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Schulz will Parteibasis über SPD-Regierungsbeteiligung abstimmen lassen

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News-Ticker zum Sturmtief in der Region

Schlafplatz für "halbnackte Weiber": Mann sorgt mit Post für Skandal

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  • Benjamin Schneider
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    Julia Grünhofer
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    Markus Zwigl

Landkreis - Nach einer zum Teil richtig ungemütlichen Nacht haben die Auswirkungen von Sturmtief "Herwart" die Region auch am Sonntag voll im Griff. Polizei und Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun. Am Salzburger Flughafen wäre es fast zu einer Katastrophe gekommen.

Die aktuelle Lage auf einen Blick

  • Der DWD warnt oberhalb von 1500 Meter für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land noch bis Montag 15 Uhr vor schweren Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 90 km/h.
  • In den Landkreisen Mühldorf und Altötting traten bis Mitternacht Windböen mit Geschwindigkeiten um 50 km/h aus nordwestlicher Richtung auf.
  • Im Norden Deutschlands verkehren bis Montag fast keine Züge mehr, in Bayern kommt es noch zu Verspätungen im Bahnverkehr. Die Städte Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Kiel, Hildesheim und Berlin können aktuell mit dem Fernverkehr nicht erreicht werden.
  • Sperrung der B305  Berchtesgaden - Reit im Winkl aufgehoben 
  • Ein Zug des Meridian mit 50 Personen an Bord ist mit einem Baum kollidiert

Wetterwarnungen und Verkehrsinformationen für die Landkreise

UPDATE, 10.30 Uhr - Sturmtief deckt Dach eines Werkstattgebäudes ab

Die Sperrung der B305, Berchtesgaden - Reit im Winkl, wurde mittlerweile aufgehoben. Wie die Polizeiinspektion Trostberg mitteilte, wurde am Sonntag das Blechdach eines in der Trostberger Straße befindlichen Werkstattgebäudes aufgrund des Sturms gegen 12.45 Uhr weggerissen und drohte wegzufliegen. 

Die freiwillige Feuerwehr Kienberg, die mit zwei Fahrzeugen und 20 Personen im Einsatz war, konnte jedoch schlimmeres verhindern. Dennoch entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro.

UPDATE, 9.45 Uhr - Skandalöser Post auf Facebook

Von Fahrdiensten, Essen bis hin zu Schlafplatz-Möglichkeiten: Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist auch bei Herbststurm "Herwart" riesig. Doch ein "Angebot" sorgt bei Facebook für große Diskussionen. Ein Mann aus Veelböken (Mecklenburg-Vorpommern) bietet anderen Facebook-Usern eine notdürftige Unterkunft an. Wer sein Dach über dem Kopf verloren habe, könne bei „Ronny“ kurzfristig unterkommen. Doch der Facebook-User hat eine unmoralische Bedingung, die an das Angebot geknüpft ist: "Biete halbnackten jungen Weibern um die 25 ausreichend Schlafplatz auf meinem Dachboden. Immer rein, Kleiderordnung nackisch oder sichtfrei für meine Nachbarn."

Ob der Mann dieses Angebot ernst gemeint hat oder damit bewusst provozieren wollte, ist nicht bekannt. Der frauenfeindliche Post führte sofort zu bösen Kommentaren. Andere User bezeichneten "Ronny" als "Sexist" oder verglichen seine Aktion mit den "#Weinstein"-Vorfällen in den USA. Zudem hagelte es böse Beleidigungen. Am Montagmorgen war der Post bei Facebook gelöscht worden. Ob die Verantwortlichen des Netzwerkes oder der User selbst für die Entfernung des unmoralischen Angebots verantwortlich sind, blieb unklar.

UPDATE, 9.35 Uhr - Über 400 Einsätze im Bundesland Salzburg

Auch im benachbarten Österreich hatten die Einsatzkräfte am Sonntag alle Hände voll zu tun. Wie salzburg24.at berichtet, waren insgesamt 1.640 Feuerwehrleute von 68 Feuerwehren bei 408 Einsätzen gefordert. Am Montagmorgen waren alle Unwettereinsätze beendet. Auch auf den Straßen sollte es keine sturmbedingten Verkehrsbehinderungen mehr geben.

