnahme von einer Fahrspur (wir können uns beim Mähen ja nicht die Luft auflösen) geschafft haben innerhalb von 30min einen Stau von Rohrdorf bis hinters Inntaldreieck zu schaffen und du dann noch siehst wieviel Verkehr da langläuft müsste mindestens eine 3. Fahrspur - und für die Sicherheit eine Standspur her."

Und er beschreibt auch ein Problem, das es auf der A8 gibt. "Nothaltebuchten und Sicherungsbuchten für die Absicherung von Bauarbeiten oder Pannenfahrzeuge sind da nämlich auch teilweise im Abstand von über 1000m, deswegen kommt es ja auch bei jeder Kleinigkeit zu Stau, da die Fahrzeuge dann auf der Fahrbahn liegen bleiben und damit den nachfolgenden Verkehr noch mehr gefährden."

"Im Prinzip ist jeder Verhinderer des Ausbaus an der Autobahn für jeden Verletzten und Toten mit SCHULDIG !!", lautet sein drastisches Fazit.

Dafür erhält er aber auch Zustimmung: "Besser kann man's nicht beschrieben, kommt noch der volkswirtschaftliche schaden dazu", antwortet ein Nutzer, der sich Karl Heinz Späth nennt auf den Post. "Und an die Verhinderer des A8 Ausbaus , was sagt ihr dann wenn ein Angehöriger von euch bei einen Unfall Schwerstverletzt wird ??? Die A8 gehört ausgebaut."

Für den Ausbau

Viele sind für den Ausbau von vier Spuren auf sechs. Zumal mit einem Ausbau auch Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt würden, vor allem was Leitplanken und Ausweichmöglichkeiten etwa für liegengebliebene Fahrzeuge angeht.

"Sorry aber die a8 ist jetzt schon 4 Spurig und überlastet 6 Spuren müssen es werden sonst ist es rausgeworfenes Steuergeld es ist und bleibt eine wichtige Transitroute", erklärt Facebook-Nutzer Jens Boch.

Userin Monika Grießenböck meint: "Ausbauen und Lärmschutz...wir wohnen in der Nähe, und dann 130 ... in den Ferien ist die einfach immer überlastet!"

Unentschieden

Manche sind aber auch unentschlossen. Immerhin hat der Ausbau mehrere Facetten. Als Autofahrer wünscht man sich schnell zum Ziel zu kommen. Als Anwohner ändert sich jedoch die Perspektive.

"Aus Sicht der Autofahrer (ich pendle auf der A8 seit 1993) sollte die Strecke ausgebaut werden", schreibt zum Beispiel Kristina Holl bei Facebook. "Ich kann aber auch die Anwohner verstehen, wenn sie sich wehren. Die BAB führt ja jetzt schon zum Teil sehr nah an den Anwesen vorbei."

Gegen den Ausbau

"Brauchts ned, die rechte Spur is eh meist ungenutzt....", vermeldet hingegen Facebook-Nutzerin Tina Appel.

"Zwischen Salzburg und Ro reicht meiner Meinung nach 4+ zuschaltbaren Standstreifen. Und ich fahre die Strecke nicht zu selten", resümiert hingegen ein User namens Tobias Gaiser. "Dazu Güterverkehr auf die Schiene und regionale Wirtschaftskreisläufe fördern. Dann wird’s schon."

"Tempo 130 und Lärmschutz, dann braucht's keinen Ausbau", meint auch Franz Lindlacher.

Die Entscheidung, wie ausgebaut wird, scheint jedoch bereits getroffen zu sein. Die Experten der Autobahndirektion Südbayern wollen einen sechsspurigen Ausbau plus Standstreifen. Das heißt, dass sich die Breite der A8 zwischen Inntaldreieck und Salzburg im Prinzip verdoppeln würde.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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