*Neu: Video* Radarmessungen in der Region

Weniger Temposünder durch Blitzermarathon am 19. April? 

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Lasermessung auf der B15 auf Höhe des Innsalzach-Klinikums in Wasserburg. 
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Landkreis/Wasserburg - Ein "bisserl wenig Ausbeute" verzeichneten die Beamten an der Radarstelle auf der B15 zwischen Wasserburg und Haag. Lag es am angekündigten Blitzermarathon, dass die Leute zivilisierter fuhren?

Die Messstellen des Blitzermarathons in der Region

Blitzmarathon - der Überbegriff für gleichzeitige Radarmessungen von der Polizei an vielen Standorten in Bayern. Auch am 19. April wurde wieder besonders auf die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer geachtet. "Wir blitzen natürlich unterm Jahr an diesen Stellen im Landkreis regelmäßig unangekündigt", erklärt Einsatzleiter Gerhard Baum. "Aber die Aktion des Blitzmarathons soll die Autofahrer grundsätzlich noch ein bisschen sensibler machen und ihnen verdeutlichen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch ihren Sinn haben." Ein Rückgang an Rasern sei aber am Tag des Blitzermarathons durchaus zu verzeichnen.  

Temposünder rasen durch Unfallschwerpunkt

Wird ein Temposünder auf frischer Tat ertappt, zeigt er sich laut Baum meist einsichtig: "Nachdem die Kollegen den Grund der Lasermessung erklären oder dass die Autofahrer gerade durch einen erhöhten Unfallschwerpunkt wie beispielsweise auf der Miesbacherstraße in Rosenheim gerast sind, verstehen sie auch die Hintergründe unserer polizeilichen Arbeit." Baum weiter: "Solch große Kontrollen wie an der B15 sind ein sinnvoller Weg, Raser gezielt zu sensibilisieren - auch wenn sie mit mindestens fünf Beamten vor Ort sehr personalintensiv sind."

Gerade auch auf der B15 auf Höhe des Innsalzach-Klinikums missachten viele Fahrer das Tempolimit und übertreten immer wieder die erlaubten 70 km/h. Deshalb haben die Beamten auch diese Stelle für den Marathon ausgesucht. Die Lasermesstelle befand sich auf der Brücke bei Reitmehring an der B304. Der Laser erkennt das Kennzeichen, ist auf die Geschwindigkeitsbegrenzung eingestellt und erkennt so eine Überschreitung. Das Kennzeichen, die Geschwindigkeit sowie Marke und Farbe des Fahrzeugs wird von den Beamten notiert und an die Kollegen auf dem circa drei Kilometer entfernten Parkplatz neben der B15 per Funk durchgegeben. Rund 20 Raser hat die Polizei rausgewunken und auf den Verstoß aufmerksam gemacht. 

Auch ältere Autofahrer werden vermehrt geblitzt 

"Normalerweise haben wir auf der B15 deutlich mehr Raser, die Ankündigung des Marathons in der Presse hat die Leute wohl zur erhöhten Aufmerksamkeit im Straßenverkehr verleiten lassen", vermuten die Polizisten. "Aber: Je weniger wir erwischen, desto lieber ist es uns", heißt es von Seiten der Beamten. "Wir wollen die Leute schließlich nicht schikanieren." Oft würden gerade ältere Autofahrer Geschwindigkeiten nicht einhalten, "meistens sind zwar die Jungen im Verdacht, das Gaspedal durch zu drücken, doch die ältere Generation wird viel öfter geblitzt, als man vermuten mag."

Der Spitzenreiter an der Messtelle bei Wasserburg rauschte mit 114 km/h durch die 70er-Zone - knapp vorbei am Fahrverbot, das ab 115 km/h fällig geworden wäre. Die meisten Übertretungen begingen Auswärtige, die entweder nichts von der Geschwindigkeitsbegrenzung wussten oder einfach nicht aufpassten. Auch wenn die meisten nicht sehr glücklich über ihr Vergehen waren, zeigten sie sich trotz kurzen Worten des Schimpfens einsichtig und werden in Zukunft wohl mehr auf die Schilder am Straßenrand achten. 

Blitzermarathon in der Region

mb

Quelle: rosenheim24.de

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