Besonders viel gab es für die Feuerwehren im Bezirk Flachgau zu tun. Der Lungau blieb als einziger Bezirk verschont. Der Großteil der Einsätze betraf umgestürzte Bäume.

UPDATE, 8 Uhr - Baum stürzt auf Auto aus Bruckmühl

Wie die Polizei in Holzkirchen nun mitteilte, befuhr am Sonntag gegen 6 Uhr ein 22-jähriger Mann aus Bruckmühl die B472 von Miesbach in Richtung Bad Tölz. Zwischen Müller am Baum und Thalmühl fiel windbedingt ein Baum auf die Straße und traf den fahrenden Pkw seitlich. Das Fahrzeug wurde dabei leicht beschädigt. Die Straße war für etwa 30 Minuten komplett gesperrt. Die Feuerwehr entfernte den Baum.

UPDATE, 6.45 Uhr - Beinahe-Katastrophe am Salzburger Flughafen

"Gerade nochmal Glück" gehabt hieß es am Sonntag für ein Passagierflugzeug der Gesellschaft Enter Air beim Landeanflug auf dem Flughafen Salzburg. Durch die enormen Winde, ausgelöst durch Sturm "Herwart", wurde die Maschine ordentlich durchgeschüttelt. Ein Beobachter filmte das äußerst kritische Manöver. Auf dem Video ist zu sehen, wie das Flugzeug langsam Richtung Landebahn fliegt. Es scheint förmlich in der Luft zu stehen. Kurz vorm Aufkommen auf die Landebahn kippt die Maschine aber gefährlich zur Seite.

Der Pilot reagierte geistesgegenwärtig und startete in letzter Sekunde durch - und das obwohl die Maschine bereits den Boden berührt hatte. Laut Bild-Zeitung kam der Flieger aus London und musste schließlich nach Linz umgeleitet werden, wo dann sicher gelandet werden konnte.

UPDATE, 6.35 Uhr - Sturm fordert drittes Todesopfer

"Herwart" hat einen dritten Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Ein Mann (56) aus Sachsen sei in der Nacht zum Montag im Krankenhaus verstorben, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Der Mann war gemeinsam mit einer 48-jährigen Frau und einem 48-jährigen Mann auf dem Peenestrom in Mecklenburg-Vorpommern gekentert. Die 48-Jährige starb bereits am Abend im Krankenhaus. 

Der 48-jährige Mann wurde auch am Montagmorgen noch vermisst. Die Suche nach dem Mann sollte im Verlauf des Tages weitergehen. In Niedersachsen war zuvor ein Camper ertrunken, der vom Hochwasser der Sturmflut eingeschlossen wurde.

Alle überregionalen Entwicklungen zu "Herwart" lesen Sie HIER.

UPDATE, Montag, 6.20 Uhr

Die Wetterwarnungen wegen des Sturmtiefs sind - abgesehen von den Sturmböen in Lagen über 1.500 Metern - für die heimischen Landkreise inzwischen alle aufgehoben. Die Wetterlage hat sich in der Nacht entsprechend beruhigt.

UPDATE, 18.50 Uhr: Sturm Herwart bringt zwei Wanderinnen am Klausenberg in Bergnot

Um die Mittagszeit ging bei der Bergwacht Rosenheim - Samerberg ein Alarm ein. Zwei Frauen, die sich auf dem Klausengrat befanden, trauten sich aufgrund des Sturms nicht mehr weiter zu gehen und alarmierten die Bergwacht. 

Der Rettungsstützpunkt Hochries, die Grozach Hütte, war mit einer kompletten Mannschaft besetzt, die sich zu Fuß auf den Weg machte. Nach kurzer Zeit waren die Bergretter und Bergretterinnen an der verfallenen Klausenhütte angekommen, an der sich die Bergsteigerinnen unterstellten. 

Bei widrigsten Wetterverhältnissen mit Sturmböen, Graupel und Nebel wurden die Personen in Richtung Grozach Hütte begleitet und anschließend mit dem Fahrzeug ins Tal gebracht. Nach rund drei Stunden war der Einsatz für die Einsatzkräfte der Bergwacht Rosenheim - Samerberg beendet.

