Blick in die Statistik

Landkreise in Zahlen: So viel Geld verdienen die Bayern

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Landkreis - Wie hoch sind die Einkommen in Bayern nach Abzug von Steuern und Sozialleistungen? Zahlen des Arbeits- und Sozialministeriums verdeutlichen, dass es Unterschiede in Bayern gibt. 

Was genau bedeutet „verfügbares Einkommen“? Gemeint ist damit laut Statistischem Landesamt das Geld, dass die Bürger nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben für Konsum, Begleichung der Miete und zum Sparen zur Verfügung haben. Eingerechnet sind hier neben dem Einkommen durch nichtselbstständige oder selbstständige Arbeit auch Miet- oder Zinseinnahmen, aber auch staatliche Transferleistungen wie das Kindergeld oder Renten.In Oberbayern gibt es mit durchschnittlich 25.868 Euro das höchste verfügbare Einkommen pro Kopf, während es in der Oberpfalz mit 21.592 Euro am geringsten ausfällt. Das geht aus einer Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor.

Rückgang in der Stadt Rosenheim

Nach deren Angaben vom Montag hatten Menschen in Oberbayern 2015 nach Abzug von Steuern und Sozialleistungen im Schnitt an die 4000 Euro mehr im Jahr zur Verfügung als Niederbayern (21.830 Euro) und Oberpfälzer. In Oberfranken lag das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen bei 22.248 Euro, in Mittelfranken bei 23.005 Euro, in Unterfranken bei 22.381 Euro und in Schwaben bei 22.932 Euro.

Zwar hat es in allen Regierungsbezirken seit 2012 bis 2015 einen Anstieg gegeben, in einigen Regionen gab es in dem Zeitraum aber einen Rückgang. Davon sind unter anderem die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Kronach und Günzburg sowie die Städte Rosenheim und Bayreuth betroffen.

Zahlen des Arbeitsministeriums: So viel Geld haben die Bürger pro Jahr für Konsum und Sparen zur Verfügung

Müller: Einige Regionen in Bayern werden immer mehr abgehängt

Wie lassen sich die Zahlen interpretieren? Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller, auf deren Anfrage hin das Sozialministerium die Zahlen herausgab, sagt gegenüber unserem Partnerportal tz.de: „Die Lebensverhältnisse in Bayern variieren immer noch sehr stark je nach Wohnort.“ Durch diese Ungleichheit ziehe es immer mehr Menschen in die Metropolregionen, wodurch die dortigen Probleme wie Wohnungsnot und mangelnde Infrastruktur nur noch verstärkt werden. 

„Diese Spirale dreht sich immer schneller – einige Regionen werden immer mehr abgehängt“, so die Landshuterin. Was sind die Folgen für die abgehängten Regionen? Laut Müller entsteht so ein Teufelskreis: Immer mehr junge Familien ziehen weg in die Städte wie München, wo die Arbeitsplätze sind. Als Folge gibt es zu wenig Kinderärzte, Kitas oder Schulen – was dazu führt, dass noch mehr junge Familien weg­ziehen.

mh mit Material der dpa



Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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