Pressemitteilung Bergwacht Rosenheim – Samerberg

UPDATE, 18.15 Uhr: Entspannung im Berchtesgadener Land

Kreisbrandmeister Michael Brandl vermeldet aus dem Berchtesgadener Land, dass sich die Lage zwischenzeitlich entspannt hat. Trotzdem haben bis zum frühen Abend die Feuerwehren im Landkreis Berchtesgadener Land 150 Sturmeinsätze abgearbeitet.

UPDATE, 18 Uhr: Große Zerstörungen auch im Salzburger Land

Der Sturm wütete nicht nur in Bayern, auch im angrenzenden Salzburger Land sind die Zerstörungen erheblich.

Viele Straßen mussten wegen umgestürzten Bäume gesperrt werden und so mancher Autofahrer erlebte ein böses Erwachen, denn plötzlich befand sich sein Auto unter einem Baum. Erst am späten Nachmittag wurde das Ausmaß dieses Sturmes sichtbar und wie viel schaden er angerichtet hat.

Es wird derzeit von den Behörden dringend abgeraten Waldwanderwege zu begehen, die Gefahr von umstürzenden Bäumen nach dem Sturm ist erheblich.

AKTIVNEWS

UPDATE, 17.30 Uhr: Keine Pause für die Rettungskräfte - Drei Tote auf der A8

Zusätzlich zu den zahlreichen Unwettereinsätzen hat sich auf der A8 ein schrecklicher Unfall ereignet. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

UPDATE, 16.45 Uhr: Meridian kollidiert mit Baumstamm

Infolge des Sturms ist am Mittag ein Baum auf die Zugstrecke zwischen Westerham und Kreuzstraße gestürzt. Ein Meridian mit etwa 50 Personen im Zug kollidierte mit dem Baum.

UPDATE, 15 Uhr - Zahlreiche Einsätze der Feuerwehren im Berchtesgadener Land

Einen einsatzreichen Sonntag bescherte das Sturmtief "Herwart" den Feuerwehren im Landkreis Berchtesgadener Land.

Seit der ersten Alarmierung um 6.50 Uhr befinden sich die Feuerwehren im Dauereinsatz. Bis 14 Uhr wurden bereits 100 Einsätze abgearbeitet.

Die starken Windböen brachten vielerorts Bäume zum Umstürzen und deckten Dächer ab. Umherfliegende Bauteile und sonstige vom Wind aufgewirbelten Gegenstände gefährdeten Passanten und Einsatzkräfte. Teilweise mussten Straßen vorübergehend komplett gesperrt werden um eine weitere Gefährdung für Menschen auszuschließen.

Der Schwerpunkt der Einsätze erstreckte sich auf den südlichen Landkreis. Zur Unterstützung der Feuerwehren wurde von der Kreisbrandinspektion die Abschnittsführungsstelle im Feuerwehrgerätehaus Berchtesgaden besetzt.

Bereits am Vortag wurde eine zusätzliche Kommunikationsgruppe im Digtialfunknetz für den zu erwartenden Sturmeinsatz reserviert. Dieser zusätzliche Kommunikationskanal erleichterte die Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren erheblich.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Berchtesgadener Land

UPDATE, 14.12 Uhr - Erster Todesfall in Deutschland

Wie focus.de gerade vermeldet, ist ein 63-jähriger Camper aus Nordrhein-Westfalen am Ufer des Jadebusens (Niedersachen) ertrunken. Er und sein Bruder wurden von der Sturmflut überrascht. Der 59 Jahre alte Bruder konnte sich noch an einem Mast festhalten und wurde wenig später von einem Schlauchboot der DLRG gerettet. Der 63-Jährige wurde kurz darauf tot aus dem Wasser der Meeresbucht geborgen.

UPDATE, 14 Uhr - Flugverbindungen in Österreich gestrichen

In Österreich wurden einige Flugverbindungen gestrichen und umgeleitet. Wie salzburg24.at berichtet, sind dort über 1.000 Mann im Einsatz. 

Schlechte Nachrichten haben wir auch für alle Bahnreisende. “Derzeit sind die Städte Hamburg, Bremen, Kiel, Hannover und Berlin nicht mit Fernverkehrszügen zu erreichen“, teilte die Bahn eben mit und ergänzte, dass der Fernverkehr erst am Montag wieder aufgenommen werden könne.

Auch in unseren Regionen tobt der Sturm: 

Sturmschäden und Straßensperren

"Herwart" hält die Region in Atem

UPDATE, 13.17 Uhr - Unwetterwarnung für die Region aufgehoben

Die Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen wurde soeben vom Deutschen Wetterdienst für all unsere Landkreise in der Region aufgehoben!

UPDATE, 12.31 Uhr - "Herwart" fordert in Tschechien erste Todesopfer  

In Tschechien hat der schwere Herbststurm "Herwart“ zwei Menschen das Leben gekostet. Bei einem Waldspaziergang in der Nähe von Trebic in Mähren ist eine Dame von einem Baum erschlagen worden. Auch ein Mann verlor in der Kleinstadt Jicin in Nordböhmen sein Leben, als er von einem Baum getroffen wurde. Dies berichtete die Agentur CTK am Sonntag unter Berufung auf die Rettungskräfte. Zudem seien mehrere tausende Haushalte in Tschechien ohne Strom. 

UPDATE, 12.15 Uhr - Sperre der B305 ausgeweitet

Vor wenigen Minuten wurde nun auch der Abschnitt zwischen Taubensee und Unterjettenberg in beiden Richtungen gesperrt. Ebenso kommt es zwischen Neuschmied und der Abzweigung nach Stücklschneid zu einer kurzweiligen Sperrung der B305. 

Aber es gibt auch gute Nachrichten. Laut der Homepage des Meridian seien die Störungen/ Verspätungen wieder behoben und der regionale Zugverkehr läuft wieder ohne Probleme.

UPDATE, 11.50 Uhr - B305 gesperrt!

Nun musste auch die B305 - Reit im Winkl - Berchtesgaden zwischen Reit im Winkel und Ruhpolding in beiden Richtungen gesperrt werden. 

Der Deutsche Wetterdienst hat zudem soeben die Unwetterwarnung vor Orkanböen über 1000 Meter (Stufe 3 von 4) bis Sonntag 18 Uhr erweitert. Unter 1000 Meter gilt die Warnung vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten bis zu 115km/h weiterhin bis 14 Uhr. 

UPDATE, 10.50 Uhr - Jetzt auch A8 gesperrt!

Wegen des Sturmtiefs "Herwart" geht nun auch auf der A8 nichts mehr. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben in einer Pressemeldung bekannt gab, wurde die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Neukirchen und Siegsdorf in beiden Richtungen gegen 10.15 Uhr voll gesperrt. Grund hierfür ist die Gefahr durch umstürzende Bäume im Bereich des Voglinger Waldes. Die Sperre wird wohl mindestens bis 16 Uhr aufrechterhalten werden!

Umleitungen sind eingerichtet. Für die Fahrtrichtung Salzburg über die B306, B304 und die B20. Für Fahrtrichtung München über die Kreisstraße 5.

Insgesamt ist die Zahl der sturmbedingten Einsätze im südlichen Oberbayern auf nun etwa 75 gestiegen. Den Hauptanteil machen hierbei Verkehrsbehinderungen durch Äste oder Ähnlichem auf der Fahrbahn aus.

UPDATE, 10.30 Uhr - Schwerer Lkw-Unfall auf B12

Auf der B12 hat sich am Vormittag wegen des Sturms ein schwerer Lastwagen-Unfall ereignet. Ein Baum stürzte kurz vor Rattenkirchen - in etwa bei der Abzweigung nach Aschau/Waldkraiburg - auf das Führerhaus eines fahrenden Sattelzuges und demolierte dieses völlig.

Der Beifahrer im Führerhaus musste dabei mit Verletzungen unbestimmten Grades in ein Krankenhaus gebracht werden. Die B12 ist derzeit zwischen Haag und Rattenkirchen total gesperrt. Die Sperre wird nach Informationen von vor Ort wohl noch mindestens eine Stunde andauern!

Baum stürzt auf B12 bei Rattenkirchen auf Lastwagen

UPDATE, 10.15 Uhr - Verspätungen im regionalen Zugverkehr

In Rosenheim wurde im Stadtteil Erlenau auch ein Klohäuschen umgeweht.

Auch im regionalen Zugverkehr sind nun erste Probleme wegen des Sturms aufgetreten. Wie die Bayerische Oberlandbahn auf ihrer Homepage meldet, kommt es derzeit im Streckennetz des Meridian und der BOB zu Verspätungen von rund 15 Minuten.
Betroffen sind folgende Bahnstrecken: München - Salzburg, München - Kufstein, München - Holzkirchen - Rosenheim, München - Bayrischzell, München - Lenggries, München - Tegernsee.

Wann die Störungen/Verspätungen behoben werden können, ist derzeit unklar.

UPDATE, 10.05 Uhr - 58 Einsätze seit dem Morgen

Am Sonntagmorgen ist das Einsatzaufkommen bei den Rettungskräften wegen des Sturmtiefs dann doch gestiegen. Seit etwa 7 Uhr verzeichnete die Polizei im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 58 Einsätze (Stand: 9.45 Uhr). Das sagte ein Sprecher der Einsatzzentrale auf Anfrage von rosenheim24.de.

Zudem wurde der Polizei ein Unfall gemeldet, bei dem ein Auto von einer Windböe erfasst worden sei. Außerdem sei ein größerer Ast auf eine Straße gestürzt. Verletzte hat es aber keine gegeben. Die meisten Strecken sind inzwischen auch schon wieder befahrbar, hieß es weiter. Zudem musste eine Zugstrecke bei Kochel am See kurzzeitig gesperrt werden, nachdem dort ein Baum umgestürzt war.

UPDATE, 9.05 Uhr - Bauernmarkt in Rohrdorf abgesagt

Nach der Absage des Simon- und Judäimarktes steht nun fest: Der "Mantelsonntag" findet in Rosenheim wie geplant statt. Die Geschäfte in der Innenstadt öffnen zwischen 12 Uhr und 17 Uhr ihre Pforten.

Abgesagt wurde dagegen auch der Rohrdorfer Bauernmarkt. Auch hier ist der Grund die schlechte Wetterlage. Es gibt aber bereits einen Ersatztermin: Der Markt soll am Dienstag, 31. Oktober, zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr nachgeholt werden.

Unterdessen hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr am Sonntagmorgen in weiten Teilen Deutschlands eingestellt. Wegen des Sturmtiefs führen derzeit keine Züge mehr in Nord- und Mitteldeutschland, teilte ein Bahnsprecher am Morgen in Berlin mit. Betroffen seien die Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig.

UPDATE, 8.57 Uhr - Gefahr auf A8 zwischen Neukirchen und Traunstein

In den Morgenstunden musste auch die B20 (Burghausen in Richtung Berchtesgaden) zwischen Hammerau und Piding von umgestürzten Bäumen befreit werden. Dort ist die Fahrbahn mittlerweile aber wieder frei. 

Im Gegensatz dazu musste vor kurzem der rechte Fahrstreifen auf der A8 - Salzburg in Richtung München - zwischen Neukirchen und Traunstein/Siegsdorf aufgrund von umgestürzten Bäumen gesperrt werden.

UPDATE, 8.10 Uhr - Markt in Rosenheim abgesagt

Auch auf den "Mantelsonntag" in Rosenheim hat das Sturmtief Auswirkungen. Wie ein Sprecher der Stadt Rosenheim soeben gegenüber rosenheim24.de erklärte, musste der Simon- und Judäimarkt, der sich eigentlich vom Ludwigsplatz bis zur Bahnhofstraße hätte erstrecken sollen, am Morgen aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt werden.

UPDATE, 7.45 Uhr - Nur wenige Einsätze in der Nacht

Wie ein Sprecher der Polizei-Einsatzzentrale am Sonntagmorgen auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilte, sind größere Schäden oder gar Personenschäden durch den Sturm in der Nacht in der Region Gott sei Dank ausgeblieben. Es habe lediglich einige wenige Einsätze gegeben, weil "kleinere Bäume oder Sträucher auf Straßen gefallen" seien, hieß es weiter.

Allerdings kommt es derzeit deswegen noch auf einigen Straßen in der Region zu Behinderungen. So ist die B305 derzeit zwischen Unterjettenberg und Ramsau in beiden Richtungen blockiert. Dort sind Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. Ebenso blockiert war am Morgen kurzzeitig die B472 zwischen Miesbach und dem Irschenberg. Dort war ein Autofahrer offensichtlich gegen einen umgestürzten Baum geprallt. Die Hindernisse sind dort inzwischen aber bereits beseitigt.

Auch auf der A8 müssen Autofahrer derzeit aufpassen. In Fahrtrichtung Salzburg befinden sich zwischen Frasdorf und Bergen Gegenstände auf der Fahrbahn, die vermutlich der starke Wind dorthin geblasen haben dürfte.

UPDATE, Sonntag, 7.15 Uhr - Chaos im Norden

Auch am Sonntagmorgen ist die Wetterwarnung für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting weiterhin gültig. Die Warnung vor Orkanböen gilt (vorerst) bis Sonntag, 14 Uhr.

Anders sieht es jedoch in anderen Teilen Deutschlands aus. Dort hat Herbststurm "Hewart" das Land teilweise fest im Griff. Die Bahnstrecken zwischen Kiel und Hamburg, sowie zwischen Flensburg und Hamburg wurden durch umgestürzte Bäume blockiert. "Entstörtrupps sind bereits mit Kettensägen und anderem schweren Gerät vor Ort und arbeiten fieberhaft an einer Beseitigung der Hindernisse", sagte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Wann die Strecken wieder frei sein werden, war zunächst unklar.

Schwere Sturmschäden in Norddeutschland

Auch in Mecklenburg-Vorpommern mussten in der Nacht vier Bahnlinien wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.  Im Landkreis Rostock wurde ein Haus von einem Baum getroffen, die Bewohner blieben unverletzt. Die Polizei in Neubrandenburg meldete zwei Bäume, die auf Autos fielen.

Alle Informationen zu den Sturmschäden in anderen Teilen Deutschlands gibt es HIER.

Ausfälle und Behinderungen im Zugverkehr erwartet

Die Deutsche Bahn warnt Zugreisende auf ihrer Seite vor Ausfällen im Bahnverkehr. Für Reisende des Fernverkehrs bietet die Deutsche Bahn die Möglichkeit an, ihre für Sonntag, den 29. Oktober 2017 gültigen Tickets ab sofort bis zu 4 Wochen kostenlos zu stornieren oder kostenlos umzutauschen. Das Formular dazu finden Sie hier.

Meteorologe Sebastian Schappert zur bevorstehenden Sturmlage

Amtliche Warnung vor schweren Sturmböen ab Samstag 22 Uhr in ganz Südost-Bayern

Ein kleines, von Südnorwegen nach Polen ziehendes Sturmtief sorgt in der Nacht zum Sonntag und am Vormittag besonders in der Nord- und Osthälfte für eine vorübergehende Sturmverschärfung. Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 85 km/h und 100 km/h anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden.

Amtliche Warnung vor orkanartigen Böen ab Sonntag 0 Uhr über 1.000 Meter

Es treten oberhalb 1.000 Meter Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h und 130 km/h anfangs aus nordwestlicher, später aus nördlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit extremen Orkanböen bis 160 km/h gerechnet werden.

Heftige Unwetter am Sonntag erwartet

Am Sonntag erwartet der DWD in unserer Region orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h. In den Frühstunden nimmt auch im Südosten der Wind deutlich zu und es gibt vor allem im Osten und Süden Bayerns Sturm- bzw. schwere Sturmböen, im Alpenvorland nach Osten vereinzelt auch orkanartige Böen. Am Sonntagvormittag nimmt der Wind allmählich ab, mittags und nachmittags gibt es auch im Norden und Osten nur noch stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen aus Nordwest.

Hinweis auf mögliche Gefahren 

Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Quelle: rosenheim24.de

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